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Schulpolitik im neuen Orchestersaal der Waldorfschule

Im neuen „Orchestersaal“ der Rudolf-Steiner-Schule Remscheid tagte gestern erstmals der städtische Schulausausschuss. Besonders die hölzerne Dachkonstruktion des Saales beeindruckte die Kommunalpolitiker. Dort tagt normalerweise nicht nur das Schulorchester, sondern dort findet auch der Musikunterricht statt. Auf beides sei die die Raumakustik ausgelegt, berichtete vor der Sitzung Udo Clemens, der Geschäftsführer des Träger- und des Fördervereins der Waldorfschule. In der zweiten und dritten Klasse besteht die Möglichkeit, erste Erfahrungen auf einem Streichinstrument zu machen und das gemeinsame Musizieren in der sogenannten Streicherklasse zu erfahren. Diese Orchestererfahrungen können die Schüler später im Vor-, Mittel- und Oberstufenorchester einbringen, in der Schulband und/oder im Chor. Sie haben zudem die Möglichkeit, an einer der beliebten jährlichen Orchesterfahrten teilzunehmen und darüber hinaus in der „Orchesterbegegnung" in den Austausch mit anderen Schulen zu kommen. Umgekehrt gastieren auch Orchester anderer Schulen in Bergisch Born und fördern dadurch außerschulische Kontakte und das Interesse an der Musik.

Die 1027 Waldorfschulen in 64 Ländern feiern in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen der Waldorf-Bewegung. Die Remscheider Schule besteht seit September 1986. Der Unterricht begann damals mit 39 Kindern in der 1. und 2. Klasse. ihre Pforten. Jährlich wuchsen die Schülerzahl und auch das Kollegium (heute hat die Schule 60 Mitarbeiter/innen), was bald einen ersten Erweiterungsbau erforderlich machte, den Pavillon, der über viele Jahre den benachbarten Kindergarten „Zaunkönig", später die 1. und 2. Klasse und nun die Offene Ganztagsschule beherbergt. Bald platzte auch dieser Raum aus den Nähten, so dass ein Baubeschluss für den endgültigen Schulbau, der kein Provisorium mehr sein sollte, anstand. Der heutige Neubau Schule bietet zusammen mit dem Altbau 13 Klassen mit den dazugehörigen Fach- und Nebenräumen Platz. Die Schule führe Jungen und Mädchen (derzeit sind es insgesamt 420) von der 1. Grundschulklasse bis zum Abitur, betonte Clemens.

1919 gründete Rudolf Steiner die erste Waldorfschule in Stuttgart. Inhalte und Methoden der Waldorf­pädagogik beruhen auf seinen Erkenntnissen über die Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Diese Methoden zeitgemäß anzuwenden und weiterzuentwickeln, seine Anregungen aufzugreifen und fortzuführen, bezeichnet die Schule in Bergisch Born als ihre Aufgabe: „Dabei steht immer die individuelle Persönlichkeit des Kindes/des Jugendlichen im Mittelpunkt unseres Bemühens. Seine persönlichen Anlagen zu bestmöglicher Entfaltung zu bringen ist unser Ziel. Der Unterricht ist nicht einseitig auf Wissensvermittlung ausgerichtet; verstandesmäßige, kreative, künstlerische und sozialer Fähigkeiten sollen gleichmäßig entwickelt werden“.

Die Eltern der Schule sind in den Schulalltag eingebunden (Schulessen), beteiligen sich aber auch an der Finanzierung der Schule. Der Jahresetat des Förderverein liege bei 600.000 Euro, berichtete Udo Clemens gestern.

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Chronist am :

Der Orchestersaal wurde akustisch in Anlehnung an das Dortmunder Konzerthaus in der einen Hälfte als Probenraum für das Orchester ausgerichtet und in der anderen Hälfte auf die Bedürfnisse eines Musikunterrichtsraumes abgestellt. Der Orchestersaal begeisterte auch schon außerhalb der Schule mit seiner Akustik anlässlich einer Chor-Aufführung des neu gegründeten Vereines „Voicemble“ aus Remscheid im September 2018.

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