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Stadtsparkasse behauptet sich als Marktführer

Frank Dehnke, für weitere fünf Jahre vom Rat der Stadt bestätigt als Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Remscheid, sieht das führende Geldinstitut der Stadt auf einem „erfolgreichen Weg der Veränderung“, und das trotz der unverändert herausfordernden Rahmenbedingungen. Das belegte er in der gestrigen Pressekonferenz mit einer Bilanzsumme per 31. Dezember 2018 von 1.610 Millionen Euro (ein Plus gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 von 3,21 Prozent). Diesen Erfolg könnten sich alle 316 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse auf die Fahnen schreiben, betonte Dehnke. Das Geschäftsjahresergebnis entspreche mit einem Kreditvolumen 1.180 Millionen Euro und Vermögensanlagen in Höhe von 1.592 Millionen Euro den Erwartungen. „Außerdem konnten wir unsere Eigenkapitalquote steigern. Damit haben wir unsere starke Marktposition behauptet und sind in Remscheid nach wie vor Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft.“ Dass die Stadtsparkasse das Vertrauen ihrer Kundinnen und Kunden besitze, machte Dehnke auch daran fest, dass  im Geschäftsführ 2018 3.700 aufgegebenen Giro- und Tagesgeld-Konten 4.300 neu angelegte gegenüberstanden.

Mit rund 280 Projekten im letzten Jahr bleibt die Stadtsparkasse Remscheid einer der größten Förderer von gemeinnützigen Projekten vor Ort. Spenden und Sponsoring gab es unter anderem für Schulen, Kindertagesstätten und für Vereine in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Wissenschaft und Bildung. „Uns ist wichtig, die Spenden möglichst breit zu streuen, damit viele gesellschaftliche Bereiche davon profitieren. Wir wissen: Ohne unsere Unterstützung wären viele Projekte nicht zu realisieren“, sagte Vorstandsmitglied Michael Wellershaus. Den jährlichen Spendentopf von 60.000 Euro aus dem Stiftungsvermögen aufzufüllen, ist bei den kaum spürbaren Zinsen auch für die Experten der Sparkasse nicht mehr möglich. Deshalb wird das Spendenvolumen inzwischen mit eigenen Spenden aufrechterhalten. So kann auch in diesem Jahr wieder der „Remscheider Sommer“ gefördert werden.

Auch mit den Kreditgeschäften ist der Sparkassenvorstand zufrieden; man habe alle Kreditwünsche der Kunden erfüllen können, wobei man darauf geachtet habe, dass ein Kreditnehmer seine Zahlungsraten auch werde einhalten können und kein Risiko eingehe. Bei der Baufinanzierung (Neuerwerb, Renovierung, Sanierung Modernisierung.) konnte die Stadtsparkasse in eine Steigerung von rund neun Prozent im Vergleich zu 2017 verzeichnen. Und im ImmobilienCenter wurden Immobilien im Wert von 9,4 Millionen Euro vermittelt.

Auch das Anlagegeschäft florierte, allerdings bei veränderten Schwerpunkten. Weil bei festverzinslichen Anlagen kaum noch eine Rendite zu erzielen ist, wandten sich mehr als früher Geldanleger, die auf Tagesgeldkonten nicht unbedingt schnell und flexibel Geld zur Verfügung haben müssen, den Aktien zu. Nachgefragt werde aber auch der Sparkassenkapitalbrief mit Nachrangabrede. „Der ist mit einem Zinssatz von bis zu 2,25 Prozent für die heutigen Verhältnisse durchaus attraktiv“, sagte Herbert Thelen.

Wer auf einen Schlag mindestens 250.000 Euro anlegen will, kann von der Stastsparkasase Remscheid ebenfalls bedient werden: Über die zum Sparkassenverbund gehörende Vermögensverwaltung VVS der Frankfurter Bankgesellschaft. Es wird ein individuelles Anlegerprofil ermittelt, abgestimmt auf die finanzielle Situation, die Anlegermentalität und die kurz-, mittel- und langfristigen Wünsche der Kunden. 18 Remscheider Sparkassenkunden nutzten im vergangenen Jahr dieses Angebot legten insgesamt 18 Millionen Euro an. Sämtliche Privatkunden der Sparkasse legten in 2018 rund drei Mal so viel Geld an wie 2017.

Wie die Kunden die Dienstleistungen der Sparkasse in Anspruch nehmen, beobachtet der Vorstand sehr aufmerksam. Denn Ausgaben für Service- Angebote, die nicht in Anspruch genommen werden, kann sich in Zeiten, in denen die Bankaufsicht das Eigenkapital der Banken im strengen Blick hat, kein Geldinstitut mehr leisten. Dem entsprechend will die Stadtsparkasse im Laufe dieses Jahres, wie frühzeitig angekündigt, ihr Filialnetz optimieren, d. h. auf sechs Geschäftsstellen und 20 SB-Standorte reduzieren.

