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Ersthelfer-App Ja, aber nicht vor 2020

Auf den 30. August 2018 datiert der Antrag der Fraktion der Linken, die Verwaltung möge die Einführung einer Ersthelfer-App (einer Smartphone gestützten Software) für den Fall eines Herzstillstandes prüfen, damit Rettungskräfte schneller alarmiert werden könnten. Nach dem Sozialausschuss hatte am 13. November auch der Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung (BUKO) diesem Antrag zugestimmt. Am 9. April steht er erneut auf dessen Tagesordnung. Mit dem Beschlussvorschlag, die Entscheidung über die Einführung einer Ersthelfer App auf das 2. Halbjahr 2020 zu verschieben. Begründung: „Bisher sind vier Anbieter einer entsprechend geeigneten Software bekannt. Die beteiligten Fachdienste empfehlen, dass zunächst die weitere Einführung der Ersthelfer App in anderen Kommunen betrachtet wird, um eine Einschätzung abgeben zu können, welches auf dem Markt der verfügbaren Programme sich bundesweit durchsetzen wird und die geringste Störanfälligkeit und die beste Handhabung zeigt. Gerade vor dem Hintergrund der nicht geringen Anschaffungskosten sollte die Möglichkeit einer verfrühten Anschaffung und damit evtl. eine nicht optimale Beschaffung getätigt zu haben, ausgeschlossen werden.“ Auch seien noch versicherungs-, datenschutz- und haftungsrechtliche Aspekte zu betrachten.

Eine Ersthelfer-App für Smartphones ist seit einiger Zeit z.B. in den Städten Freiburg, Gütersloh und in Schleswig-Holstein im Einsatz. Die Verwaltung: „Aufgrund der Erfahrungen aus Freiburg liegen die Sachkosten für die Ersteinführung einer geeigneten Software bei ca. 100.000 Euro. Die jährlichen Betriebskosten werden auf ca. 15.000 Euro (ca. 10.000 € für den Service/Betrieb/Nutzung der Software sowie ca. 5.000 € Kosten für die Ausstattung der Ersthelfer) geschätzt. Der zusätzliche personelle Aufwand ... liegt schätzungsweise bei 62.655 Euro pro Jahr“ (für Disponenten, Sanitäter und Notarzt). Die Einführungsphase werde voraussichtlich zwei bis drei Jahre dauern; dann werde sich die App etabliert haben. „Nach dieser Phase ist dann möglicherweise mit einem geringeren Personalaufwand zu rechnen“, so die Verwaltung.

In Remscheid existiert seit einigen Jahren das Projekt „Ein Herz für Remscheid“, eine Kampagne zur Vermeidung des plötzlichen Herztodes. Im Laufe des Jahres soll ein weiteres Projekt „Erster Hilfe/Wiederbelebung“ an den weiterführenden Schulen der Stadt Remscheid“ starten. Dabei sollen Kinder ab der 7. Klasse geschult werden. Die Verwaltung sieht die Ersthelfer-App als sinnvolle Ergänzung der bereits bestehenden bzw. geplanten Hilfesysteme dar. Schließlich komme es in der Stadt pro Jahr zu ca. 10.000 Notfallrettungen, davon 4.100 mit Unterstützung durch einen Notarzt. „Bei schätzungsweise liegen im Stadtgebiet ca. 300 Einsätze pro Jahr könnte die Nutzung einer Ersthelfer App hilfreich könnte“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

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Kommentare

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Chronist am :

In der nächsten Sitzung des Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung soll das Thema noch einmal aufgerufen werden. Gestern hieß es in der Sitzung des BUKO, man wolle von der Verwaltung wissen, "ob es nicht auch schneller gehen kann".

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