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Seit 40 Jahren kritischer Mahner und Ideengeber

Als Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in jungen Jahren seinen Zivildienst in den Bielefelder Bethel-Anstalten machte, erlebte er versperrte Türen und Fenster, die kaum zu öffnen waren. „Ich war entsetzt über den Umgang mit geistig behinderten Menschen“, erinnerte er sich gestern im Minoritensaal der Lenneper Klosterkirche, wo der Remscheider Beirat für die Belange behinderter Menschen feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feierte. Bei seiner Gründung 1979 hieß er noch „Behindertenbeirat“. „Das Bild hat sich zum Glück verändert“, sagte der OB. „Heute geht es darum, unsere Gesellschaft gleichermaßen für Menschen mit und ohne Behinderung zu gestalten!“ Das Ziel des Beirats sei der Abbau von Barrieren,  nicht nur baulich, sondern auch in den Köpfen der Menschen.

Angefangen mit der Forderung vom 5. Februar 1979 nach einem barrierefreien Zugang zum Gesundheitshaus („Hat bis heute nicht richtig geklappt, soll aber im geplanten Rathausanbau endlich kommen“, so der OB) befasste sich der Beirat im Laufe der Jahre mit vielen örtlichen bauliche und strukturelle Barrieren und deren Behebung. Mast-Weisz: „Es ging um die Absenkung der Bürgersteige, um Rollstuhlfahrern die Mobilität zu erleichtern, um die Einrichtung und Reservierung von Behindertenparklätze, die Schaltung der Ampelanlagen und die Schaffung eines Leitsystems für Blinde und Sehschwache.“ Hierzu habe die Stadt zusammen mit  Remscheid mit dem Behindertenbeirat ein Konzept entwickelt, dass sich andere Städte zum Vorbild genommen hätten.

Weiter erinnerte der Oberbürgermeister an Diskussionen um die Barrierefreiheit in  öffentlichen Gebäuden und Bildungseinrichtungen. „Den Aufzügen in Remscheid wurde das Sprechen gelernt, und der Einbau von Fahrstühlen in den Kitas ist heute eine Selbstverständlichkeit!“ Bei einer inklusiven Stadtplanung sei die Mitwirkung des Beirates inzwischen selbstverständlich. „Zum Beispiel an der Gerhart-Hauptmann-Straße. Dort ist ein Wohnprojekt mit neun Wohnungen für Einzelpersonen und Paare entstanden, deren Familien mit Recht auf ein eigenständiges Leben ihrer Kinder pochten.“

Stadtplanung umfasse heute alle Lebensbereiche, die Interessen aller Menschen, betonte der OB. Folglich melde sich der ehrenamtliche Beirat nicht nur bei Bauprojekten als kritischer Mahner und Ideengeber zu Wort, sondern auch bei den Themen Bildung, Betreuung, soziale Gerechtigkeit, Sport und vieles mehr. „Gerade das Thema der Inklusion an Schulen hat den Beirat intensiv beschäftigt. Er stellt sich den neuen Herausforderungen und gesellschaftlichen Entwicklungen und lebt dabei vom Engagement seiner Mitglieder und seiner Vorsitzenden Frederike Pohl!“ Diese hatte die Festgäste begrüßt, darunter Karl-Josef Laumann, den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, und wurde nach der Mittagspause von Ralf Noll interviewt, zusammen mit dem städtischen Behindertenbeauftragten Ralf Krüger. Zusammen mit den Wortbeiträgen von Minister Laumann und Dr. Edwin Behrens kristallisierte sich das Bild eines Gremiums heraus, dessen Ziel sich mit dem Stichwort „Inklusion“ umschrieben lässt: „Nicht die Menschen mit Behinderung müssen sich anpassen, sondern wir müssen unsere Stadt so entwickeln, dass sie die Belange aller Menschen umfassend berücksichtigt und einbezieht!“

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