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Remscheid nimmt ab, auch die Zahl der Busbenutzer

65 Seiten stark ist der neue Nahverkehrsplan der Stadt Remscheid, der zurzeit in den politischen Gremien diskutiert wird. Den Anfang machten vergangenen Mittwoch die Mitglieder der Bezirksvertretung Alt-Remscheid. Von Herbert Eidam vom Kölner Planungsbüro VIA eG erfuhren die Kommunalpolitiker, was sie schon geahnt hatte: Entsprechend der demografischen Entwicklung (Bevölkerungsrückgang) wird in den kommenden drei Jahren die Zahl der Fahrgäste pro Busfahrt um 1,6 bis 1,8 pro Bus zurück gehen. Um dies kompensieren zu können, benötige der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Remscheid „passgenaue Angebote für Senioren und Schüler“ – auch zur  Steigerung der Wirtschaftlichkeit und zur „Sicherung der Mindestmobilität aller Bevölkerungsgruppen“, betonte Herbert Eidam. „Rechnerisch werden bis 2010 ca. eine Million Fahrgäste pro Jahr weniger erwartet, also statt 20 Millionen nur noch 19!“ Generelles Ziel der ÖPNV-Entwicklung müsse die größtmögliche Förderung des ÖPNV sein. Wobei Eidam die Einschränkung machte „nach Maßgabe der wirtschaftlichen Möglichkeiten“.

Als strategische Teilziele der Nahverkehrsplanung nannte der Kölner Planer die langfristige Sicherstellung der flächendeckenden Erschließung nach vorgegebenen Bedienungsqualitätsstandards, d.h.

  • der Erschließungsqualität, bezogen auf Stadtteile und der Verbindungsqualität, bezogen auf die Verflechtungsachsen zwischen den Stadtteilen und den Nachbarkommunen,
  • ein besser abgestimmtes Angebot von Bus (ÖPNV) und Bahn (SPNV); hier riet Eidam zu einer systematischen Anbindung der Remscheider Bahnhöfe ans Busnetz in einem Taktsystem, das mit dem SPNV kompatibel ist; alle Buslinien im Bereich einer Bahnstation sollen diese auch anfahren
  • die Beibehaltung und Stärkung der Attraktivität Stadtteile verbindender Linien mit einprägsamer Vertaktung (Grundtakt 20 Minuten).

Auch künftig sollten alle Buslinien die Innenstadtachse zwischen Alleecenter und Bahnhof anfahren, empfahl Herbert Eidam. Zur künftigen Flächennutzung auf dem Friedrich-Ebert-Platz, d.h. Umwandlung des Friedrich-Ebert-Platzes in eine Durchgangshaltestelle, gab er zu bedenken, dass diese womöglich unwirtschaftlicher sein könnte, da „pausierende“ Busse dann anderswo abgestellt werden, also mehr Kilometer fahren müssten.

Begrüsst wurde von dem Planer aus Köln die Sicherung der Trasse der ehemaligen Bahnstrecke Lennep – Bergisch Born (–Wermelskirchen / Hückeswagen) als Infrastruktur für Verkehrszwecke gem. Beschluss Hauptausschuss vom 8. Februar 2007. Gefordert wurde von ihm „eine einfache und verständliche Aufbereitung der Informationen zum ÖPNV-Angebot und zum Tarif, um auch Gelegenheitskunden und potenziellen Nutzern den Einstieg in Busse und Bahnen zu erleichtern“. Das müsse zur Regelausstattung aller Haltesteln gehören: Haltestellenname, Liniennummer, Fahrplan; Abfallbehälter, Tarifinformationen, schematischer Liniennetzplan (auch für den NachtExpress), ein Hochbord von 16 bis -18 Zentimetern, Fahrgastwarteflächen (minimal 4,0 m x 2,5 m, Standard 13 m x 2,5 m, beim Einsatz von Gelenkbussen 20 m x 2,5 m), optische und taktile Leitstreifen, Aufmerksamkeitsfeld im Einstiegsbereich, beleuchteter Witterungsschutz und Sitzmöglichkeiten, barrierefreie Zugänglichkeit und barrierefreie Gestaltung der Aushänge.

Um die Nachfrageentwicklung trotz demografiebedingter Rückgänge auf einem mindestens stabilen bis positivem Niveau halten zu können, müssten bestehende Schwächen systematisch beseitigt werden, betonte Herbert Eidam. Damit meinte er nicht das Busnetz – das sei im Wesentlichen nachfragegerecht und attraktiv -, sondern den Ausbau der Haltestellen und die Aufbereitung des Informationsangebots für die Fahrgäste. Als zu niedrig bezeichnete er die Taktfrequenz der Busse in der Siedlung Rath; auch die Angebote Holz und Hütz entsprächen nicht dem Standard.Über Reinshagen schlug er in beide Richtungen eine durchgehende Buslinie nach Burg vor (statt Stichfahrt Linie 653).

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Chronist am :

Der Bauausschuss empfahl heute dem Rat der Stadt, auf der Basis des Nahverkehrsplan bei der Stadtverwaltung ein Handlungskonzept in Auftrag zu geben, das jährlich fortgeschrieben werden soll, Kosten- und Zeitrahm,en eingeschlossen.

Chronist am :

Zur Sitzung des Rates am 13. Dezember hat die SPD-Fraktion beantragt, die Stadtverwaltung möge auf der Basis der Vorschläge des Endberichtes zum Nahverkehrsplan ein Handlungskonzept erarbeiten, jährlich fortzuschreiben und die Kosten und Maßnahmen regelmäßig im Ausschuss für Umwelt, Grünflächen und Ordnungsangelegenheiten sowie im Bau- und Hauptausschuss vorstellen. Begründung: „Aufgrund der knappen finanziellen Mittel der Stadt sollte eine kontinuierliche Berichterstattung und Prioritätenfindung unter Einbindung der zuständigen Gremien erfolgen. Aus Sicht der SPD steht hierbei der Komfort der Nutzerinnen und Nutzer (z.B. durch barrierefreie Einstiege, Wetterschutzeinrichtungen etc.) im Vordergrund.“

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