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Café für Obdachlose an der Alleestraße

Auch in Remscheid hat die Armut viele Facetten. Anregungen für ihre politische Arbeit konnten die Remscheider Ratsmitglieder der Partei DIE LINKE am vergangenen Samstag aus den vier „Word-Cafés“ der vierstündigen Armutskonferenz im Neuen Lindenhof mitnehmen. Etwa die Idee von Lern-Räumen in den Stadtteilen für (Schlüssel-)Kinder, deren Elternteile beide berufstätig sind. Oder den Vorschlag, das Tagescafé für Obdachlose von der Schüttendelle in einen Immobilienleerstand an der Alleestraße umziehen zu lassen, um das Problem der Wohnungslosigkeit auf diese Weise unübersehbar zu machen. Mehr dazu im Video des Waterbölles.

Armutsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge und Mathias W. Birkwald, der rentenpolitischer Sprecher der Linken im Deutschen Bundestag, waren die Gastreferenten auf der Armutskonferenz, an der neben zahlreichen Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen der freien Wohlfahrtspflege Remscheids auch interessierte Bürgerinnen und Bürger (in überschaubarer Zahl) teilnahmen, einige Amtsleiter der Stadtverwaltung und Sozialdezernent Thomas Neuhaus.

Armut in einem eigentlich reichen Land? Das gibt es. Alleinstehende, die monatlich weniger als 1.096 Euro zum Leben haben, gelten als arm. „Das größte Risiko, arm zu werden, haben in Deutschland Migrant*innen, Erwerbslose, Menschen mit geringem Qualifikationsniveau, Alleinerziehende und Kinderreiche“, berichtete Mathias W. Birkwald. Von den 13 Millionen Armen in Deutschland habe jeder Dritte Arbeit (mit zu wenig Verdienst), sei jeder vierte in Rente und jeder achte in Ausbildung. Im Dezember 2017 galten in Deutschland 2,8 Millionen Menschen als arm, Tendenz steigend. Aber die monatliche Grundsicherung von damals 811 Euro hätten von den 544.090 berechtigten Senior/innen 60 bis 68 Prozent nicht in Anspruch genommen (aus Scham oder Unwissenheit?). Im Juni  1918 gab es allein in Nordrhein-Westfalen 1.710.000 Hartz IV-Empfänger, 19 Prozent davon Kinder und Jugendliche. Die Forderung des linken Bundestagsabgeordneten: Den gesetzlichen Mindestlohn auf zwölf Euro erhöhen und Ausnahmen von diesem Stundensatz streichen!

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Kommentare

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Peter Lange am :

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat ermittelt, dass im Ausbildungsjahr 2017/2018 nur 20% der Remscheider Unternehmen (Handwerk, Freiberufler, Industrie, Dienstleistung, öffentliche Hand) ausgebildet haben. Auf 100 BewerberInnen kamen nur 89 Ausbildungsplätze. Noch schlechter sähe das Verhältnis aus, wenn nicht so viele Jugendliche studieren würden oder weiter zur Schule gingen. Im Gegensatz zur Passivität vieler Unternehmen beim Thema Ausbildung wird oft von den selben Unternehmen ein Facharbeitermangel beklagt, am liebsten möchte man einerseits nur sogenannte A-Player beschäftigen, sich andererseits aber nicht mit dem Thema Ausbildung "belasten". Hier müssen viele Unternehmen umdenken.

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