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April 2009: Der Waterbölles blättert zurück

Droht eine zweite "leere Hülle" an der Alleestraße?“, fragte der Waterbölles am 14. April 2009. Weiß verklebte Schaufensterscheiben prägen damals das Bild des einstigen Textilkaufhauses Sinn/Leffers an der Alleestraße, am 25. Februar 2009  im Rahmen eines Insolvenzverfahrens geschlossen wurde. „Ein Bild, an das man sich gewöhnen muss“, hieß es im April 2009. Für den Leerstand gilt das heute, auch wenn die Scheiben inzwischen nicht mehr komplett verklebt sind.

Projekt für "modernes Remscheid" bleibt in der Schublade“, titelte der Waterbölles am  28. April 2009. Eine Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung des ZOB Friedrich-Ebert-Platz, die der Bauausschuss im September 2006 (für 25.868,00 €) in Auftrag gegeben hatte, hatte ergeben, dass Planung, Grunderwerb und Erschließung 2,2 Millionen Euro kosten würden, der spätere Grundstücksverkauf aber nur 1.668.420 Euro einbringen würde. Ein Verlustgeschäft von 531.265 Euro. Fazit der Verwaltung damals: „Eine Realisierung der Planung wäre grundsätzlich wünschenswert. Derzeit werden jedoch keine Umsetzungsmöglichkeiten gesehen, da die Finanzierung nicht gesichert ist. (…) Der Fehlbetrag kann von der Stadt Remscheid nicht übernommen werden.“ Im September 2006 hatte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein dem Projekt noch „oberste Priorität“ eingeräumt. Und Rosemarie Stippekohl (CDU) sprach vom „teuersten Parkplatz, den man sich denken kann“. Ein Jahr zuvor, 2005, hatten fünf Teams aus Stadtplanern, Architekten, Verkehrsplanern und Landschafts-/ Freiraumplanern im Rahmen eines Wettbewerbs, den das Land NRW finanziell unterstützte, „Visionen und Perspektiven“ für die Innenstadt entwickelt. Motto: „Für ein modernes Remscheid - Strategien gegen die Stadtflucht“. 2009 teilte die Verwaltung mit: „Die Planung soll wieder aufgenommen oder fortgeführt werden, wenn absehbar ist, dass Fördermittel eingeworben werden können.“ Die Sinnhaftigkeit des Vorhabens, die Bushaltestellen neu zu ordnen und mehr „Aufenthaltsfläche“ zu schaffen, darf allerdings auch heute noch bezweifelt werden angesichts der weiterhin dahinsiechenden Fußgängerzone der Alleestraße.

In einer Pressemitteilung begrüßte der Heimatbundes Lüttringhausen e.V. vor zehn Jahren den Vorschlag der städtischen Bauverwaltung, für den Bereich des sogenannten Gleisdreiecks Bergisch Born (Am Borner Feld) ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten zwecks Ergänzung des Gewerbeflächenangebots. Das habe man schon zehn Jahre früher gefordert. Zitat: „Der Grunderwerb an der ... ist gescheitert. Wichtige Eigentümer weigern sich seit Jahren, ihren Grundbesitz für das Gewerbegebiet zu verkaufen. Die Entwicklung von Alternativen ist daher zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Remscheid überfällig.“ Und sie ist schwierig und schwerfällig, kann heute, zehn Jahre später, hinzugefügt werden.

