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Wiens öffentlicher Wohnungsbau vorbildlich

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Um sich ein Bild vom sozialen Wohnungsbau der Stadt Wien zu machen, unternahm Sven Wolf, Landtagsabgeordneter der Städte Radevormwald und Remscheid und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Düsseldorfer Landtag, eine dreitägige Studienreise. Die insgesamt achtköpfige Delegation um den Abgeordneten traf sich dabei unter anderem zu Gesprächen im Wiener Rathaus, etwa mit Vertretern der Schwesterpartei SPÖ, und besuchte den berühmten Karl-Marx-Hof, der das imposante Wahrzeichen des sogenannten „Roten Wiens“ ist. Außerdem besichtigte die Delegation aktuelle Stadtentwicklungsprojekte wie das ca. 85 Hektar große Nordbahnviertel und die für rund 20.000 Menschen konzipierte Seestadt Aspern.

„Der soziale Wohnungsbau hat in Wien eine lange sozialdemokratische Tradition. Bei uns in Deutschland und gerade in Nordrhein-Westfalen erleben wir, dass das Wohnen in den Großstädten an vielen Stellen zunehmend unbezahlbar wird. Ein guter Indikator hierfür ist, welchen Anteil meines Nettoeinkommens ich für das Wohnen ausgeben muss. In Wien liegt dieser Anteil bei rund 13 Prozent, während er sich in den großen deutschen Metropolen jenseits der 20 Prozent befindet und in anderen europäischen Hauptstädten sogar die 40-Prozent-Marke durchbricht.“, erklärte Sven Wolf.

Dies ist allerdings nicht das einzige Indiz für den vorbildlichen Wiener Wohnungsbau. Knapp eine halbe Millionen Menschen wohnen in der österreichischen Hauptstadt in geförderten Wohnungen. Die Stadt verwaltet über 200.000 Gemeindewohnungen, die sich im direkten Eigentum der Stadt Wien befinden. Hinzukommen weitere rund 200.000 Wohnungen von Genossenschaften oder Wohnungsgesellschaften, die ebenfalls öffentlich gefördert sind. Die Miete der geförderten Wohnungen darf dabei nicht über 7,50 Euro pro Quadratmeter liegen. „Das Beispiel Wien zeigt eindrücklich, dass eine gezielte Objektförderung der sinnvollste Weg ist, die Mietkosten auch in einer Großstadt auf einem bezahlbaren oder, wie die Wiener sagen, „leistbaren“ Niveau zu halten. Auch wenn die jetzige Landesregierung keinen großen Handlungsbedarf sieht, brauchen wir dringend eine kluge und nachhaltige Wohnraumförderung. Nicht umsonst fordert meine Fraktion im Landtag unter anderem die Neugründung einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft“, erklärte Sven Wolf. „Hier brauchen wir uns in Remscheid nicht zu verstecken, denn mit unserer inzwischen 100 Jahre alten kommunalen Wohnungsgesellschaft GEWAG sind wir gut aufgestellt. Wie schmerzlich ein solcher Akteur fehlt, merke ich in Gesprächen in Radevormwald. Dort gibt es eine solche kommunale Gesellschaft nicht mehr.“

Die Stadt Wien ist außerdem vorbildlich in der Entwicklung neuer Quartiere im Rahmen der sogenannten „sanften Stadterneuerung“. Hierbei legt die Verwaltung ein besonderes Augenmerk auf eine gute Verkehrsanbindung durch öffentlichen Nahverkehr oder den Mix verschiedener Verkehrsmittel. In der Seestadt Aspern erweiterte man als erste Baumaßnahme die schon bestehende U-Bahnlinie 2, bevor mit der Entwicklung des Quartiers begonnen wurde. „Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner der Seestadt Aspern sollen dazu animiert werden, kurze Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen. Der direkte, sichtbare Weg durchs Quartier ist ein Weg ohne Auto. Ergänzt wird das Konzept durch moderne Ideen der Stadtentwicklung, wie Freiflächen, serielles Bauen, pfiffige Architektur. Zudem werden Grundstücke und Bauträger im Rahmen von Wettbewerben zusammengebracht.“, berichtete Sven Wolf.

Um neu entstehende Quartiere mit Leben zu füllen, greife Wien ebenfalls zu klugen Konzepten. So schaffe die Stadt als erstes neue Freiflächen oder öffentliche Plätze, um dem neuen Quartier von Anfang an ein ansprechendes Gesicht zu verleihen. Auch die Ansiedlung im für die Außenwirkung so wichtigen Erdgeschoss werde nicht dem Zufall überlassen. Ein Konsortium miete hierfür anfänglich zentral sämtliche Ladenflächen und vermiete diese dann weiter, um so Einfluss auf Miethöhe und Besatz zu haben. Der kleine Friseur müsse weniger zahlen als die große Supermarktkette. Außerdem setzen die Planer auf Vielfalt und Abwechslung. So werde zumindest am Anfang versucht, Leerstände zu vermeiden und die Erdgeschosse abwechslungsreich zu gestalten.

„Die Idee zu dieser Studienreise entstand, als ich vor einigen Monaten meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Kommunalkongress in Berlin berichtete. Dort durfte ich den früheren Oberbürgermeister von Wien, Dr. Michael Häupl, und den Fraktionsgeschäftsführer der SPÖ im Rat und Landesparlament in Wien, Dr. Andreas Höferl, kennenlernen. Das Angebot, bei einem Besuch in Wien den Austausch fortzusetzen, nahm ich gerne an. Danach haben meine Mitarbeiter Simon Geiß und Jeremias Düring ein tolles Programm auf die Beine gestellt“, erklärte Sven Wolf.

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