  • Die Geschäftsstelle Vieringhausen wird zum 1. April geschlossen. Der dortige Geldautomat sollte zu einem Discounter in der Nähe verlegt werden. Doch dort winkte man ab; ein SB-Geldautomat bringe keine neuen Kunden. Die könnten sich Geld auch an der Ladenkasse auszahlen lassen. Der SB-Automat soll nun am aten Standort erhalten bleiben.
  • Die SB-Geschäftsstellen Bergisch Born, Bliedinghausen, Honsberg und Kremenholl werden zum 31. Mai geschlossen, die auf dem Hasenberg  zum 30. September. Die SB-Geschäftsstelle im Allee-Center wurde zum 30. September 2021 gekündigt. Der Plan in Bergisch Born, den Geldautomaten in die Nähe ALDI-Marktes zu verlegen, ging nicht auf; er bleibt nun am alten Standort.
  • Aus der SB-Geschäftsstelle Markt wird zum 31. Mai ein reiner Geldautomaten-Standort.
  • Der Geldautomat am Lenneper Kreishaus wird am 29. März außer Betrieb genommen.
  • Die SB-Geschäftsstellen Phoemix und Hackenberg bleiben bestehen.
  • Für Honsberg wird derzeit ein neuer Geldautomaten-Standort geprüft.

Herbert Thelen, stellvertretendes Vorstandsmitglied: „Ein Kunde der Stadtsparkasse Remscheid nutzt nach der Statistik nur noch einmal im Jahr eine Filiale, die Internetseite aber hundert Mal und die Sparkassen-App seines Smartphone sogar 200 Mal. Die Kunden möchten ihre Bankgeschäfte heutzutage eben flexibel erledigen!“ Diesem Anspruch trage ein modernes, leistungsstarkes und sicheres Online-Banking Rechnung. „In 2018 gab es über 5,5 Millionen Besuche der Internetfiliale, das entspricht rund 15.300 Besuchen pro Tag. Mittlerweile nutzen etwa 50 Prozent aller Privatkunden das  Online-Banking, im Firmenkundenbereich liegt die Quote bei rund 77 Prozent.“

Eine deutliche Steigerung gab es auch bei den Nutzern der Sparkassen-App, mit der knapp 11.000 Kunden ihre Bankgeschäfte erledigten. „Die Nachfrage nach digitalen Leistungen steigt stetig. Aber die Kundinnen und Kunden wünschen weiterhin bei komplexen Finanzfragen den persönlichen Kontakt“, betonte Thelen am Donnerstag. Dafür biete sich neben dem KundenCenter an der Alleestraße und  den personenbesetzten Filialen in Hasten, Handweise, Lennep und Lüttringhausen vor allem das Kundenservicecenter an, telefonisch erreichbar an sechs Tagen in der Woche an insgesamt 58 Stunden. Im vergangenen Jahr sei dort  rund 110.000 Mal angerufen worden.

Das im letzten Jahr gegründete StartupCenter wird sich in diesem Jahr auch des wachsenden Problems der Unternehmensnachfolge in heimischen Unternehmen annehmen. Vorstandsmitglied Michael Wellershaus: „Wir wollen zu einem erfolgreichen Generationenwechsel in den Betrieben beizutragen.“ Eine Art „Nachfolger-Börse“ ist für den 25. Februar um 19 Uhr in der Zentrale an der Alleestraße geplant.

In der Geschäftsstelle Lennep wird ab 1. März 2019 analog zu den anderen Geschäftsstellen von 12.30 bis 14 Uhr eine Mittagspause eingeführt. Unabhängig davon können die Kundinnen und Kunden selbstverständlich individuelle Beratungszeiten vereinbaren und den Selbstbedienungsbereich nutzen. Ab Juni wird die Geschäftsstelle Lennep (nach Hasten, Lüttringhausen und Handweiser) vier Wochen zur „Azubi-Geschäftsstelle“.

Derzeit hat die Stadtsparkasse  19 Auszubildende (Bankkaufleute, Versicherungskaufleute und IT-Kaufleute). Einen Unterschied zwischen Azubis mit Abitur und solchen mit Mittlerer Reife habe man nicht festgestellt, freute sich Frank Dehnke. „Auch die mit Mittlerer Reife haben die Ausbildung ein halbes Jahr früher erfolgreich beenden können!“ Für dieses Jahr stehen wieder sechs Ausbildungsplätze zur Verfügung. Gleichwohl geht der Sparkassenvorstand von einem weiteren Stellenabbau von zwei bis drei Prozent jährlich aus. „Aber geräuschlos und sozialverträglich, also ohne Kündigungen“, wie Dehnke betonte. Eigenkündigungen von Mitarbeiter/innen gebe es bei der Stadtsparkasse nicht: „Die Quote liegt bei null!“ Das spreche für die Attraktivität der Sparkasse als Arbeitgeber.

 

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Kommentare

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Heinz Wäscher am :

Bei der Aufzählung im Artikel vermisse ich den Hinweis auf die Höhe der Gesamtbezüge des Sparkassenvorstandes. Gemäß des im elektronischen Bundesanzeigers veröffentlichten Jahresabschlusses der Stadtsparkasse zum Geschäftsjahr 2017 (01.01.2017 bis 31.12.2017) beliefen sich die Gesamtbezüge des Sparkassenvorstandes im Geschäftsjahr 2017 auf insgesamt 908.400,00 €. Davon entfielen auf den Vorsitzenden, Herrn Frank Dehnke, 352.300,00 €, Herr Michael Wellershaus erhielt 315.500,00 € und Herr Herbert Thelen durfte sich immerhin noch über 240.600,00 € freuen.

Lothar Kaiser am :

Sie bleiben am Ball, Herr Wäscher. Siehe Ihr Kommentar im vergangenen Jahr unter http://tinyurl.com/y6fedenc. Gut, dass daraus keine Neiddebatte geworden ist wie bei ähnlichen Anlässen oft auf Facebook..

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