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Wasservorrat der Großen Dhünn-Talsperre schonen

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Das vergangene Jahr mit seiner lang anhaltenden Trockenphase hat es gezeigt: der Klimawandel ist im Bergischen Land bereits angekommen. Seit Beginn der Aufzeichnungen an der Bever-Talsperre war noch in keinem Jahr der Zeitraum Juli bis November so trocken wie in 2018. Die Talsperren des Wupperverbandes waren durch den nassen Winter 2017/ 2018 zunächst gut gefüllt. Doch sie haben in der Trockenphase viel geleistet, dementsprechend ist ihr Füllstand im Laufe des Jahres 2018 gesunken. Die Hauptsperre der Trinkwassertalsperre Große Dhünn ist zurzeit mit rund 54 Millionen Kubikmetern zu 75 Prozent gefüllt. Trotz großer Niederschlagsmengen im Dezember und Januar füllt sich diese Talsperre langsamer als die Brauchwassertalsperren, z. B. die Wupper-Talsperre.

Die Große Dhünn-Talsperre hat neben der Aufgabe der Wasserbereitstellung für die Trinkwasseraufbereitung auch die Aufgabe, in Trockenzeiten Wasser an die Dhünn abzugeben und somit einen Mindestwasserstand zu gewährleisten. Damit die Talsperre auch für den Fall, dass die kommenden Monate keine ergiebigen Niederschläge bringen, im Frühjahr vor der Absenkphase ausreichend gefüllt ist, hat der Wupperverband in dieser Woche damit begonnen, die Wasserabgabe aus der Talsperre an den Unterlauf der Dhünn anzupassen. Das bedeutet, wenn wenig Regen fällt und der Pegel der Dhünn sinkt, wird der Verband nach wie vor ausreichend Talsperrenwasser an die Dhünn abgeben. Statt bisher 1000 Liter pro Sekunde am Pegel in Leverkusen-Manfort wird die Dhünn 700 Liter pro Sekunde führen. Die Genehmigung, die Wasserabgabe zu verringern, ist zeitlich befristet und gilt jeweils für  vier Wochen. Während dieser Zeit wird der Wupperverband in einem begleitenden Untersuchungsprogramm zweimal täglich an zwei Stellen in der Dhünn Proben nehmen und die Wasserqualität untersuchen.

Durch die Anpassung der Wasserabgabe soll die Schonung des Wasservorrats in der Talsperre mit einer für die Dhünn verträglichen Wasserführung und den Ansprüchen des Flusses in Einklang gebracht werden. An der Bereitstellung des Rohwassers aus der Talsperre an die angeschlossenen Wasserwerke ändert sich nichts. Diese erhalten weiterhin die vereinbarten Kontingente für die Trinkwasseraufbereitung.

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