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Jana Schrage folgt auf Gabriele Koch

Dr. Jana Schrage mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Foto: Lothar Kaiser

Als neue Führungskraft im Fachdezernat Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport stellten Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Sozialdezernent Thomas Neuhaus am Mittwoch Dr. Jana Schrage vor. Die 38-Jährige hat zum 1. März als Nachfolgerin von Gabriele Koch, die zum Jahresende 2018 in den Ruhestand ging, die Leitung des städtischen Fachdienstes „übernommen. Die ausgebildete Polizistin mit achtjähriger Einsatzzeit in Hamburg war nach Abschluss ihres Psychologiestudiums mit Promotion zuletzt als Schulpsychologin im Oberbergischen Kreis tätig.

Die Kosten der Jugendhilfe explodieren bundesweit. Da macht Remscheid keine Ausnahme. Deshalb komme es darauf an, frühzeitig vorbeugend zu wirken. „Die Psychologen und Sozialarbeiter müssen ansprechbar sein und selbst so genannte Problemfälle ansprechen“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz bei der gestrigen Vorstellung der neuen Leiterin der Psychologischen Beratungsstellen der Stadtverwaltung. Damit aus kleinen Problemen erst gar keine großen werden, dürfte dabei die Botschaft gewesen sein. In Krisenprävention kennt sich Dr. Jana Schrage in zweifacher Hinsicht aus – als Schulpsychologin, aber auch als frühere Kommissarin im Streifendienst der Hamburger Schutzpolizei.

Die zwei Abteilungen
der Psychologischen
Beratungsstelle
der Stadt Remscheid

Die Erziehungs- und Familienberatung (ein Psychologe, eine Psychologin und drei Sozialarbeiter) unterstützt, wenn der Lebensmittelpunkt des Kindes in  Remscheid (Schule) liegt,

  • Eltern in allen Fragen zur Erziehung und Entwicklung ihrer Kinder, bei familiären Konflikten, bei Trennung und Scheidung und zu Fragen des Umgangsrechtes. Aktuell: Kurs für Eltern von Vorschulkindern: Elterntraining
  • Jugendliche zu Fragen des Erwachsenwerdens und der Verselbstständigung.
  • ErzieherInnen / Fachkräfte bei Fragen zum Umgang mit anvertrauten Kindern und Jugendlichen.

Die Schulpsychologische Beratung drei Schulpsychologen) unterstützt, wenn Remscheider Kinder vor Ort die Schule besuchen,

  • Eltern bei allen Fragen zum Thema Schule und Lernen.
  • SchülerInnen bei Problemen im Schulalltag (Mobbing, Lernschwäche, Hochbegabung).
  • LehrerInnen bei Fragen des Unterrichts, des Klassenklimas und der kollegialen Zusammenarbeit (Umgang mit Inklusion).
  • Schulleitungen bei schulorganisatorischen Herausforderungen und Krisenmaßnahmen.

(Kontakt über das städtische Gesundheitshaus, Hastener Straße 15, Tel. RS 163660.)

Als Schulpsychologin hätte Dr. Jana Schrage sicherlich auch im flachen Hamburg eine Stelle gefunden. Doch es zog sie zurück in die Heimat mit ihren hügeligen Wäldern. Zumal sich bei der Stadt Remscheid die Chance für diesen beruflichen Neubeginn als Elternteilzeitvertretung im Schulpsychologischen Dienst für anderthalb Jahre bot, vom 1. Oktober 2014 bis zum 1. März 2016. Dabei lernte sie das „motivierte Team“ kennen, dessen Leiterin sie nun ist.

Weil die Stadt Remscheid ihr damals im Anschluss nur eine Teilzeitstelle hatte anbieten können, war sie als Schulpsychologin (Landesbeamtin) zum Oberbergischen Kreis nach Gummersbach, hatte den Kontakt zur Stadt Remscheid, insbesondere zu Gabriele Koch aber weiter gepflegt. Denn eine Leitungsstelle zu übernehmen, habe sie gereizt. Nachdem die Stelle von Koch intern und extern ausgeschrieben worden war, habe sie sich beworfen.

„Wir hatten damals insgesamt sieben Bewerberinnen“, berichtete am Mittwoch Thomas Neuhaus. Und Frau Schrage hat uns überzeugt; sie bringt alles mit, was wir uns vorgestellt haben!“ In jüngster Zeit hatte Neuhaus gleich mehrere Führungsstellen in seinem Dezernat neu besetzen müssen. „Und ich kann sagen, wir hatten dabei eine echte Glücksträhne!“

„Wie überall, kommen Krisen auch in Schulen vor“, räumte Dezernent Thomas Neuhaus ein. Und dass es eine gewisse Hemmschwelle in der Bevölkerung gebe, die Psychologische Berat7ungsstelle der Stadt in Anspruch zu nehmen. Aber durch niederschwellige Beratungsangebote in den örtlichen Familienzentren sei diese Schwelle zum Glück leicht zu überwinden, zumal dieses Angebot kostenlos und diskret sei: „Die Schweigepflicht gilt für alle Mitarbeiter der Beratungsstelle in sehr hohem Maße!“

Geboren wurde Jana Schrage 1980 in Breckerfeld. In Halver verlebte sie ihre Kinder- und Schulzeit. Nach dem Abitur ging sie zur Fachhochschule der Polizei nach Hamburg, die sie als Diplom-Verwaltungswirtin abschloss. Es folgten fünf Jahre bei der Hamburger Polizei. Dann wollte die Kommissarin sich weiterentwickeln, kündige und begann ein Psychologie-Studium am der Hamburger Universität. Danach dann auch noch gleich die Promotion. Thema der Doktorarbeit: Wie sich eigene Fehler im zwischenmenschlichen Bereich leichter korrigieren lassen. Das Verhalten von Menschen habe sie schon immer interessiert, bei der Polizei beispielsweise das Verhalten von Gruppen bei Demonstrationen, und ganz allgemein die Arbeit mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Schichten.

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