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Meine Meinung: Remscheid, Stadt der Ankündigungen

Jochen Hartenstein.von Jochen Hartenstein

Als gebürtiger, überzeugter Remscheider, hier aufgewachsen, zur Schule gegangen, bei der Stadtsparkasse Remscheid in leitender Stelle in Rente gegangen und seit nunmehr 50 Jahren ehrenamtlich im RTV, später im SBR und im Sportausschuss tätig, habe ich mir so meine Gedanken über die Zukunft unserer liebenswerten Stadt gemacht. Nicht mehr für mich, aber für meine Kinder und Enkel, von denen ich hoffe, diese meine Heimatstadt nicht verlassen zu wollen oder besser zu m ü s s e n. Als interessierter Zeitungsleser und Beobachter der im Stadtrat und anderen Gremien getätigten Diskussionen fällt mir Folgendes auf: Ankündigungen, Ankündigungen! Wo aber bleiben die für uns Bürger sichtbaren Ergebnisse?

Ich möchte bei der Zukunft der heimischen Wirtschaft beginnen: Wer erinnert sich noch an die Diskussionen um das „Gewerbegebiet Blume“? Großes Gelände, bestens gelegen an der Autobahn A 1 mit eigener Auffahrt, für Remscheider Verhältnisse relativ eben. Also geradezu ideal für ein neues, notwendiges Gewerbegebiet. Der starke „Heimatbund Lüttringhausen“, dessen damaliger Vorsitzender sich wohl an seinem ehemaligen Arbeitgeber „rächen“ wollte, verhindert – neben Anderen - eine einmalige Chance für wirtschaftlichen Aufschwung und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Remscheid. Versagen der Politik?

Dann wird über die „Erdbeerfelder“ in Richtung Bergisch Born diskutiert. Verkehrstechnisch gute Lage; auch relativ eben, aber eben (noch) nicht vollständig im Eigentum der Stadt. Wie geht es hier weiter? Frage an Politik und Verwaltung. Wenn dies nicht gelingen sollte, gehen wir also ein Stück weiter in Richtung Bergisch Born, dem sogenannten „Gleisdreieck“. Prima Idee mit den Städten Hückeswagen und Wermelskirchen zusammen zu arbeiten! Aber Gespräche mit den Noch-Eigentümern des Geländes werden angeblich nicht geführt! Versagen der Politik und Verwaltung?

Bleiben wir in Alt–Remscheid. Die Diskussion über die „Neugestaltung der Alleestraße“  und die „Wiedereröffnung für den Verkehr“ ist fast so alt wie ich. Wohl wissend, wie schwierig  die Verhandlungen mit den diversen Eigentümern auch sind, ich möchte Erfolge sehen! Der Kämpfer, Ralf Wieber von der „ISG“, tut mir persönlich leid. Erhält er genügend Unterstützung von Politik und Verwaltung?

Der nahe gelegene „Ebert–Platz“ gehört mit in dieses Kapitel. Hört auf zu diskutieren und entscheidet! Es kann nur besser werden. Mit in diesen Innenstadtbereich gehört das ehemalige „Kipper–Gelände“. Ich war noch im Dienst der Stadtsparkasse Remscheid als über eine sinnvolle Nutzung in dieser zentralen Lage diskutiert und verhandelt wurde. Erst jetzt, 15 Jahre später, scheint sich eine Lösung anzubahnen. Schnell, oder zu langsam?

Die Rückseite des Rathauses soll – so will ich hoffen – neu gestaltet werden. Hoffentlich bald! Wir besitzen ein wunderschönes Rathaus von vorne. Aber wehe, ein Auswärtiger sieht sich das Gebäude von hinten an. Pläne gibt es, ich warte sehnsüchtig auf die Verwirklichung.

Dann haben wir noch den „Stadtparkteich“. Viele Mitbürger und Ehrenamtliche kämpfen für dessen Erhalt. Zu Recht! Er ist ein Naherholungsort mit langer, langer Tradition. Gibt bitte jetzt „grünes Licht“, damit sich bald wieder viele Bürger daran erfreuen können.

Ein weiteres Thema ist das „Freibad Eschbachtal“. Das älteste in Deutschland, wunderschön gelegen, nicht nur von Remscheidern genutzt, ein Kleinod, welches es zu erhalten gilt. Ein Antrag auf Förderung zur Verbesserung der Infrastruktur ist meines Wissens gestellt. Hoffentlich ist die gewünschte Höhe von neun Millionen Euro nicht zu hoch gegriffen. Und hoffentlich auch mit den notwendigen Argumenten. Dem Förderverein um Stefan Grote und uns Bürgern ist es zu wünschen!

