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AC Rotauge ist auch Edelkrebspate

Edelkrebs. Foto: privat.vom Vorstand des Anglerclubs Rotauge

Der Anglerclub „Rotauge“ Remscheid wurde 1964 gegründet. Vielen ist der Verein bekannt durch seine beliebten Räucherforellen, eine charakteristische Speise des Bergischen Landes. Die Angelanlage befindet sich im idyllischen Remscheider Eschbachtal (bzw. im Naturpark „Bergisches Land“ an der Heintjesmühle im Grenzgebiet zwischen Wermelskirchen und Remscheid).

Wir sind ein kleiner harmonischer und arbeitsfreudiger Verein, der nicht nur angelt, sondern sich auch um den Artenschutz und die Umwelt kümmert. 2017 bekam der Anglerclub in sein Vereinsgewässer einen große Anzahl von Edelkrebsen, da sich bei der Prüfung des „Löwenteichs“ durch den Beauftragten des landesgeförderten Edelkrebsprojektes NRW herausgestellt hatte, dass sich das Gewässer für diese Besatzmaßnahme grundsätzlich eignete. Der Löwenteich liegt im Hauptschluss des Heintjesbachs und ist derzeit durch ein hohes Wehr, das für die Edelkrebse unüberwindbar ist, vom Eschbach getrennt. Was für Wanderfische nicht gut ist, aber für die Edelkrebse ideal, denn die Gefährdung des Edelkrebses durch eingeschleppte Arten und die Krebspest ist permanent vorhanden. Und natürliche Vorkommen des Edelkrebses in Nordrhein-Westfalen existieren fast nicht mehr.

Auch in Remscheid sind die meisten Gewässer leider von der Krebspest verseucht. Das ist tödlich für den heimischen Flusskrebs. Um den Edelkrebs in NRW zu erhalten, müssen diese Verluste durch Wiederansiedlungsmaßnahmen in geeigneten Gewässern ausgeglichen werden. Ein Kampf gegen Windmühlenflügel.

Der Edelkrebs ist durch die Bundesartenschutzverordnung mittlerweile streng geschützt. Auf der so genannten „Roten Liste“ wird er als vom „Aussterben bedroht“ angesehen. Eine Bestandskontrolle durch die Mitglieder des AC Rotauge Remscheid e.V. im Jahr 2018/2019 ergab eine fortschreitende Population des Edelkrebses im „Löwenteich“. Der Verein AC Rotauge wurde folglich als „Edelkrebspate“ offiziell anerkannt und ausgezeichnet.

Doch die Zukunft des Vereins sieht düster aus. Denn für den „Löwenteich“ ist die Wasserrechtliche Genehmigung schon 2006 ausgelaufen. 2014 beantragten die Technischen Betrieben Remscheid (TBR) bei der zuständigen Bezirksregierung in Köln zwar ein neues Wasserrecht für den Löwenteich, doch die Auflagen sind so kostspielig - dem Verein liegt eine Kostenschätzung des Ingenieurbüros Beck, Wupertal, von August 2018 über 85.000 Euro vor –, dass die TBR keine Chance für eine neue Wasserrechtliche Genehmigung (bis 2027) sieht. Am 12. März teilte die Stadt Remscheid dem Angelverein mit, dass die Nutzung des Löwenteichs zum Jahresende ausläuft.

An ein neues Gewässer wird der Anglerclub „Rotauge“ Remscheid so schnell wohl nicht herankommen; er wird also über kurz oder lang „den Bach runter gehen“. Traurig!

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