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Linke hoffen auf gute Ideen aus der Armutskonferenz

„Nach einem deutlichen Rückgang während der 1990er-Jahre existieren laut Schätzungen der BAG Wohnungslosenhilfe in Deutschland heute wieder mehr als 335.000 Wohnungslose, darunter 29.000 Kinder und minderjährige Jugendliche. 39.000 Menschen leben, dem Dachverband der Wohnungslosenhilfe zufolge, auf der Straße. Darunter befinden sich freilich immer weniger Berber oder Trebegänger, wie die „klassischen“ Obdachlosen genannt wurden. Stattdessen steigt die Zahl der Mittelschichtangehörigen, von (Solo-)Selbstständigen, Freiberuflern und akademisch Gebildeten, die gewissermaßen ‚in die Gosse‘ abrutschen.“ Das schrieb der Armutsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler an der Universität zu Köln, am 15. Februar 2016 im Waterbölles unter der Überschrift „Mehr und mehr Obdachlose aus der Mittelschicht“. Auf Einladung des Kreisverbandes Remscheid der Linken referierte er am 17. Februar 2016, in der Zentralbibliothek über „Armut in einem reichen Land“. Jetzt hat ihn der Kreisverband erneut nach Remscheid eingeladen – zur 1. Armutskonferenz, die am Samstag, 9. Februar, von 10 bis 14 Uhr im Neuen Lindenhof stattfinden wird. Mit dabei auch Mathias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Linken im Deutschen Bundestag.  Rund 20 Experten aus verschieden Bereichen der Stadtverwaltung und der freien Wohlfahrtspflege in Remscheid haben ihr Kommen bereits zugesagt. Dazu gehört auch Sozialdezernent Thomas Neuhaus.

Geplant ist ein „World-Café“, in dem an vier Tischen („Stühlerücken“ nach einer gewissen Zeit durchaus erwünscht) über Kinderarmut, Jugendarbeitslosigkeit, Altersarmut und Wohnungslosigkeit diskutiert werden soll unter der jeweiligen Moderation von Karl-Richard Ponsar vom Kinderschutzbund Remscheid, Ralf Barsties von der Arbeit Remscheid gGmbH, Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin des  (Paritätischen Wohlfahrtsverband, Kreisverband Remscheid, sowie Ute Schlichting, Leiterin des Fachbereichs "Wohnungsnotfallhilfen“ der Caritas Remscheid. Dabei hoffen Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat der Stadt, seine Stellvertreterin Brigitte Neff-Wetzel und Fraktionsgeschäftsführer Axel Behrend darauf, dass sich die Diskutanten, Fachleute wie interessierte Bürger/innen, nicht allzu lange mit (bekannten) Problemen aufhalten, sondern sich um konkrete Lösungsansätze bemühen werden, bezogen auf Remscheid. Denn die sollen später in die kommunalpolitische Arbeit der Fraktion einfließen.

Dabei wird auch das Bildungs- und Teilhabegesetz eine Rolle spielen. Das verspricht Kindern aus Familien, die finanzielle Hilfen (Transferleistungen) des Jobcenters erhalten, auf Antrag Zuschüsse wie beispielsweise für Schulfreizeiten und Mitgliedsbeiträge zu Sportvereinen. Aber, so Neff-Wetzel: „Bis Gelder fließen, müssen die Eltern erst einen Moloch von Formularen meistern!“ Dabei erhielten sie zwar Unterstützung durch Schulsozialarbeiter, gleichwohl werde des Gesetz landesweit nur von elf Prozent der Berechtigten in Anspruch genommen. Mit zwei Ausnahmen: Den Städten Hagen und Münster sei es gelungen, „die Bürokratie auszuhebeln“; dort liege die Erfolgsquote bei 90 Prozent. Darauf habe sie Sozialdezernent Neuhaus kürzlich im Sozialausschuss aufmerksam gemacht, und dieser habe zugesagt, nähere Auskünfte einzuholen. Brigitte Neff-Wetzel auf der gestrigen Pressekonferenz ihrer Partei zur bevorstehenden 1.Armutskonferenz: „Die Verwaltung hätte sich schon früher nach solchen Best-Practice-Beispielen erkundigen können. Aber vielleicht führt ja unsere Konferenz jetzt zu guten, praxisorientierten Ideen!“

Für die Armutskonferenz haben die Remscheider Linken den großen Saal des Lindenhofs reserviert. Um besser planen zu können, bitten sie um Anmeldungen unter Kreisverband DIE LINKE.Remscheid, Schützenstraße 62, 42853 Remscheid. Tel. RS 4604254, Fax RS 95137 31, E-Mail info@dielinke-remscheid.de.

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