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131 Medaillen zu C. W. Röntgen und der Radiologie

Da strahlte Dr. Uwe Busch, der Leiter des Deutschen Röntgen-Museums. „Das ist ein fantastischer Schatz, den nimmt das Museum gerne an!“ Der Schatz, von dem Busch gestern sprach, besteht aus 131 großen und kleinen Münzen und Medaillen, die einen aus Bronze, andere aus Silber und eine sogar aus Porzellan; diese entstand zur Erinnerung an die Röntgenreihenuntersuchungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele Sammlerstücke zeigen den markanten bärtigen Kopf von Wilhelm Conrad Röntgen, Röntgenröhren und Computertomografen, andere eine knöcherne Hand oder die Rippen des Brustkorbs, Röntgenbilder symbolisierend. Die älteste Medaille datiert auf 1897. Und die Ehrenmedaille der europäischen radiologischen Gesellschaft ist darunter, die mit nur acht vergebenen Stücken eine echte Seltenheit ist.

Für den Sammler dieser kleinen  Schätze, den Radiologe Dr. Erich Schöner, bis zu seiner Pensionierung Chefarzt der Radiologie am Krankenhaus in Lichtenfels in Oberfranken, fing alles im 1976 an, als eine Gedenkmünze zum 75. Jahrestag der Verleihung des Nobelpreises an Wilhelm Conrad Röntgen geprägt wurde. Sie war Schöners erstes Sammlerstück. „Er war sehr hartnäckig und hat an Münzen und Medaillen alles gesammelt, was mit Röntgen und der Radiologie zu tun hatte“, berichtete gestern seine Frau Christa, als sie dem Röntgen-Museum im Namen ihres erkrankten Mannes die „erstaunlich umfangreiche Sammlung“ (Busch) zum Geschenk machte – samt eines Katalogs, in dem die Nichte Claudia Rücker, gestern mit dabei, schon 1998 alle Sammlerstücke und ihre Geschichte aufgeführt und unter dem Titel „Radiologica Nummis – Wilhelm Conrad Röntgen und Radiologie“ veröffentlicht hatte. 219 Medaillen und Münzen aus 26 Ländern sind darin abgebildet. Darunter befinden sich auch die unterschiedlichen Versionen der Röntgenplakette der Stadt Remscheid.

Was es mit einzelnen Münzen und Medaillen auf sich hat, ergibt sich aber auch aus diversen Korrespondenzen des Sammlers mit Radiologen in aller Welt, Universitäten, Historikern, Sammlern, Museen und Archiven, radiologischen Gesellschaften, Unternehmen und Preisträgern. Diese Briefwechsel hätten zum Teil zu langjährige Freundschaften geführt, berichtete Christa Schöner. Einmal habe es sogar eine Einladung nach Japan gegeben. Auch diese Schriftstücke sind nun im Besitz des Röntgen-Museums.

1991 war das Ehepaar Schöner einmal kurz gemeinsam im Röntgen-Museum in Lennep. Damals interessierte sich der Sammler für die verschiedenen Prägungen der Röntgenplakette. Und wenn er zu Ärztekongressen fuhr und zufällig in der Nähe eine Münzauktion stattfand, war es Aufgabe von Christa Schöner mitzubieten. Wie viel Geld ihr Mann in sein Hobby gesteckt habe, wollte sie gestern allerdings nicht verraten. Nur so viel: Im Röntgen-Museum wisse man die Sammlung nun in guten Händen, nachdem die beiden Söhne daran kein Interesse gezeigt hätten. Und Dr. Uwe Busch weiß auch schon, wo und wann er die „faszinierende Sammlung“ der Öffentlichkeit vorstellen wird: Im Röntgenjahr 2020, wenn die Sanierung von Röntgens Geburtshaus abgeschlossen sein wird.  

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