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DGB will seine Positionen stärker herauszustellen

Der Stadtverband Remscheid des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), in dem die Gewerkschaften GEW, NGG, GdP, Verdi und IG Metall vertreten sind, zählt knapp 10.000 Mitglieder (davon 7.000 IG-Metaller) und stellt damit „in der Stadt eine starke politische Kraft dar“. Das betonte in einer Pressekonferenz in der IGM-Geschäftsstelle am Friedrich-Ebert-Platz Peter Lange. Er war im Januar vorigen Jahres zum neuen Vorsitzenden des DGB-Stadtverbandes Remscheid gewählt worden. Lange ist seit 35 Jahren Mitglied der IG Metall. Er sieht „in der gegenwärtig politisch unübersichtlichen Zeit die Verpflichtung, die Positionen des DGB in der Öffentlichkeit stärker als bisher herauszustellen. Auch will er die DGB-Jugendarbeit in Remscheid intensivieren: Denn: „In den vergangenen Jahren ist bei jüngeren Menschen das Wissen über Gewerkschaften, Betriebsratsarbeit, Mitbestimmung laut Betriebsverfassungsgesetz doch stark zurückgegangen bzw. schon nicht mehr vorhanden. „ Dabei sei die betriebliche Mitbestimmung „ein unglaublich wichtiger Bestandteil unseres demokratischen Staates und ein prägendes Merkmal unserer Gesellschaft“. Zurzeit werde gemeinsam mit dem DGB in Düsseldorf ein Konzept erarbeitet, das die Schulen in diesem Themenkomplex unterstützen soll. „Sobald es steht, werden wir auf die Schulen zu gehen und es vorstellen“, so Peter Lange.

Für den DGB im Bergischen Städtedreieck werde die Transformation der Arbeit (Digitalisierung, künftige Mobilität usw.) in diesem Jahr ein wichtiges Thema sein, kündige Peter Lange an. Die DGB-Stadtverbände Wuppertal, Solingen und Remscheid hätten dazu für den 16 November einen Workshop mit Experten im Haus Müngsten vereinbart. Ein wichtiges Thema bleibe abervauch die Ausbildung. Dass in Remscheid zurzeit nur ca.22 Prozent der Unternehmen selbst ausbilden – also ca. 78 Prozent n i c h t –  bezeichnete der DBG-Stadtverbandsvorsitzende als ein „sehr bemerkenswertes Phänomen vor dem Hintergrund des von Vertretern der Wirtschaft immer wieder beklagten Fachkräftemangels“. Im Ausbildungsjahr 2017/2018 kamen in Remscheid auf 717 Ausbildungsplätze 805 BewerberInnen. Lange: „Wie sähe das Verhältnis aus, wenn nicht so viele Jugendliche studieren würden oder weiter zur Schule gingen?!“

In diesem Jahr hat der DGB für den 1. Mai, Tag der Arbeit, das Motto ausgegeben „Europa. Jetzt aber richtig! Auf die Straße für ein gerechtes und solidarisches Europa“.  Lange: „Der DGB bekennt sich nachdrücklich zu Europa!“ Wirtschaftlich profitiere Deutschland enorm von der EU: „Jährlich gehen knapp 60 Prozent unserer Exporte in EU-Länder; fast 30 Prozent der deutschen Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt vom Export ab. Außerdem werden auch in Deutschland viele EU-Gelder eingesetzt – zum Beispiel als Hilfen für ländliche Regionen, für Beschäftigungsprogramme und konkrete Unterstützung wie etwa im DGB-Projekt ‚Faire Mobilität‘.

Zum Demonstrationszug unter Musikbegleitung treffen sich die Teilnehmer am Mittwoch, 1.Mai, um 10 Uhr (nach dem Gottesdienst in der St. Suitbertus-Kirche, der um 9 Uhr beginnt) vor der ev. Stadtkirche am Markt. Abmarsch des Demonstrationszuges ist gegen 10.15 Uhr. Um 11 Uhr beginnt die Kundgebung auf dem Theodor-Heuss-Platz mit der Begrüßung durch Peter Lange. Es folgt das Statement eines Aktivisten bzw. eine Aktivistin von „Friday`s for future“. Lange dazu in der Pressekonferenz: „Der Stachel, dass die jüngste Schüler-Demo vor dem Rathaus die Kundgebung der Gewerkschafter zum ersten Mai in den Schatten gestellt hat, sitzt natürlich tief. Wir haben uns als Stadtverband kurzfristig dazu entschlossen einer Vertreterin bzw. einen Vertreter der Initiative am 1. Mai eine Plattform zu bieten, um ihre Vorschläge, Forderungen und Ideen zum Klimawandel vorstellen zu können.  Fortschrittliches Denken verbindet uns. Hier stehen künftig sicherlich einige interessante Diskussionen an.“

Sebastian Hartmann, SPD-Lanbdesvorsitzender NRW, spricht am 1. Mai in RemscheidDanach ist das Grußwort von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz vorgesehen. Der  diesjährige Hauptredner am 1. Mai ist Sebastian Hartmann (MdB/Foto rechts), Vorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen. Der gebürtige Oberhausener (Fan und Mitglied des FC Schalke 04) lebt seit seiner Kindheit in Bornheim-Sechtem (Rhein-Sieg-Kreis I) und ist seit Juli 1993 Mitglied der SPD. Von 2011 bis 2013 gehörte er zum Mitarbeiterteam des Europaabgeordneten und Präsidenten des europäischen Parlaments, Martin Schulz. In den Bundestag zog Hartmann im September 2013 ein (Wahlkreis 97). Er ist Mitglied in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., des Landschaftsschutzvereins Vorgebirge e.V. (LSV) und des Deutschen Mieterbundes e.V.

Auf seine Rede folgt am 1. Mai vor dem Rathaus eine Spendenübergabe an „Remscheid Tolerant“ mit einem Statement der Vorsitzenden des Vereins, Anne Marie Faßbender. Danach startet das Kulturprogramm und dürfte bei gutem Wetter erst gegen 17 Uhr zu Ende sein. Zahlreiche Remscheider Vereine beteiligen sich wieder daran – mit Info- und Aktionsständen, Spielangeboten, Kaffee, Kuchen, internationalen Grillspezialitäten, Getränken und vielen anderen mehr.

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