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Überwachung von Altlasten ist Daueraufgabe

Sanierung von Galvano Fischer verschiebt sich“, berichtete der Waterbölles am 25. März und zitiert ausführlich aus einer Mittelungsvorlage der Verwaltung zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 2. April. In der Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung (BUKO) folgt heute nun Bericht zum Altlasten- und Verdachtsflächenkataster der Stadt Remscheid, um den am 8. November 2018 der Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss am gebeten hatte. Ein solches Kataster führt der Fachdienst Umwelt der Stadt nach § 5 Landesbodenschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen (LBodSchG) seit 1987. Damals standen in Remscheid Zeitpunkt waren 77 Flächen „unter Verdacht“. 1997 lag die Anzahl bereits bei 340 Flächen. Seit Einführung der Datenbank „Umwelt Daten Information“ (RUDI) 1998 werden dort alle umweltrelevanten Informationen digital grundstücksbezogen erfasst. „Besteht ein hinreichender Verdacht einer Kontamination, wird die Fläche in das Altlasten- und Verdachtsflächenkataster übernommen“, so die Verwaltung.

Das Bodenkataster enthält zurzeit zu Grundstücken mit einem Bezug zu Altlasten rund 12.000 Datensätze bzw. Aktenordner, allerdings in unterschiedlicher Qualität: „Zu vielen Flächen liegen Recherchen und Untersuchungsergebnisse vor, bei anderen enthält das Bodenkataster nur Hinweise auf eine frühere gewerbliche Nutzung.“ In das Altlasten- und Verdachtsflächenkataster werden die Flächen aufgenommen, für die ein hinreichender Verdacht auf Altlasten besteht –so etwa aufgrund von Recherchen in alten Adressbücher, Gewerbekarteien, Bauakten, alten Schriftwechseln u. ä. Schwerpunktmäßig erfasst wurden bisher, so die Verwaltung, „ehemalige Anschüttungen sowie Gewerbeflächen mit spezifischer Nutzung wie Tankstellen, chemische Reinigungen, Härterei und Galvaniken“ als die „aufgrund der industriegeschichtlichen Entwicklung Remscheids relevanten Branchen“.  Nach ihrer Sanierung werden Grundstücke nicht aus dem Altlasten- und Verdachtsflächenkataster herausgenommen, damit die Warnfunktion erhalten bleibt. Aktuell sind im Altlasten- und Verdachtsflächenkataster 1.133 Flächen erfasst. Aber: „In Remscheid wurde bisher keine abschließende flächendeckende Erfassung durchgeführt, so dass die tatsächliche Zahl der Altlasten- und Verdachtsflächen höher liegt.“ Die bisherige systematische Branchen-Recherche liefe allerdings „schon ein recht vollständiges Bild der in Remscheid in Frage kommenden Verdachtspotentialflächen“, so dass kein Nachbesserungsbedarf bestehe.

Die Daten des Altlasten- und Verdachtsflächenkatasters werden den Planungsbehörden im Flächennutzungs- und Bebauungsplanverfahren zur Verfügung gestellt. Im Baugenehmigungsverfahren werden im Verdachtsfall von der unteren Bodenschutzbehörde vom Bauherrn Untersuchungen und falls notwendig, Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen gefordert, um mit Abschluss des Bauverfahrens gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse gewährleisten zu können. In den vergangenen Jahren wurden jährlich rund 200 bis 250 Auskünfte aus den Altlastenkatastern erteilt, vielfach an Sachverständige für Grundstücksbewertungen, Banken und Investoren. Aber auch viele Privatpersonen  erkundigten sich vor Erwerb eines Grundstücks nach möglichen Hinweisen auf Altlasten oder schädliche Bodenveränderungen. Aber auch bei Grundstücksan- und –verkäufen der Stadt Remscheid werden die Informationen aus dem Altlastenkataster angefragt. „Insgesamt gibt es ein hohes Interesse der Öffentlichkeit an den Katasterdaten“, so die Verwaltung. Die Untersuchung, Beurteilung, Sanierung und Überwachung von Altlasten im Übrigen nicht nur in Remscheid mit seiner langen Industriegeschichte eine Daueraufgabe. Es sei nicht absehbar, wann dieses Thema als erledigt angesehen werden könne. „Vielmehr werden Altlasten und Bodenverunreinigungen bei allen Planungen, Vorhaben etc. in Zukunft immer berücksichtigt werden müssen.

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