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Taller de Casqueria hat mit dem Honsberg einiges vor

Im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau West“ wurden seit 2007 eine Reihe von Konzepte und Maßnahmen erarbeitet – und einige davon auch umgesetzt –, um Funktions- und Strukturmängeln im Stadtteil Honsberg zu begegnen. Es gab Mitteln der Städtebauförderung für ein Integriertes Handlungskonzept, ein intensiver Beteiligungsprozess im gesamten Quartier band zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, etwa in eine Quartierswerkstatt zur „Neuen Mitte Honsberg“, um Gelder zur Städtebauförderung flossen auch in Projekte einzelner Honsberger Bewohner sowie in den Bau des Gemeinschaftshauses „ Neuer Lindenhof“. Und nun soll der Honsberg einen weiteren Impuls-Schub bekommen. Ausgehend von der geplanten Ansiedlung der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFHK) mit dem Studiengang „Produktionstechnik“ und den Aktivitäten von Künstlergruppen wie dem Verein Kulturwerkstatt / Ins Blaue e. V. der in bis dahin unbewohnten Häusern der GEWAG im Honsberger Süden .

Durch Aktionen der Künstler sei die „Montag Stiftung Urbane Räume gAG“ (MUR) und das (vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen getragene) Büro Startklar „Initiative ergreifen“ auf den Remscheider Stadtteil Honsberg seine Potentiale aufmerksam geworden, vermutet man im Rathaus. Stiftung gehört zur Gruppe der Montag-Stiftungen in Bonn und engagiert sich für die gemeinwohlorientierte Entwicklung von sozial und wirtschaftlich benachteiligten Quartieren. „Sie prüft derzeit, ob durch eine Investition im Rahmen des Programms ‚Initialkapital für eine chancengerechte Stadtteilentwicklung‘ ein weiterer wirksamer Entwicklungsimpuls auf dem Honsberg gesetzt werden kann“, heißt es in einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung, die am 7. März auf der Tagesordnung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr steht. In enger Zusammenarbeit zwischen der MUR, der GEWAG und der Stadt Remscheid sei die Idee entstanden, für den Honsberg durch ein externes Planungsbüro „in einem kooperativen Planungsverfahren eine Zukunftsvision entwickeln zu lassen und die notwendigen Schritte zur Umsetzung in einer Quartiersentwicklungsstrategie festzuhalten“, heißt es darin. Es geht gezielt um „besondere Impulse für die Entwicklung des Stadtteils..., die über das bisherige Stadtentwicklungskonzept hinausgehen“. Die Rede ist von einer Erkundungs- und Planungsphase vor Ort (Residenztage) und einer Quartierswerkstatt unter Berücksichtigung von Akteuren / Bewohnern und Organisationsstrukturen auf dem Honsberg  mit dem Ziel, „Ideen zu neuen, ergänzenden wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aktivitäten und Nutzungen“ zu entwickeln.

Der erste Schritt dafür wurde bereits getan, wie die Vorlage verrät: „In einem Vorauswahlverfahren wurde für die Projektleitung „aus drei renommierten Planungsbüros ... mit großer Mehrheit das Büro „Taller de Casqueria“ aus Madrid ausgewählt“.  Dessen Konzept sieht vor, auf dem Honsberg mit Experten aus verschiedenen Bereichen eine "Arbeiterkooperative" aufzubauen, die die Erneuerung des Quartiers und seiner Bauten mitgestaltet, von dieser profitieren und so die Identität des Stadtteils neu prägen soll. Neue Arbeitsplätze sollen geschaffen und so auch neue Einwohner gewonnen werden. Zitat: „ Das Ziel wäre es, unter Einbeziehung der lokalen Kammern, Institutionen und Verbände eine Art ‚Honsberger Gilden‘ zu gründen“. Diese sollen im Stadtteil und darüber hinaus dauerhaft tätig bleiben.

Sobald das Büro von der beauftragt ist, soll es zügig vorangehen. Als Termin für die Residenz-Tage nennt die Verwaltung die Zeit vom 11. bis 18. März. Die Kosten des Verfahrens teilen sich die MUR, die GEWAG und die Stadt Remscheid jeweils zu einem Drittel. Für die Stadt Remscheid entstehen dadurch Kosten in Höhe von 10.000 €. Diese können allerdings aus Stadtumbau-Fördermitteln zu 80 Prozent finanziert werden. Das Ganze ist also für die Stadt kein finanzieller Kraftakt und schon von daher den Versuch wert.

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Kommentare

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Stadt Remscheid am :

Das Planungsteam wird vom 11. bis zum 17. März vor Ort wohnen und dort zusammen mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Initiativen, Vereinen und Institutionen an einer „Honsberg-Strategie“ für die Zukunft des Stadtteils arbeiten. In einer offenen Stadtteil-Werkstatt am 16. März sowie in Fach-Workshops und im Austausch mit den Menschen im Quartier sollen gemeinsam Ideen zu neuen, ergänzenden wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aktivitäten und Nutzungen entwickelt werden.

Chronist am :

Stadt Remscheid Auf einer Pressekonferenz haben gestern Peter Heinze (Technischer Beigeordneter der Stadt Remscheid), Hans-Jürgen Behrendt (GEWAG Remscheid), Dr. Robert Winterhager und Johanna Debik (beide Montag Stiftung Urbane Räume) über das Programm zur Aktionswoche informiert. Am Samstag, 16. März, von 13 bis 18 Uhr werden die Spanier für alle Honsbergerinnen und Honsberger eine offene Werkstatt veranstalten, in der die bis dahin entwickelten Ansätze besprochen werden. Highlight der Aktionswoche soll eine Lichtinstallation sein, die möglichst viele Wohnungen auf dem Honsberg in farbiges Licht taucht und den Stadtteil in den Mittelpunkt der Wahrnehmung rückt.

Lothar Kaiser am :

Das größte Problem in Honsberg seien die vielen Leerstände, meinen die spanischen Experten. Auf diese müsse im Stadtteil und darüber hinaus deutlich aufmerksam gemacht werden. Zitat: „Wir wollen die leeren Punkte des Quartiers – Wohnhäuser, Wohnungen, Gemeinschaftsräume, Außenflächen usw. – klar und deutlich manifestieren. Deshalb schlagen wir eine temporäre Installation vor zur Markierung dieser Objekte, so dass wir ein klares Bild vom leeren Honsberg erzeugen.“ Gedacht ist dabei an „Elemente von beträchtlicher Größe“, etwa große Ballons, die über den Dächern leerer Gebäude schweben, oder Flaggen, die an Masten vor den Fassaden wehen.

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