Ausbildungsmarkt im Sog der Krise“, hieß es vor zehn Jahren von Seiten der bergischen Agentur für Arbeit. Sie sprach im Zu7sammenhzang mit der damaligen Wirtschafts- und Finanzkrise von einem erschreckenden Rückgang an Ausbildungsstellen. Ute Ackerschott, damals Leiterin der Arbeitsagentur: „Ich sehe natürlich die Schwierigkeiten, mit denen unsere Unternehmen kämpfen, aber dass die “Ausbildung von Fachkräften“ gleich um ein Viertel gedrosselt wird, macht mich doch sehr betroffen.“

Remscheids Freiwilligenzentrale „Die Brücke“ e.V., offiziell vorgestellt schon vier Wochen zuvor, eröffnete am 2. April 2009 ihr kleines Büro an der Alten Bismarckstraße gegenüber dem Diakonischen Werk. Und schon am ersten Bürotag hatte Melanie Clemens (links im Bild) gut zu tun. 15 Stunden in der Woche werde sie in den nächsten zwei Jahren die Ansprechpartnerin sein für alle Remscheider Bürgerinnen und Bürger, die gerne ein Ehrenamt übernehmen möchten, und für die gemeinnützigen Vereine und Institutionen, die unentgeltliche Hilfe suchen, war die Vereinbarung zwischen Diakonischem Werk und Freiwilligenzentrale. Ihre übrige Arbeitszeit gelte weiterhin der Drogenberatung auf der anderen Straßenseite.

„Großer Bahnhof“ am Remscheider Hauptbahnhof im April 2009: Geöffnet wurde das P+R Parkhaus  an der neuen Presover Straße, nachdem diese dem Verkehr übergeben worden war, fast zeitgleich mit dem  neuen "Brücken-Center" und seinem größten Mieter „Kaufland“ (Foto rechts). Der Waterbölles lieferte dazu Zahlen, Daten, Fakten.

Auf moderne, kostensparende LED-Technik umgestellt wurde vor zehn Jahren die Ampelanlage an der  Kreuzung Trecknase (Foto links). Vorteil der neuen Technik: Die Ampeln werden vollautomatisch verkehrsabhängig geschaltet. Staus sollten damit künftig an der Trecknase die Ausnahme bleiben, jedenfalls außerhalb der Hauptverkehrszeiten, hieß es damals. Ob das in der Folgezeit gelang? Die einen sagen so, die anderen so. Richtig gut läuft der Verkehr auf der Kreuzung erst seit ihrem kompletten Ausbau, finde ich.

Remscheids neue Stadtkämmerin ist seit heute im Amt“, titelte der Waterbölles am 1. April 2009, und das war keineswegs ein Aprilscherz. Einstimmig hatte der Rat der Stadt Bärbel Schütte am 12. Februar für acht Jahre zur Beigeordneten für Finanzen, Ordnung und Umwelt der Stadt Remscheid gewählt. „Wir können nicht nur bei den Indianern sparen, sondern müssen auch bei den Häuptlingen sparen!“, sagte sie damals bei Kaffee und Kuchen, dem Einstand aus eigener Geldbörse, „ihren“ zwölf Fachdienstleitern. Und drei Jahre später sparte sie sich selbst ein und ging in den (bezahlten) Ruhestand – aus gesundheitlichen Gründen, wie der damals 49-Jährigen ein Amtsarzt bescheinigte.

Beim Pilawa-Quiz in der ARD waren vor zehn Jahren der in Remscheid geborene Jurist Michael Balke, damals Richter im 7. Senat des Niedersächsischen Finanzgerichts, und sein in Solingen geborener Bruder Dirk, Grafiker und Maler, die letzten Kandidaten in der 1.500 Ausgabe der Quiz-Sendung mit Jörg Pilawa und gingen mit 15.000 Euro nach Hause, nachdem sie an der 50.000-Euro-Frage gescheitert waren. Aber besser als gar nicht, oder?!

Vor zehn Jahren starb CDU-Ratsmitglied Fritz Heuser. . Er gehörte dem Rat der Stadt seit 1989 an (anfangs noch als Mitglied der SPD), der Bezirksvertretung Alt-Remscheid seit 1994. In politischen Diskussionen scheute Fritz Heuser die Konfrontation nicht; da liebte der kantige Remscheider auch schon mal das derbe Wort. Im November 2004 wurde Heuser das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. „Mit Fritz Heuser verliert die Remscheider Politik ein „Urgestein“, sagte damals Oberbürgermeisterin Beate Wilding.

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