Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Gut, dass der Kardinal sich in Remscheid nicht blicken lässt

Die heutige Pressemitteilung von Ingo Klein, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Lennep,  klingt unverfänglich: „Ökumene in Remscheid – Katholische Theologen zu Gast beim Pfarrkonvent des Evangelischen Kirchenkreises Lennep. Die monatliche Zusammenkunft der PfarrerInnen im Evangelischen Kirchenkreis Lennep unter dem Vorsitz von Superintendent Hartmut Demski hat diesmal das Schwerpunktthema "Ökumene vor Ort". Am Montag, 29. Oktober, von 15 bis zirka 16.20 Uhr werden neben etwa vierzig evangelischen PfarrerInnen auch Stadtdechant Thomas Kaster und die katholischen Pfarrteams aus dem Stadtgebiet Remscheid im Vaßbender-Saal neben der Evangelischen Stadtkirche am Ambrosius-Vaßbender-Platz erwartet. Im Anschluss an die Veranstaltung um zirka 16.20 Uhr feiern die TheologInnen gemeinsam einen etwa halbstündigen ökumenischen Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche Remscheid.“ Aber da gibt es ja auch noch einen Zusatz: „Zu diesem Gottesdienst sind alle MedienvertreterInnen herzlich eingeladen! Es besteht danach Gelegenheit zum Gespräch und zum Foto.“ Da liegt nicht von ungefähr die Vermutung nahe, dass es sich nicht nur um einen gemeinsamen Gottesdienst evangelischer und katholischer Pfarrer handeln wird, sondern um ein klares Bekenntnis zur Ökumene, fast schon um eine Demonstration.

Denn die Schlagzeilen in der Lokalpresse sind noch druckfrisch: „Katholiken in Wut“, titelte heute der RGA. Und die Bergische Morgenpost war nur wenig zurückhaltender: „Ökumene – Katholiken begehren auf“. Sodann ist von einem Offenen Brief an den Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner die Rede, in dem Dr. Erwin Bürgel, der Vorsitzende des Dekanatsrates der 28.000 Remscheider Katholiken Meisners Entscheidung kritisiert, morgendliche ökumenische Gottesdienste an Sonn- und  Feiertagen zu untersagen. Das Verbot konterkariert ökumenische Gemeindefeste. Nach dem Fest, das die katholischen Gemeinden St. Josef und St. Suitbertus am 16. September gemeinsam mit ihren benachbarten evangelischen Gemeinden feierten, hatte die katholischen Pfarrer in Remscheid die Anordnung ihres Kölner Kirchenoberen erreicht,  auf solche ökumenischen Gottesdienste künftig zu verzichten. Seitdem sind viele Katholiken auf den Kardinal noch weniger gut zu sprechen, als sie es ohnehin vorher schon waren.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Chronist am :

Dankbar für die Solidarität „der evangelischen Brüder und Schwestern“ zeigte sich beim evangelischen Pfarrkonvent der katholische Stadtdechant Thomas Kaster: „Die Ökumene lässt sich nicht auf Null herunterfahren. Egal, wer das versucht, wird damit auf Dauer keinen Erfolg haben. Gott ist mit uns, davon bin ich überzeugt!“ Gleichwohl wird es nach der Anordnung des Kölner Erzbischofs künftig keine ökumenischen Gottesdienste am Sonntagvormittag geben. Denn gegenüber der Kirchenleitung in Köln will Kastner nicht auf Konfrontationskurs gehen. Superintendent Hartmut Demski hatte dafür Verständnis. „Aber was geht im Rahmen der Ökumene, das werden wir versuchen!“ Denkbar seien beispielsweise gemeinsame Tauferinnerungsgottesdienste.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!