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Remscheider zu Gast in türkischer Partnerstadt

Noch bis zum 3. Mai  besucht eine Gruppe junger Remscheider die türkische Partnerstadt Kirşehir. Die Reise ist Teil des städtepartnerschaftlichen Austauschprogramms zwischen Remscheid und der zentralanatolischen Steppenstadt, die rund 160 Kilometer von der Hauptstadt Ankara entfernt ist. Begleitet werden die sechs Schülerinnen und Schüler des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums von einer Lehrerin und drei Mitgliedern des Freundschaftsvereins Remscheid-Vereins, darunter der Vorsitzende, Superintendent Hartmut Demski. Zwei Schülerinnen (16 und 17 Jahre alt) auf die Frage, warum sie die Gruppe begleiten: „Wir haben in Remscheid Freundinnen aus der Türkei und würden gerne die Kultur und die Menschen des Landes besser kennenlernen.“ Für Hartmut Demski ist die Partnerschaftsarbeit eine wichtige Hilfe für das Zusammenlebens auch in Remscheid: „In Kırşehir lerne ich manches besser zu verstehen und einzuordnen, was mir in Remscheid bei unseren türkischstämmigen Mitbürgern fremd erscheint.“

Gerade einmal 20 Tage war der neugewählte Bürgermeister von Kırşehir, Selahattin Ekiçioğlu (CHP), im Amt, als er die Remscheider Gruppe zu Beginn ihres Besuches willkommen hieß. Interessiert hörte er den Erklärungen der jungen Leute zu, warum sie sich auf die Reise nach Kırşehir gemacht haben. Auch der Vali des Distrikts Kırşehir (zu vergleichen mit dem Amt eines Landrates), Ibrahim Akin, nahm sich Zeit für ein Gespräch mit den Gästen. Die Remscheider Jugendlichen leben in Gastfamilien in Kırşehir und besuchen ausgewählte Unterrichtsstunden etwa in Deutsch und Englisch einer befreundeten Schule. Ausflüge nach Ankara, und in die Weltkulturerbe-Region Kappadokien und nach Kayseri stehen auf dem Programm. Die Begegnung wird durch mehrere Remscheider Stiftungen gefördert.

Hintergrund-Infos: Seit 2008 gibt es den Freundschaftsverein Remscheid- Kirşehir. Viele Remscheider Familien mit türkischer Herkunft kommen aus dieser Region. Seit Gründung des Vereins ist Superintendent Hartmut Demski Vorsitzender des Vereins. Der Verein war aus dem „Runden Tisch Migration“ hervorgegangen. Seit Februar 2015 besteht die Städtepartnerschaft zwischen den beiden Metropolen, wesentlich befördert durch den Verein. (Katrin Volk)

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