Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

März 2009: Der Waterbölles blättert zurück

In vollem Gang waren im März 2009 die Bauarbeiten auf dem Südstadtplatz. Absperrungen, ein Abfallcontainer, eine Baustellentoilette und Maschinen prägten das Bild: Noch war nicht zu erkennen, wie der Südstadtplatz an der Bismarckstraße künftig aussehen würde. Dafür stand aber schon fest, dass die Umgestaltung des Platzes 1.006.650 Euro kosten werde. Davon kämen 766.896 Euro aus der Landeskasse, hieß es damals.

"ISAR" vermarktet die Immobilienangebote der Stadt seit März 2009. Darauf machte die Stadtverwaltung damals aufmerksam. „ISAR“, die zehn Jahre alte Internetseite der Stadt, steht für „ImmobilienSuchAnfragenRemscheid“. Anhand verschiedener Kriterien (Preis, Stadtteil) können sich Interessenten seitdem die Immobilienangeboten der Stadt individuell darstellen lassen.
Ein weiteres Internetangebot der Stadt Remscheid: Das „Geodaten-Portal“; hierüber finden sich beispielsweise alle in der Stadt eingesetzten Stolpersteine.

Remscheid ist sicherste Stadt in einer sicheren Region“, war vor zehn Jahren die Botschaft der Polizei Wuppertal bei der Präsentation ihrer Kriminalstatistik 2008. An dieser guten Nachricht hat sich bis heute nichts geändert. Als die Bausteine dieser positiven Bilanz für Wuppertal, Remscheid und Solingen nannte die Kreispolizeibehörde Wuppertal damals gefestigte Sozialstrukturen im sozialen Umfeld sowie ein solides Maß an Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Leistungsfähigkeit und die durchweg gute Polizeiarbeit.

Mehr Betreuung für die ganz Kleinen in den Kitas versprach die Stadtverwaltung bereits im März 2009. In einer Pressemitteilung hieß es damals, „in einem breiten Beteiligungsverfahren“ sei es der örtlichen Jugendhilfeplanung gemeinsam mit den freien Trägern der Jugendhilfe gelungen, die Betreuung von unter dreijährigen Kindern weiter auszubauen. Ab dem 1. August 2009 könnten 410 Kleinkinder in Remscheid einen Kindergarten besuchen, fast 200 mehr als 2007. Damit hat sich die Anzahl der Plätze in den 58 Remscheider Kitas fast verdoppelt. Wie groß der Bedarf an Kita-Plätzen insgesamt war, stellte sich erst später heraus.

Zur Pflegereform des Jahres 2007 äußerte sich der Marathonläufer Arndt Bader, damals stellvertretender Leiter des Willi-Hartkopf-Hauses an der Bliedinghauser Straße und Vorsitzender der AWO Demenzinitiative Remscheid kritisch (Die Zahl der Schwerstkranken in Altenheimen steigt). Diese Reform habe auf der einen Seite zwar mehr Personal für Schwerdemente gebracht (im Verhältnis eine Pflegekraft für 25 Erkrankte), auf der anderen Seite seien aber auch Stellen weggefallen. Bader: „Ergebnis gleich null. Keine Rede von einer nachhaltigen Reform!“ Weiterhin orientiere sich die Pflege „nach Minutenwerten“, ohne die Frage zu beantworten, wie viele Menschen man wirklich für die Pflege von Demenzkranken benötige.

Nur wenige Plätze waren noch frei, als Reinhard Ulbrich beim Presseclub in der Denkerschmette im März 2009 mit Blick auf die Kommunalwahl 2009 die Frage stellte „Wie wird sich Remscheid entwickeln?“ Unterzeile: "Die Parteien stellen ihre Ideen für die Zukunft Remscheids vor". Weder das eine noch das andere wurde so beantwortet, dass die Bürgerinnen und Bürger zwei Stunden später mit einem „Aha-Erlebnis“ nach Hause gehen konnten. In der Rückschau ist also nur der Besucherandrang bemerkenswert. Nach längerer „Auszehrung“ scheint der Presseclub der Denkerschmette inzwischen leider an Desinteresse gestorben zu sein.

