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Entwurf der Katzenschutzverordnung liegt vor

Engagierte Katzenfreunde (Archivfoto) überzeugten am 5. Februar die Mitglieder des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung (BUKO):  Die eindrucksvolle Schilderung des Elends ungezählter wilder oder verwilderter, unkastrierter Katzen in Remscheid durch die drei Sprecherinnen der Initiative „Straßenkatzen Remscheid“  führte damals zum Beschluss des BUKO, die Verwaltung mit dem Entwurf einer Katzenschutzverordnung zu beauftragen. Und die Veraltung arbeitete schnell: Zur nächsten BUKO-Sitzung am 9. April liegt der Satzungsentwurf zur Beschlussfassung vor.

Zur Begründung schreibt die Verwaltung, im Stadtgebiet Remscheid habe die Zahl herrenloser Katzen stark zugenommen. Fast über das gesamte Stadtgebiet verteilt gebe es „verschiedenste Ansammlungen von Katzenpopulationen. Diese werden zum Teil durch Futterstellen von unbekannten Personen erst ermöglicht.“ Besondere viele herrenlose Katen soll es in den Stadtteilen Honsberg, Hackenberg, Henkelshof und Baisiepen geben. Viele dieser verwildert lebenden Hauskatzen seien verwahrlost, unterernährt, krank durch Katzenschnupfen, Katzenseuche (Panleukopenie), Tollwut, Ohrmilben, und hätten zudem Flöhe, Würmer und andere Parasiten. Nach fachlicher Einschätzung kann eine zu große Population unkastrierter Katzen auch eine Gefahr für die Gesundheit des Menschen darstellen, indem sie Erregern von Toxoplasmose, Salmonellen, Campylobacter enteritis (Dünndarmerkrankung), Haken-, Spul- oder Bandwürmern verbreiten. Bei schwangeren Frauen könne die Infektion mit Toxoplasmoseerregern zu Fehl- und Totgeburten führen.

Mit der neuen Katzenschutzverordnung soll ein Zuwachs freilebender Katzen verhindert werden. Aktuell sehen sich viele der Helfer Anfeindungen bis hin zu Bedrohungen durch vermeintliche Tierliebhaber ausgesetzt. Aktuell sehen sich viele der Helfer Anfeindungen bis hin zu Bedrohungen durch vermeintliche Tierliebhaber ausgesetzt. Ihr Handeln bei wildlebenden Katzen stellt die neue Verordnung auf eine rechtliche Basis. Die Ordnungsbehörde Remscheid selbst wird – auch aus personellen Gründen – keine aktive Kontrolle der Katzenschutzverordnung übernehmen. Sie sei als Appellfunktion für Katzenhalter gedacht.

Nach § 1 ist es Zweck und Ziel der Verordnung , „die hohe Anzahl freilebender Katzen im Stadtgebiet zu minimieren, um zukünftig dem reduzierten Tierbestand erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zu ersparen“ und „einen weiteren Zuwachs der freilebenden Katzen zu verhindern, bzw. die vorhandene Population auf das unvermeidbare Maß zu reduzieren“

§ 4 schreibt Katzenhaltern vor, dass sie ihr(e) Tier(e) mit einer eindeutigen und dauerhaften Markierung versehen müssen (Nummerncode in implantiertem Microchip), so dass es jederzeit möglich ist, die Katze zu identifizieren und den Katzenhalter zu ermitteln. Zitat: „Katzenhalter, die ihrer kastrierten Katze unkontrollierten Zugang ins Freie gewähren, haben ihre Katze kennzeichnen und registrieren zu lassen“ und unkastrierte Tiere „vor dem Freilauf von einem Tierarzt/einer Tierärztin kastrieren zu lassen“. Freilaufende Katzen (Freigängerkatzen), welche die Stadt Remscheid oder von ihr Beauftragte im Stadtgebiet aufgreifen, dürfen zum Zweck der Ermittlung der Haltungsperson in Obhut genommen werden. Mit der Ermittlung der Haltungsperson soll unmittelbar danach begonnen werden. Ist der Halter / die Halterin ermittelt und die Katze noch nicht kastriert, so kann die Stadt Remscheid anordnen, die Katze kastrieren zu lassen. Ist eine im Stadtgebiet Remscheid angetroffene Freigängerkatze nicht gekennzeichnet oder nicht registriert und eine Ermittlung der Haltungsperson daher nicht möglich, so kann die Stadt Remscheid oder von ihm Beauftragte einen Tierarzt / eine Tierärztin mit der Kennzeichnung und Registrierung beauftragen. Ist eine solche Katze noch fortpflanzungsfähig, so kann ein Tierarzt / eine Tierärztin mit der Kastration beauftragt werden. „Nach der Kastration kann die Katze wieder in die Freiheit entlassen werden“, heißt es in der Verordnung weiter. Dies soll auch für freilebende, (wilde“ Katzen gelten. Und: „Ordnungswidrigkeiten können mit einer Geldbuße bis zu 1000 Euro geahndet werden.“

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