Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Januar 2009: Der Waterbölles blättert zurück

Am 25. Oktober 2007 hatte der Rat der Stadt beschlossen, zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Bücherei Lüttringhausen zu schließen. Doch im Januar 2009 kam die W.i.R.-Fraktion mit dem Vorschlag heraus, die geplante Einsparung in Höhe von 115.000 Euro/Jahr (103.000 Euro Personalkosten + 12.000 Euro Miete) durch andere Einsparungsmaßnahmen zu erwirtschaften so die Außenstelle zu erhalten, etwa durch bürgerliches Engagement der „Lütteraten“. So konnte die Stadtbücherei schließlich gerettet werden.

Eine neue Autobahn-Raststätte in der Nähe von Burscheid machte vor zehn Jahren Schlagzeilen. Damit die Autobahnraststätte Remscheid bestehen bleibe, müssten sich Verwaltung und Politik gemeinsam ins Zeug legen, hatte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein bereits im Oktober 2007 betont. Merke: Der Landesbetrieb Straßenbau NRW suchte immer noch nach einem Gelände für einen neuen Rastplatz, speziell für Lkw. Denn aus der Tank- und Raststätte zwischen Leverkusen und Burscheid (Geilenbach/Oberlanscheid) wurde nichts.

Einen interessanten Beitrag zur Geschichte des Bahnhofs in Lennep schrieb im Januar 2009 der Lenneper Heimatforscher Wilhelm R. Schmidt für den Waterbölles. Am 1. September 1868 war die Teilstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn von Barmen-Rittershausen über Ronsdorf, Lüttringhausen und Lennep nach Remscheid in Betrieb genommen worden.

Im Januar 2009 wurde bekannt, dass die drei katholischen Pfarreien St. Andreas in Bergisch Born, St. Bonaventura in Lennep und Hl. Kreuz in Lüttringhausen zum 1.1.2010 zu fusionieren beabsichtigen und fortan den Doppelnamen „St. Bonaventura - Hl. Kreuz“ tragen werden. Und so geschah es denn auch. Von den 116.263 Einwohnern Remscheids war vor zehn Jahren jeder vierte (27.582) katholisch.

Zu einem Brand in der Hauptgeschäftsstelle der Stadtsparkasse wurde die Berufsfeuerwehr am 5. Januar 2009 gerufen. Bei Arbeiten mit einem Trennschneidgerät an Keller in Brand gesetzt einem Abfallschacht im 5. Obergeschoss hatte sich im Keller Papierabfall entzündet. Der Rauch dieses Feuers durchzog nahezu alle Etagen. Der Abfallschacht wurde von oben mit Schaum befüllt und das Papier im Keller so gelöscht.

Sein 30-jähriges Bestehen war dem Remscheider Behindertenbeirat im Januar 2009 eine Feier mit Gästen aus Politik, Verwaltung und Sozial- und Behindertenorganisationen. Bestandteil des Festaktes mit Flötengruppe der Lebenshilfe und Rollstuhltanzkreis war ein „Markt der Möglichkeiten“, an dem mehr als 20 Sozial- und Selbsthilfegruppen teilnahmen.

Dass sich der städtische Migrationsausschuss als Problemlöser verstehe, betonte im Januar 2009 der Vorsitzende Luigi Costanzo. Der „Ausschusses für Migrationsfragen“, so damals der offizielle Name, wolle den Dialog mit den Zuwandererfamilien und den Vereinen in den Stadtteilen intensivieren, kündigte er an. Insbesondere wolle er auf die Migrantenvereine zugehen. Auch den Umbau der Stadtteile mit hohem Migrantenanteil wolle der Ausschuss begleiten und fördern. Der Migrationsausschuss verstehe sich sowohl als politischer Ausschuss als auch als Kümmerer, als „Problementdecker und -löser“, betonten damals die Ausschussmitglieder Waltraud Bodenstedt (WiR) und Regine Frielingsdorf (FDP).

Als absurd bezeichnet im Januar 2009 die Fraktionssprecherin der Remscheider Grünen, Beatrice Schlieper, die Vorstellung von Ministerpräsident Rüttgers (CDU), Konjunkturhilfen nur für noch nicht geplante Projekte bereitzustellen. „Gerade Remscheid kann dieses Geld gut gebrauchen: für energetische Gebäudesanierung, für das Gewerbegebiet Remscheid-Lennep, für die Schulen, zur Verbesserung der Infrastruktur – also für die Verwirklichung geplanter Projekte, die auf der Prioritätenliste stehen und die bislang unter der prekären Finanzlage litten. Keinen Sinn macht es dagegen, „neue Projekte eigens für das Konjunkturpaket zu ersinnen“, empört sich die grüne Kommunalpolitikerin. „Wer solches fordert, sorgt letztlich dafür, dass die Kommunen ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler kommen. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Sanierung der Schulen wird nicht gefördert, dafür absurde Ideen wie etwa eine Skihalle auf dem Hohenhagen.“

Ein Abbruchbagger wühlt sich im Januar 2009 in das alte Konsum-Gemäuer am Rosenhügel. Das Gebäude der Remscheider Genossenschaft „Einigkeit“ diente früher als Verkaufsraum, Lager und Versammlungssaal; es stand seit 15 Jahren leer. Eine weitere Aufwertung durch einen Drogeriemarkt erfuhr vor zehn Jahren die Königstraße in Hasten: Zwischen dem ehemaligen Discounter „Komet“ und der Zufahrt zum Parkplatz eines Getränkemarkts und der beiden Discounter von Lidl und Edeka wurde damals mit dem Bau eines „DM-Drogeriemarkt. Apotheker Günter Stromann sah darin allerdings keine Standortsicherung des örtlichen Einzelhandels. Der Grundstücksvermieter hatte sich gegen ihn und für DM entschieden. Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein machte damals klar: „Wenn dann Verdrängungswettbewerb stattfindet, ist das freie Marktwirtschaft!“

Einer Fälscherbande kam die Polizei im Januar 2009 bei einer Durchsuchungsaktion mit 60 Polizeibeamten in 18 Objekten in Remscheid (15), Hagen, Willich und Duisburg (jeweils 1) auf die Schliche. Dabei wurde u.a. in Remscheid eine „Fälscherwerkstatt“ gefunden, in der vorwiegend italienische Ausweispapiere hergestellt worden waren. Die 16 Mitglieder der Bande sollen die gefälschten Ausweise für Kaufverträge über Elektroartikel und Haushaltsgeräte genutzt haben bzw. zur Einrichtung von Bankkonten mit EC-Karten.

Dass die Verbindungsstraße zwischen der Papenberger Straße und der Bismarckstraße nach der slowakischen Partnerstadt Prešov benannt wird, entschied im Januar 2009 der Hauptausschuss.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!