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Pedelec 50+: Vor der Fahrt kam die Theorie

Pedelecfahren in der Theorie, gestern im  städtischen Seniorenbüro am Markt mit Otto Mähler, Vorsitzender der der Kreisverkehrswacht Remscheid (rechts im Bild), Geschäftsführer Bernd Schäfer und Polizeihauptkommissar Michael Brandenstein von der Verkehrsunfallpräventon Remscheid (2. V. li.).. Foto: Lothar Kaiser

Kürzlich veröffentlichte Unfallzahlen zeichnen ein erschreckendes Szenario. Von ca. 5.000 in der Bundesrepubik Deutschland verunglückten Pedelec-Fahrer im Jahr 2017 waren 45 Prozent älter als 65 Jahre. Und eine häufige Unfallursache warFehleinschätzung von Geschwindigkeit und Bremsweg. Dies veranlasste die Diakonie des Kirchenkreises Lennep in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Remscheid (Vorsitzender Otto Mähler und Geschäftsführer Bernd Schäfer), dem Seniorenbüro der Stadt,der Verkehrsunfallprävention der Polizei (Polizeihauptkommissar Michael Brandenstein und Oberkommissar Michael Wenner) sowie dem Dipl.-Ingenieur und Kraftfahrtsachverständiger Ulrich Sander ein mehrteiliges präventives Maßnahmenkonzept zu entwickeln, das auf die Generation 50+ ausgerichtet ist, die mit dem Pedelec unterwegs ist. Die Seminarreihe startete gestern Nachmittag im städtischen Seniorenbüro, Markt 13, in „kleinem Kreis“.

Für die folgenden Veranstaltungen (praktisches Sicherheitstraining) sind noch Anmeldungen möglich unter Tel. RS 591600 und 4645350 bzw. E-Mail info@verkehrswacht-remscheid.de. Das soll theoretisch erworbenes Wissen im wahrsten Sinne des Wortes erfahren, d.h. erprobt werden, um Unfälle, Stürze und Verletzungen zu verhindern. Dieses Training findet an einem Vormittag bzw. Nachmittag für ca. vier Stunden statt. Ein Pedelec muss zu dieser Veranstaltung mitgebracht werden.

Der dritte Seminarteil baut auf den zweiten Teil auf. Mitmachen können daran nur die Teilnehmer, die das vorausgegangene Sicherheitstraining absolviert haben. In dem vorerst letzten Seminarteil soll dann unter Begleitung erfahrenen Trainer eine Ausfahrt auf einer beliebten Fahrradstrecke unternommen werden. Bei kurzen Stopps erhalten die Teilnehmer dann  gezielt Hinweise und Tipps, die sich auf das gerade aktuelle Fahrgeschehen beziehen. Auch diese Veranstaltung wird ca. vier Stunden dauern.

Die gestrige anderthalbstündige Veranstaltung richtet sich an Personen 50+, die ein Pedelec erwerben wollen oder seit kurzem besitzen. Sie erfuhren von den Praktikern viel Neues über Transport, Versicherung, Schutzkleidung, gesetzliche Grundlagen, technischen Merkmale etc. von Pedelecs. Wussten Sie zum Beispiel, dass ein Pedelec-Fahrer, der von der Polizei wiederholt mit Alkohol am Lenker erwischt worden ist, nicht nur Strafpunkte in Flensburg ansammeln, sondern auch sein Pedelec durch Beschlagnahmung verlieren kann?

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Kommentare

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Gerd Rothbrust am :

Diese Zahl, „45%“, beweist auch das „Problembewusstsein der Grünen“! Mit ihrer Forderung: Das Rad löst den PKW ab, 40% des Individualverkehrs mit dem E-Bike, werden drängende Probleme gelöst: Überalterung der Gesellschaft, Renten, Pflegenotstand, Wohnungsnot. Die alten Menschen sterben nicht mehr an Alterserscheinungen, NOx, etc. – sie sterben früher/schneller durch Radfahren…

Heinz Wäscher am :

Interessant finde ich ja die Tatsache, dass der Verordnungsgeber im erst relativ neu geschaffenen § 63a (2) der StVZO Pedelecs Fahrrädern gleichgestellt. Das bedeutet, dass weder ein Befähigungsnachweis oder gar ein Helm zum Fahren auf öffentlichen Straßen benötigt werden. Ein Mindestalter oder die Pflicht zum Abschluss einer KFZ-Haftpflichtversicherung existieren demzufolge auch nicht.

Gerd Rothbrust am :

Die Dinge wiederholen sich, Herr Wäscher. Es ist wie bei der Einführung der regenerativen Energiewelt: Egal wie, Hauptsache das! Eine TOLLE Vorstellung: Da radeln Menschen in meinem Alter (67), und älter mit einem frohen Lächeln bei Wind und Wetter die Remscheider Berge rauf und runter - zum Einkaufen, zum Arzt, ins Theater, zum Kaffeekränzchen, zum, zum… Genau wie Mütter mit ihren Kindern: Die haben neben dem Lastenkorb vorne noch hinten zusätzlich einen Anhänger, für die lieben Kleinen. Da fällt mir das Fazit aus dem Schlager von Peter Fox, „Haus am See“ ein: „…Wenn ich so daran denke, kann ich's eigentlich kaum erwarten.“

Dirk Schaefer am :

Warum denn auch? Ein Pedelec fährt nicht alleine, sondern der Motor tritt nur unterstützend in Kraft und das eben nur, wenn sie auch in die Pedale treten. Bei 25 Km/h ist dann mit der Unterstützung Schluss. Das und mehr schafft man auch mit einem Fahrrad. Sollten sie allerdings ein S-Pedelec meinen,so sieht die Sache da auch anders aus. Die Leistung ist meist doppelt so hoch wie beim Pedelec und die Unterstützende Wirkung geht bis 45Km/h. Dafür will der Gesetzgeber dann aber eine Betriebserlaubnis,Versicherung,Führerschein und Helm.

Heinz Wäscher am :

Ich bezog mich mit meinem Kommentar auf den Inhalt des § 63a StVZO. Im zweiten Absatz dieses Paragraphen werden die Merkmale, die ein Pedelec rechtlich zu einem Fahrrad machen, beschrieben. Anmerkung: die Leichtmofa-Ausnahmeverordnung vom 26. März 1993 weist in ihrem § 2 extra darauf hin, dass das Tragen irgendeines Helms beim Fahren mit Leichtmofas, für die man als nach März 1965 Geborene/-r einen Befähigungsnachweis in Form einer Prüfbescheinigung benötigt, nicht erforderlich ist. Welche Merkmale ein durch Elektroantrieb bzw. Verbrennungsmotor angetriebenes Leichtmofa aufweist wird im Anhang dieser Ausnahmeverordnung beschrieben. Manchmal habe ich als Aussenstehender den Verdacht, dass Polizeibeamte (m/w) bei der Kontrolle von Kfz, die auf den ersten Blick wie Fahrräder aussehen, eine Tabelle dabeihaben müssen um sicherzugehen, dass das betreffende Fahrzeug und der ggf. beim Fahren zu tragende Schutzhelm auch den richtigen, jeweils relevanten Rechtsvorschriften zugeordnet werden können. Der sog. SEGWAY hat übrigens auch eine eigene Verordnung (Mobilitätshilfenverordnung - MobHV) spendiert bekommen - aber das nur am Rande zur Information.

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