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Quartiersentwickler vor Aufgaben in anderen Stadtteilen

Sozialarbeiter Daniel Schmidt vor großer Aufgabe“, titelte der Waterbölles am 30. März 2016, nachdem die Stadt den bekannten Remscheider Marathonläufer als Koordinator eines neuen Modellprojekts des Landes NRW („Altengerechte Quartiersentwicklung Remscheid-Süd“) vorgestellt hatte. Warten auf "bedarfsgerechte Konzepte", war am 18. September 2017der zweite Bericht zum Thema überschrieben. Aufgabe der Quartierskonferenz werde es sein, aus Bedarfen und Potenzialen weitere konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Dieses Quartierskonzept könnte dann womöglich Vorbild werden für die altengerechte Entwicklung in anderen Remscheider Stadtbezirken. Erstes Arbeitsergebnis war im Juni 2018 ein Service mit vielen Adressen und Telefonnummern, genannt „Seniorenwegweiser“ für ältere Mitbürger, die häufiger auf Hilfe angewiesen sind. „Mit Unterstützung einer aus Fachleuten bestehenden Lenkungsgruppe und einer die Bewohnerschaft repräsentierenden Quartierskonferenz“ habe Daniel Schmidt von seinem Büro im Stadtteilzentrum / BBZ Rosenhügel, Stephanstraße 2, aus „vielfältige Maßnahmen ... initiiert und begleitet“, und „TOP 10-Maßnahmen" seien ausgewählt und entwickelt worden, die bis Ende 2018 umgesetzt werden sollen, so damals der Sozial- und Altenhilfeplaner Thomas Köppchen. Wie sich diese Maßnahmen, so sie denn inzwischen allesamt angelaufen sind, auf das Leben der Seniorinnen und Senioren im Südbezirk auswirken werden, muss sich noch zeigen. Dabei setzt die Stadt Remscheid weiter auf Quartiersentwickler Daniel Schmidt; er bekam einen unbefristeten Vertrag, nachdem sein bisheriger befristeter Vertrag im Rahmen des Förderprojektes des Landes Nordrhein-Westfalen zur Quartiersentwicklung und -koordination ausgelaufen war.

„Bei der altengerechten Quartiersentwicklung handelt es sich um eine sich aus dem Alten- und Pflegegesetz (APG NRW) ergebende gesetzliche Aufgabe. In § 1 APG ist die Sicherstellung einer leistungsfähigen und nachhaltigen Unterstützungsstruktur für ältere und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen als Ziel des Gesetzes festgeschrieben.“ So beginnt eine umfangreiche Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur Sitzung des Sozialausschusses am 15. Januar. Die Stadt sei zur Sicherstellung einer Struktur pflegerischer und nicht pflegerischer Angebote gemäß § 4 APG ausdrücklich verpflichtet. Die Stadt habe vom 1. April 2016 bis 31. Dezember 2018 Landes-Fördermittel des Landes NRW erhalten, „um als Pilotprojekt im Stadtbezirk Remscheid-Süd eine altengerechte Quartiersentwicklung zu initiieren. Konkretes Ziel des Projektes ... war es, dass ein Quartierskonzept entwickelt wird, welches anschließend auch auf andere Stadtbezirke übertragbar ist, so dass dort ab 2019 ebenfalls eine altengerechte Quartiersentwicklung eingeleitet werden kann. (...) Daniel Schmidt wird diese Aufgabe als Koordinator für die altengerechte Quartiersentwicklung übernehmen.“ Die regelmäßige Präsenz des Koordinators im Stadtteilbüro Rosenhügel sei „wichtig, um den persönlichen Kontakt zur Bewohnerschaft und zu den Akteuren vor Ort zu halten. (...) Angestoßene Maßnahmen müssen weitergeführt und bereits umgesetzte Maßnahmen verstetigt werden. Gleichwohl müssen neue Maßnahmen initiiert werden.“ In diesem Zusammenhang habe sich die Quartierskonferenz Remscheid-Süd „als wichtiges Instrument für eine partizipative Quartiersentwicklung herausgestellt. Die Konferenz ist weiter einmal pro Jahr von der Projektkoordination in enger Zusammenarbeit mit der Lenkungsgruppe vorzubereiten und durchzuführen. Wichtige Projektentscheidungen sind final mit der Quartierskonferenz abzustimmen und schließlich zu treffen. Nur so ist eine breite Akzeptanz zu erzielen und die Maßnahmen werden von vielen Akteuren getragen.“

Nach dem Muster des Quartierskonzeptes Remscheid-Süd steht in diesem Jahr die Quartiersentwicklung in Lüttringhausen auf dem Plan der Verwaltung. Auch dort sei eine „enge Kooperation mit den dort jeweils bereits tätigen Akteuren, Trägern und Institutionen zwingend erforderlich.“ Nach zwischenzeitlichen Gesprächen mit den Schlawinern als Träger des BBZ-Lüttringhausen sei die dortige Präsenz von Koordinator Daniel Schmidt ausdrücklich erwünscht, teilt die Verwaltung mit. Aber nur durch eine gesamtstädtische Quartiersentwicklung könne die Stadt ihren gesetzlichen Verpflichtungen entsprechen. Und da komme es auf die Vernetzung der verschiedenen Akteure im gesamten Stadtgebiet an; die Aktivitäten der verschiedenen Träger / Verbände seien „aktiv zu begleiten und zu unterstützen“. Als Beispiel wird in der Vorlage die Entwicklung altengerechter Strukturen durch das Diakonische Werk Remscheid in der Remscheider Innenstadt sowie durch den Stadtteil e.V. am Honsberg und die IG Hasenberg gemeinsam mit dem Caritasverband Remscheid am Hasenberg genannt. Eine wichtige Rolle in dem gesamtstädtischen Prozess zur Entwicklung altengerechter Quartiere komme zudem den Begegnungs- und Beratungszentren (BBZ) zu. Diese dienten als Ankerpunkte und strahlen in die jeweiligen Quartiere aus. Zitat: „Die BBZ sollen sich zu festen, dezentralen Anlaufstellen für ältere Menschen im Quartier weiterentwickeln. Durch ein attraktives Beratungs- und Informationsangebot und durch Öffentlichkeitsarbeit soll die Bekanntheit gesteigert werden. Exemplarische Maßnahmen sind die Durchführung von Rollatorentrainings, Quartierssprechstunden oder Informationsveranstaltungen zu aktuellen und relevanten Themen. Wie für die gesamte Quartiersentwicklung gilt aber auch hier: Angebote sind in Zusammenarbeit mit den Bewohnern, Akteuren und Institutionen zu entwickeln und zu verwirklichen. Durch einen partizipativen Prozess ist die Wahrscheinlichkeit, dass die initiierten Maßnahmen auch angenommen werden, deutlich erhöht.“

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