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1970: Mini-Demo für den Minirock auf der Alleestraße

Die Minirock-Demo 2070 auf der Remscheider Alleestraße. Fotos: Schwandrau

Von der Remscheider Malerin Christa Schwandrau stammen diese Farbfotos von einer Aktion, die sie heute, fast 50 Jahre später, noch schmunzeln lässt. Nicht zuletzt wegen des Transparents „Maxi, der Monetenklau, denunziert den Unterbau". So demonstrierten im Jahr 1970 einige kurzberockte junge Frauen gegen die damals gerade aufgekommene Maxi-Mode. Sie wollten auf ihre liebgewonnene Mini-Mode nicht verzichten. Die Idee zu dieser Aktion hatte eine 17-jährige Verkäuferin (Angelika) aus der Modeabteilung von Karstadt; sie durfte aber gegenüber der Polizei nicht als Veranstalterin auftreten, weil noch nicht volljährig. Das übernahm daraufhin Christa Schwandrau, und die notwendigen 50 Mark, um die Demo versichern zu können, steuerte das CDU-Ratsmitglied Peter Wolf bei.

Dem Mini-Demonstrationszug ging die Wahl einer „Miss Mini Remscheid“ voraus. Zu den wenigen jungen Mädchen, die sich trauten, der männlichen Jury ihre schlanken Beine zu zeigen, gehört Gunda Ehlis, 13 Jahre alt. Den roten Minirock, in dem sie sich den Blicken der fünfköpfigen Jury und der Zuschauer/innen stellte, hatte sie vorher noch um ein paar Zentimeter gekürzt. Und tatsächlich war ihr Rock kürzer als die ihrer Konkurrentinnen. Dafür gab’s dann den Titel und eine Schärpe. Ein (so) kurzer Rock gezieme sich nicht für ein junges Mädchen (für wen, wenn nicht für diese?), kritisierte später einer ihrer Lehrer am Gertrud-Bäumer-Gymnasium.

Vorne Angelika mit einem Megaphon, dahinter dann ein Buggy mit Gunda und ihrer Schärpe und eine kleinen Schar von Demonstrantinnen (und Demonstranten) – das war der Mini-Demonstrationszug, den Kradfahrer der Polizei sodann über die Alleestraße geleiteten, die damals noch keine Fußgängerzone war. Deshalb musste die Straße auch für die kurze Zeit der Demo für den Verkehr gesperrt werden.

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