Bei einem Einbruch in ein Schmuckgeschäft  am Markt in Remscheid machten unbekannte Täter am 4. Mai 2009 gegen 3.40 Uhr reiche Beute: Aus den offenen Auslagen des Tresens entwendeten sie Gold- und Silberschmuck im Gesamtwert von mehr als 300.000 Euro.

Für 50.000 Euro bot die Deutsche Bahn (DB Station&Service AG) vor zehn Jahren der Stadt Remscheid die Installation einer Videoüberwachung des Bahnsteigs auf dem Remscheider Hauptbahnhof an (zwei Kamera). Bei Übernahme dieser Kosten durch die Stadt sei die Bahn bereit, die Anlage zehn Jahre lang zu betreiben und das Videosignal auf eine Sicherheitszentrale aufzuschalten. Die jährlichen Kosten dafür gab die Bahn mit 5.000 Euro an. Doch die Politiker im Hauptausschuss lehnten dankend ab: Ed reiche, dass die Stadt schon den neuen Aufzug am Bahnhof bezahle müsse.

Nachfolger von Michael Hagemann als Geschäftsführer der Arbeit Remscheid gGmbH wurde zum 1. Juni 2009 Ralf Barsties. Das wurde im März 2009 bekannt.

Im Bauausschuss beantwortete im März 2009 die Verwaltung die Frage der Grünen, ob sich das Gelände der Deponie Solinger Straße für die Errichtung einer großflächigen Solarenergieanlage eignet, abschlägig: Aufgrund der geringen Sonneneinstrahlung in Remscheid und des immensen Kostendruckes durch die hohe Degression der Vergütung für Freiflächenanlagen in den kommenden Jahren sei ein „aus wirtschaftlicher Sicht fragwürdig.“ Und: „Die EWR können im Wettbewerbsmarkt einfach und zu günstigen Marktpreisen regenerativ erzeugte Stromkontingente erwerben“, bräuchten dabei also kein Betreiberrisiko zu tragen.

Denkbar sei aber auch, dass eine GbR, GmbH, Genossenschaft oder ein Verein eine „Bürger-Solar-Anlage“ errichte. Hierbei werde zuvor die Investitionssumme durch den Verkauf von „Wertpapieren“ aufgebracht. „Dieses Modell erfordert eine hohes Engagement und wurde beispielsweise in den Gemeinden St. Ingbert oder Bürstadt umgesetzt. Nach Aussage des Fachunternehmens wäre – je nach Nutzung des restlichen Deponiegeländes – auch eine Kombination mit anderen erneuerbaren Energien denkbar. Eine solche Erweiterung sei jedoch nur sinnvoll, wenn die Energie direkt genutzt oder ebenfalls in das öffentliche Netz eingespeist werden könne.“ - Im Rahmen des Wettbewerbs zur Folgenutzung des Deponiegeländes hatte die Verwaltung vorgegeben, ein bis zwei Hektar für die Einrichtung eines Solarparks einzuplanen.Für angedrohten Amoklauf zehn Tage in den Jugendarrest musste vor zehn Jahren ein Schüler der damals noch existierenden Hauptschule Bökerhöhe. Der 16jährige hatte gegenüber einem Lehrer mit einem Amoklauf in seiner Schule gedroht; dort wolle er mit einer Panzerfaust (Bazooka) „kämpfen“. Der Lehrer hatte den Schüler zuvor zur Rede gestellt, weil er einen Mathematiklehrer beleidigt hatte ("Nazi", "Hurensohn"). Die Staatsanwaltschaft ließ den Jugendlichen festnehmen; und der Jugendrichter am Amtsgericht Remscheid machte wegen Störung des öffentlichen Friedens „kurzen Prozess“, gestand dem Jugendlichen aber zu, die zehn Tagen Jugendarrest nicht sofort, sondern erst in den Schulferien antreten zu müssen.

Mit viel städtischer „Manpower“ gelang im März 2009 an einem einzigen Arbeitstag die Wiederaufforstung der 14.832 Quadratmeter großen Parzelle des Starkparks zwischen „Konzertmuschel“ und Herderstraße, auf der wegen Sturmschäden 2008 240 Bäume hatten abgeholzt werden müssen. Bis aus den vielen Jungppflanten ein echter Wald geworden ist, werden wohl noch viele Jahre vergehen.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!