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Viele blaue Lichter für Honsbergs lebendige Zukunft

Taller de Casqueria hat mit dem Honsberg einiges vor“, kündige der Waterbölles am 18. Februar an. Durch Aktionen von Künstlergruppen wie dem Verein Kulturwerkstatt / Ins Blaue e. V. in bis dahin unbewohnten Häusern der GEWAG im Honsberger Süden waren die „Montag Stiftung Urbane Räume gAG“ (MUR) und das (vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen getragene) Büro Startklar „Initiative ergreifen“ auf den Remscheider Stadtteil Honsberg seine Potentiale aufmerksam geworden und hatten – nach einem Ausschreibungsverfahren das spanische Architektenbüro „Taller de Casqueria“ beauftragt, nach einer Quartierswerkstatt mit Akteuren / Bewohnern für den Ortsteil „Ideen zu neuen, ergänzenden wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aktivitäten und Nutzungen“ zu entwickeln. Es geht gezielt um „besondere Impulse für die Entwicklung des Stadtteils..., die über das bisherige Stadtentwicklungskonzept hinausgehen“. Das Projekt ist zu 80 Prozent aus Stadtumbau-Fördermitteln finanziert. Die Stadt Remscheid mit 10.000 Euro beteiligt.

Am vergangenen Sonntagabend kamen die drei Planer von Taller de Casqueria ( Jorge Sobejano, Selina Feduchi und Álvaro Molins) auf dem Honsberg an, bezogen ihr Quartier und arbeiten seitdem in Ateliers der Künstlergruppe „Ins Blaue“ im Haus Halskestraße 26. Und gestern trafen sie sich dort mit dem Technischen Beigeordneten Peter Heinze, Dr. Robert Winterhager, Projektentwickler der Montagsstiftung Urbane Räume, Wiltrud Willing von der GEWAG und dem für die Montagsstiftung arbeitenden freien Stadtplaner Kai Dietrich, der schon seit sechs Monaten auf dem Honsberg unterwegs ist.

Bis zum 16. März wird das Planungsteam gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Initiativen, Vereinen und Institutionen eine „Honsberg-Strategie“ für die Zukunft des Stadtteils erarbeiten. Initialzündungen? Sicher aber eine Zukunftsvision. Dafür will das spanische Team seiner Rückkehr in Madrid sorgen. Am Honsberg soll diese dann am 6. Mai der Öffentlichkeit präsentiert werden. Erfahrungen mit ähnlichen Projekten hatten die Stadtplaner zuvor bereits in Marl, Bottrop und Berlin gesammelt.

Von ihnen stammte auch die Idee zu der temporäre „Glühbirnenbörse“: In der Honsberger Straße 18b können alle Honsberger Haushalte seit Montag ein blaues LED-Leuchtmittel für eine große kollektive Lichtinstallation abholen, die für den kommenden Samstag, 16. März, geplant ist, und dabei mit dem Planungsteam Ideen austauschen. Davon sei bereits rege Gebrauch gemacht worden, berichtete gestern Dr. Robert Winterhager: „150 blaue Birnen als Botschaft, dass der Honsberg eine Zukunft hat, haben wir schon verteilt. 450 sind noch zu haben!“  Viele Bürger/innen, die sich offenbar schon früher Gedanken zur Zukunft  des Stadtteils gemacht hätten, seien mit Anregungen in die „Glühbirnenbörse“ gekommen. Das bestätigten auch die spanischen Planer und zeigten sich „überrascht über Spontaneität und Offenheit. Wir fühlen uns in diesem Gesprächen willkommen!“ Spürbar sei eine große Erwartungshaltung, die Hoffnung auf mehr junge Leute (Studenten der neuen Fachhochschul-Dependance?) im Viertel, aber auch die Sorge, nach Bäckerei, Metzgerei und Kneipen auch noch den letzten Arzt und Apotheker zu verlieren.

Interessierte können sich bis zum Samstag vor einer blauen Leinwand mit ihrer ganz persönlichen Zukunftsvision vom Honsberg auf Video aufnehmen lassen. Die Botschaften werden gesammelt und am Samstagnachmittag in der Quartiers-Werkstatt, einem großen Ideenbasar, in der Turnhalle der ehemaligen Grundschule Honsberg präsentiert. Bisheriger Eindruck der Fachleuteaus Spanien: „Für die Bewohner ist das Leben auf dem Honsberg jetzt schon besser aus des Image des Viertels außerhalb!“

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Chronist am :

Die neue Honsberg-Strategie des Büro Taller de Casquería steht: Interessierte sind herzlich für Montag, 3. Juni, von 18 bis 20 Uhr in den Neuen Lindenhof, Honsberger Straße 38, eingeladen. An diesem Abend stellt das Büro Taller de Casquería seine neue Strategie für den Stadtteil vor. Die Stadt Remscheid, die Montag Stiftung Urbane Räume gAG und die GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid hatten das Büro Taller de Casquería aus Madrid mit der Entwicklung einer Quartiersstrategie für den Honsberg beauftragt. Im März hatte das spanische Büro eine Woche auf dem Honsberg gewohnt, vier Workshops durchgeführt und Erkenntnisse gesammelt. Nach seiner Rückkehr nach Madrid erarbeitete das Planungsteam die Leitlinien der Honsberg-Strategie. Im Mittelpunkt stehen die Chancen einer behutsamen, sozialen und von den Menschen vor Ort getragenen Stadtteilentwicklung. Vermeintliche Schwächen wie beispielsweise die isolierte Lage auf einem Höhenrücken zwischen zwei Tälern werden von Taller de Casquería als Chance erkannt. So würden mehr junge Menschen ein naturnahes Wohnumfeld mit günstigeren Mietpreisen den überlaufenen Großstädten vorziehen. Auf dem fruchtbaren Boden bezahlbaren Raumangebots und einer offenen und engagierten Stadtteilgesellschaft könnten neue Modelle des Zusammenlebens, des Arbeitens, Lernens und Kunstschaffens entstehen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die infrastrukturelle Anbindung stimmt.

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