Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Tierfreunde kümmern sich um verwilderte Katzen

von Deta Kirchner (Straßenkatzen Remscheid)

Hier unsere Pressemitteilung anlässlich unseres Einsatzes für eine mögliche Katzenschutzverordnung in Remscheid und der Präsentation unserer Arbeit am 5. Februar im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt Klimaschutz und Ordnung. Uns geht es um die Verhinderung von Katzenelend in unserer Stadt. Während auf den Straßen und In den entlegenen Ecken der Hofschaften die Fortpflanzungszeit der verwilderten Hauskatzen beginnt, wollen die Aktiven des Projektes „Straßenkatzen Remscheid" in Kooperation mit dem Tierschutzverein für Remscheid und Radevormwald e.V. die Remscheider Politiker über ihre Arbeit aufklären und deutlich machen, wie wichtig eine Katzenschutzverordnung für Remscheid ist. Mit einem klaren Ziel: Katzenelend verhindern!

Vielen Remscheidern ist überhaupt nicht bewusst, wie viele verwilderte Katzen es in Remscheid gibt und wie viele Ehrenamtier schon seit Jahren gegen das Elend der Tiere und ihre weitere Vermehrung kämpfen. Mit Unterstützung der Remscheider SPD steht das Thema „Katzenschutzverordnung" nach drei Jahren endlich wieder auf der Tagesordnung einer Ausschusssitzung und wird durch die Aktiven des Straßenkatzen-Projektes und die Leiterin des Remscheider Tierheimes, Andrea Reitzig, ausführlich erläutert und mit Erfahrungsberichten und Fakten aus Remscheid untermauert werden. Schon jetzt wird deutlich, dass die Remscheider CDU das Engagement der SPD für eine mögliche und längst überfällige Katzenschutzverordnung nicht unterstützt, sondern deren Notwendigkeit sogar anzweifelt, (siehe Anfrage der CDU: http://ratsinfo.remscheid.de/sessionnet/bi/to0040.php?__ksinr=2758). Fakt ist aber, dass die überwiegende Mehrheit der Städte rund um Remscheid – leider noch mit Ausnahme von Wuppertal und Solingen – bereits eine Katzenschutzverordnung implementiert und damit positive Erfahrungen gesammelt hat. Zu nennen sind hier beispielsweise der Oberbergische Kreis, Leverkusen sowie Köln und Düsseldorf.

Wir werden versuchen, so viele Remscheider Tierfreunde wie möglich zu aktivieren, um ihr Interesse an einer Katzenschutzverordnung im Rahmen der öffentlichen Sitzung im Remscheider Rathaus gegenüber den Politikern der Stadt zu verdeutlichen. Vor drei Jahren war das Thema „Katzenschutzverordnung" kurz und knapp abgehandelt worden. Doch die gesammelten Zahlen & Erfahrungen der Tierschützer sprechen für sich:

  • Vom 1.1. bis 30.6.2018 wurden 64 Fundkatzen im Tierheim Remscheid aufgenommen. Nur fünf von ihnen wurden vermisst und von ihren Besitzern wieder abgeholt.
  • Im zweiten Halbjahr 2018 blieb es bei rund zehn Prozent Fundkatzen, die Besitzer hatten.
  • Für den Unterhalt der Fundkatzen im Tierheim Remscheid und deren medizinische Versorgung muss die Stadt Remscheid aufkommen.
  • Zwischen 2013 und 2017 wurden allein vom Tierschutzverein Remscheid 95 weibliche und 113 männliche verwilderte Hauskatzen kastriert. Hierzu kommen noch sämtliche Kastrationen engagierter Privatleute und des Projektes Straßenkatzen Remscheid.
  • Die bisher bekannten wildlebenden Populationen verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet: Über Poststraße, Friedrichsstraße, Engelsburg und Henkelshof, über die Gesundheitsstraße, die Intzestraße und die Weststraße bis zum Honsberg und etliche noch nicht erfassten Kolonien. Die Sterblichkeit unter den wildgeborenen Kitten liegt aufgrund mangelnder Ernährung, Inzucht und Krankheiten leider trotz aller Rettungsversuche erschreckend hoch.

Gerne stehen die Aktiven des Projektes „Straßenkatzen Remscheid" und des Tierschutzvereins für Remscheid und Radevormwald e.V. den Kommunalpolitikern bereits in den Tagen vor der Ausschusssitzung für weitere Informationen und Rückfragen zur Verfügung. Am 5. Februar sind wir ab 16 Uhr vor dem Rathaus Remscheid für sie ansprechbar.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Christine Krupp, SPD-Unterbezirksvorsitzende am :

Ich habe selbst zwei Hauskatzen, und es kann nicht sein, dass man verwahrloste Hauskatzen auf den Straßen und in den Wäldern in Elend zurücklässt und sie praktisch auswildert! Da die Fortpflanzungszeit der verwilderten Hauskatzen beginnt, ist eine politische Lösung umso dringlicher. Allein die Fakten machen deutlich, dass eine Katzenschutzverordnung bitter notwendig ist.

Ursula Wilms am :

Selbstverständlich wäre es erfreulich, wenn man das Problem mit dem Ruf nach einer politischen Lösung in den Griff bekommen könnte. Aber manche Probleme entziehen sich dieser Lösung. Selbstverständlich tut Aufklärung Not, aber ebenso finanzielle Unterstützung des Tierheims bei der Kastration und Pflege von Fundtieren, gerade da das Remscheider Tierheim immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat. Ein Zitat aus echo-online.de: "Tierärztin Petra Hillers sieht das Problem an anderer Stelle: "Menschen, die zum Tierarzt gehen, haben in der Regel keine unkastrierten Katzen", so ihre Erfahrung. Die Idee einer Kastrationspflicht findet sie super. Sie erreicht ihrer Ansicht nach aber nicht die wilden Katzenpopulationen und Personen, die nicht das Geld haben, ihre Tiere kastrieren zu lassen. "Da krankt es", so Hillers. Wenn jemand zum Beispiel Hartz IV bezieht, könne er keine 120 Euro für die Kastration einer Katze bezahlen. Hier könnte Hillers sich ein Gutschein-System vorstellen: Bedürftige erhalten eine Marke für die Kastration ihres Tieres, die sie bei einem Tierarzt einlösen können. Den Eingriff werde dann anteilig von der Stadt oder dem Land bezahlt." Wer die wilden Katzenpopulationen wirklich erreichen will, braucht kreative und ehrliche Konzepte und Handlungsstrategien, alles andere ist gutgemeinter Aktivismus.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!