Bleiben für mich noch andere Angelegenheiten: Zum Beispiel das geplante „Sportzentrum Hackenberg“. Klar, seine Entstehung ist abhängig von der Verwirklichung des „DOC“. Wer hat eigentlich zu verantworten, dass die laufenden Prozesse so lange dauern? Hoffentlich springt der Investor nicht in letzter Sekunde noch ab! Gibt es dann einen „Plan B“ für das in die Jahre gekommene und weitgehend marode „Röntgenstadion“? Mir ist Derartiges nicht bekannt.

Was wird eigentlich aus den Vorhaben des Privatinvestors Leo Schönhals? Eine sinnvolle Aufstockung des „Woolworth–Gebäudes“ wäre für die Alleestraße doch fördernd und wünschenswert. Noch schöner fände ich es, wenn er seine Vision in Richtung „Markt“ verwirklichen könnte. Aus meiner Sicht war es seinerzeit schon ein Fehler, dem „Allee–Center“ nicht  gleichzeitig ein Gegenpol am Markt zu schaffen. Dort möchte der Privatinvestor nun gegensteuern. Er hat meines Erachtens jede Unterstützung von Politik und Verwaltung verdient!

Was mich freut: Es gibt wieder ein Kino in Remscheid! Unser OB hat es als „Meilenstein“ für unsere Stadt genannt. Recht hat er: Nur wer hat es verwirklicht? Ein Privatinvestor in relativ kurzer Zeit. Über die Frage: Wie lange es mit der Stadt und deren Verwaltung gedauert hätte, möchte ich im Nachhinein nicht nachdenken. Ich freue mich einfach über das Ergebnis.

Alle Welt spricht im Moment über die „Digitalisierung“. Ich gebe gerne zu, die Zusammenhänge nicht voll zu verstehen. Aber ich lese im RGA, im Vergleich zu anderen Kommunen liegen wir knapp unter den 150 vergleichbaren Städten, während sich Wuppertal und Solingen unter den ersten 50 bewegen. Verschlafen wir auch auf diesem Gebiet unsere Zukunft? Ich kann dies im Detail nicht beurteilen, aber für mich drängt sich die Frage auf, was meine Kinder und Enkel zu dieser Entwicklung später einmal sagen werden.

Zum Abschluss noch ein Thema, welches mich lächeln lässt: Von verschiedenen Seiten wird für unsere Stadt ein „Radwegenetz“ gefordert. Toll! Diejenigen, die solches fordern, sollten die Nutzung der bestehenden Radwege auf der „Schützen- und Wilhelmstraße“ einmal zählen. Aus eigener Anschauung weiß ich, hier ist manchmal wochenlang nicht ein einziger Radfahrer zu sehen. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Eine Vernetzung der „Werkzeugtrasse“ mit der „Balkantrasse“ – oder auch mit Solingen und Wuppertal – halte auch ich für wünschenswert. Aber ein Radwegenetz für „Gesamt Remscheid“ ???

Diese „Meine Meinung“ wollte ich zunächst nur in der nächsten „RTV–Info“ publizieren. Aber ich glaube, dass auch weitere interessierte  und kritische Bürger von diesen Tatsachen Kenntnis nehmen sollten. Ich meckere nicht, ich möchte lediglich erreichen, dass öffentlich diskutiert wird und aus den An k ü n d i g u n g e n endlich auch etwas „G r e i f b a r e s“ wird. Wie gesagt: Nicht für mich, sondern für meine Kinder und Enkel!

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Kommentare

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Heinz Wäscher am :

Die vermeintlichen Radwege in der Schützen- und Wilhelmstraße sind gar keine - es handelt sich hierbei um sog. Schutzstreifen am Fahrbahnrand erkennbar an der Markierung in Form durch gestrichelte Linien (Verkehrszeichen 340). Zusätzlich sollten zur leichteren Erkennbarkeit in regelmäßigen Abständen noch Piktogramme in Form eines Fahrrades vorhanden sein. Wer möchte kann ja einmal nachschauen, ob diese Piktogramme in Remscheid nicht zufällig „vergessen” worden sind. Und gemeinerweise wurden diese Schutzstreifen in Remscheid genau so angelegt, dass Rad Fahrende in einem vermeintlich sicheren Bereich am Fahrbahnrand geführt werden, in dem die Gefahr durch sich öffnende Türen an parkenden Kfz am größten ist.

