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Bedarf an ambulant betreuten Wohnplätzen

„In Remscheid stehen derzeit für Menschen mit einem pflegerischen Bedarf 1.054 vollstationäre Pflegeplätze zur Verfügung. Bereits aufgrund der ... weiterhin überdurchschnittlich hohen Auslastung der Remscheider Heime lässt sich ein ... Mangel an Pflegeheimplätzen erkennen, obwohl die Platzzahl in den letzten Jahren bereits ausgeweitet wurde. Einige Remscheider Pflegeeinrichtung führen aufgrund dessen Wartelisten“, heißt es in einer Verwaltungsvorlage zum örtlichen „Altenplanung“, die Ausschüssen des Rates und Beiräten im Januar und Februar zur Beratung vorliegt. .

Bei der Berechnung des Bedarfes an vollstationären Pflegeplätzen legt die Stadt Remscheid seit dem Jahr 2010 die im Rahmen der amtlichen Pflegestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) ermittelten Versorgungsquoten der ab 80jährigen in der stationären Pflege zugrunde, „da diese Altersgruppe die fast ausschließliche Nutzergruppe der stationär Gepflegten darstellt und in den kommenden Jahren sowohl absolut als auch anteilig wachsen wird“. Dagegen sinke/stagniere die absolute Zahl der jüngeren Altersgruppen in der vollstationären Pflege: „Unter 80jährige Menschen werden in den Pflegeheimen inzwischen nur noch selten versorgt.“

Bei der Bedarfseinschätzung sei das seit Jahren bestehende Überangebot in benachbarten Städten / Kreisen mit zu berücksichtigen: „In der Vergangenheit fiel die tatsächliche Nachfrage in Remscheid geringer als der berechnete Bedarf aus. Die berechneten Werte stellten daher eine obere Bedarfsgrenze der in Remscheid benötigten Plätze dar.“ Auch seien in Remscheid aktuell 68 Wohneinheiten in Wohngruppen / Wohngemeinschaften eine Alternative zu einer stationären Pflegeeinrichtung, was den Bedarf an stationären Pflegeheimen ebenfalls mindere. Bei der Zukunftsprognose werde zwar eine gleich bleibende Inanspruchnahme unterstellt. Doch diese könne sich künftig verändern  – z.B. durch eine Abnahme der Anzahl von Pflegepersonen aus dem familiären Umfeld, einen Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements, einen Anstieg des Pflegebedarfes von Menschen mit Migrationsgeschichte und aus anderen Kulturkreisen, die Entwicklung weiterer ambulanter Pflegewohnformen oder die Rahmenbedingungen für die Betreuung und Pflege in Privathaushalten.

Zitat aus der Mitteilungsvorlage: „Der rechnerische Bedarf an stationären Pflegeplätzen in Remscheid beträgt derzeit bis zu 1.322 Plätze. Der Bedarf steigt bis zum Jahr 2020 auf bis zu 1.473 Plätze an. Bis zum Jahr 2025 sinkt er dann wieder leicht auf bis zu 1.448 Plätze ab. Anschließend wird er bis zum Jahr 2030 deutlich auf voraussichtlich bis zu 1.336 benötigte Pflegeplätze absinken. Dem aktuellen Bedarf von bis zu 1.322 Plätzen steht derzeit ein Bestand von 1.054 Plätzen im gesamten Stadtgebiet gegenüber. Jedoch werden ... bis 2020 weitere neue Pflegplätze in neuen Pflegeeinrichtungen oder durch Umbaumaßnahmen entstehen. Damit werden 1.240 Plätze vorhanden sein und den aktuellen Bedarf rechnerisch fast decken.“

Differenziert nach den vier Stadtbezirken stelle sich die aktuelle Situation bis zum Jahr 2020 im vollstationären Bereich unterschiedlich dar:

  • Alt-Remscheid: 555 Plätze Bedarf bei 615 Plätzen (zukünftigem) Bestand und 35 ambulanten Wohnplätzen d.h. deutliches Überangebot von 95 Pflegeplätzen
  • Remscheid-Süd: 277 Plätze Bedarf bei 239 Plätzen Bestand und 24 ambulanten Wohnplätzen, d.h. Fehlbedarf von 14 Pflegeplätzen
  • Lennep: 300 Plätze Bedarf bei 264 Plätzen Bestand, d.h. Fehlbedarf von 36 Pflegeplätzen
  • Lüttringhausen: 190 Plätze Bedarf bei 122 Plätzen (zukünftigem) Bestand und neun ambulanten Wohnplätzen, d.h. Fehlbedarf von 59 Pflegeplätzen

In der Vergangenheit fiel die tatsächliche Nachfrage in Remscheid daher immer geringer aus als der berechnete Bedarf. (...) Von daher sind Angebot und Nachfrage in Remscheid aktuell weitgehend ausgeglichen, wenn die bereits geplanten Baumaßnahmen umgesetzt werden. Ein Engpass deutet sich jedoch zwischen den Jahren 2020 und 2025 an. Die Anzahl der ab 80jährigen wird in diesem Zeitraum nach der aktuellen Bevölkerungsprognose kurzzeitig deutlich ansteigen. Insbesondere im Jahr 2020 wird der vollstationäre Platzbedarf bis zu 1.473 Pflegeplätze betragen. Hieraus ergibt sich ein kurzzeitiger rechnerischer zusätzlicher Platzbedarf von bis zu 165 Plätzen. Dieser Platzbedarf wird sich aufgrund der dann bis 2030 ... abnehmenden Anzahl der ab 80jährigen in etwa auf das Niveau des Jahres 2017 wieder deutlich verringern (um 137 der 165 Plätze). Angebot und Nachfrage werden dann wieder ... ausgeglichen sein. Aufgrund dessen ist eine Aufstockung der vollstationären Plätze über das bisherige Maß hinaus für den nur kurzzeitig entstehenden Platzbedarf ... nicht sinnvoll. Es besteht kein Bedarf für weitere stationäre Pflegeeinrichtungen in Remscheid. (...)Vielmehr ist zur Abdeckung des kurzzeitigen zusätzlichen Platzbedarfes zwischen den Jahren 2020 und 2025 eine Ausweitung der ambulant betreuten Wohnplätze angezeigt – vorrangig in den Stadtbezirken Lüttringhausen, Lennep und Remscheid-Süd“.

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