Peter Maar am :

Herr Hartenstein hätte sich besser vorher einmal sachkundig gemacht, bevor er mir in unverschämter Weise unterstellte, ich hätte mich an meinem früheren Arbeitgeber Stadt Remscheid "rächen" wollen. Warum sollte ich mich bei meinem Dienstherrn rächen, der mich in 40 Dienstjahren für die Stadt Remscheid auf Grund meiner Leistungen immerhin fünf Mal beförderte? Meine Beweggründe für eine Ablehnung der Planungen stützten sich ausschließlich auf Belange des Landschafts- und Naturschutzes und der Stadtbildpflege. Das Gewerbegebiet Blume haben weder der Heimatbund Lüttringhausen noch meine Person verhindert. Verhindert haben es alle privaten Grundstückseigentümer, die ihr Land für ein Gewerbegebiet nicht verkaufen wollten und letztlich das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen. Dieses erklärte die Bauleitplanung der Stadt Remscheid für das Gewerbegebiet für "nichtig". Nicht "Rachegelüste" verhinderten folglich das Gewerbegebiet Blume, sondern der Rechtsstaat.

Norbert Landen am :

Das ist ja eine tolles Duo. Zwei die sich im Rentnerdasein beharken. Sehr geehrte Herren Maar und Hartenstein. Vorschlag:Setzen Sie sich zusammen und arbeiten Sie die Liste von Herrn Hartenstein ab. Und das Ergebnis mailen Sie an den Waterbölles.

Klaus Mathies am :

Man sollte immer sachlich bleiben. Wenn aber das „Urgestein wie Hartenstein“ derartige, ja man muss schon sagen Anschuldigungen gegen die Verwaltung loslässt und poltert, ist das seine Meinung, die man nicht teilen muss. Man kann über die Verwaltung und den Rat meckern, aber dieser Rat ist von uns Bürgern in seiner bunten Vielfalt gewählt worden. Wenn Herr Hartenstein selbst in die Politik gegangen wäre, könnte er heute mitbestimmen und nicht nur jammern. Alles das ist nicht passiert, er ist wahrscheinlich nicht mal in einer Partei, aber mit im Vorstand des Sportbund Remscheid. Meckern aus einer Position die kaum Gewicht hat. Wenn wir als Bürger mit dem Rat und den Personen nicht einverstanden sind – die nächste Wahl kommt. Wir als Bürger haben es in der Hand. Gelebte Demokratie kann man hautnah in Remscheid miterleben, wenn man will. Ich habe gewählt, vertraue der Verwaltung und den Ratsmitgliedern, ob Männlein oder Weiblein der unterschiedlichsten Parteien die ich mit dem Wahlzettel gewählt habe. Also bitte nicht nur das Negative sehen. Sondern auch das Positive. Und davon gibt es eine ganze Menge. Blue Sky für Remscheid, wird schon.

Otto Mähler am :

Ich hätte mir gewünscht, Herr Hartenstein hätte sich in der Kommunalpolitik betätigt, um bessere Einsichten zu haben. Ist vergessen worden, dass wir jahrelang am Hungertuch hingen, fast keinen finanziellen Spielraum hatten und nur durch massives Sparen jetzt wieder etwas Spielraum ( investiv ) haben? Selbst mit eigenen Mitteln zu Förderprogrammen sah es schlecht aus. Wollen wir denn jetzt, wo etwas Spielraum ist, alles überm Knie zerbrechen? Wir wollen etwas schaffen, was mehr als zehn Jahre Bestand hat. Dazu zählt halt eine genaue Planung. Wer meint denn wirklich, dass der Handel aufblüht, wenn wir mit dem Auto über die Alleestraße fahren können? Mir geht es auch manchmal zu langsam, aber auch unseren OB weiß, wie lang die Wege oft sind. Die meisten Ratsmitglieder gehen ihrem Beruf nach und opfern viel Freizeit; sie wissen, was Bürgernähe bedeutet. Und außerdem darf ich daran erinnern, dass einiges schon vollbracht ist oder ansteht, z.B. Kino, Campus Honsberg, Berufskolleg, Rathausrückbau und natürlich DOC (was hoffentlich kommt). Mit der Werkzeugtrasse sind wir auf einem guten Weg, mal nicht mit der Politik vorneweg, sondern mit Vereine und dem Heimat-Programm des Landes.

Norbert Landen am :

Es ist schon gut, dass Herr Mähler weiß, was Bürgernähe bedeutet. Die Rats- und Bezirksvertreter in Lennep wissen es nicht. Was in Lennep mit seinen Baustellen geschieht, ist eine - gelinde gesagt - Unverschämtheit. Und die politischen Vertreter lassen die Bürger mit diesem Zustand allein.

Ursula Wilms am :

Die Zukunft ist zur Zeit sehr schnell und schlägt einen Haken nach dem anderen. Was gestern geplant wurde, will morgen keiner mehr realisiert sehen. Mit anderen Worten: Ihre Enkel werden froh sein, wenn diese Planungen nicht sämtlich umgesetzt werden.

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