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1.800 freie Ausbildungsstellen warten auf Bewerber

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

 „In den vergangenen sieben Monaten wurden der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal für das Bergische Städtedreieck 3.002 Ausbildungsstellen gemeldet, das sind 124 Ausbildungsstellen mehr als im April 2018. In Solingen und Wuppertal suchen weniger Jugendliche eine Ausbildungsstelle, in Remscheid sind es rund 100 mehr als im Vorjahr. Unverändert sind die Chancen auf eine Lehrstelle für die jungen Menschen in Remscheid am günstigsten. Leider hat sich die Situation in Solingen trotz aller Bemühungen nicht verbessert – im Vergleich zum Vorjahr wurden hier weniger Berufsausbildungsstellen gemeldet“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Und weiter: „Insbesondere junge Leute, die bisher gezögert haben, sollten Ihre Chance nutzen und sich auf den Weg machen. Der Ausbildungsmarkt verändert sich immer stärker zugunsten der Bewerberinnen und Bewerber, so dass auch Schülerinnen und Schüler mit schwächeren Noten bessere Chancen haben. Dies gilt umso mehr, wenn sich ein realistischer Berufswunsch mit Interesse und Engagement für den Beruf verbindet. Die Berufsberatung hilft bei allen Fragen rund um das Thema Ausbildung. Den Arbeitgebern rate ich: Schauen Sie sich gerade solche jungen Menschen an und bieten Sie Praktikumsplätze an - vertrauen Sie nicht nur den Zeugnissen!“

Unternehmen aus dem bergischen Land meldeten in den ersten sechs Monaten des Ausbildungsjahres, das im Oktober 2018 begann und bis Ende September 2019 verläuft, insgesamt 3.002 Ausbildungsstellen. Das waren 124 (4,3 Prozent) betriebliche Ausbildungsstellen mehr als vor einem Jahr. Dem stehen 3.852 Bewerberinnen und Bewerber aus Remscheid, Solingen und Wuppertal gegenüber, 53 weniger (1,4 Prozent) als im Vorjahreszeitraum. Von diesen Bewerbern haben 1.523 (39,5 Prozent) einen Realschulabschluss, 930 (24,1 Prozent) einen Hauptschulabschluss, 613 (15,9 Prozent) Fachhochschulreife und 591 (15,3 Prozent) Abitur. 102 der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber (2,7 Prozent verlassen die Schule ohne Hauptschulabschluss, 93 (2,4 Prozent) machten keine Angaben zu ihrem Abschluss. Rein rechnerisch stehen im Bergischen Städtedreieck aktuell 100 Bewerbern 78 Ausbildungsplätze gegenüber. Im letzten Jahr waren es 74 Ausbildungsstellen.

In Remscheid meldeten Wirtschaft und Verwaltung in den vergangenen sieben Monaten der Agentur für Arbeit Remscheid 649 Ausbildungsstellen für Remscheid. Dies sind 58 Stellen oder 9,8 Prozent mehr als im letzten Jahr. Von den insgesamt 649 gemeldeten Stellen sind aktuell noch 365 Ausbildungsstellen frei und damit 58 Stellen mehr als im letzten Jahr. Bis April meldeten sich 687 Bewerberinnen und Bewerber wegen ihrer Suche nach einer Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung in Remscheid. Das sind 96 Jugendliche oder 16,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von allen gemeldeten Bewerbern suchen aktuell noch 308 Jugendliche aus Remscheid eine Ausbildungsstelle, das sind 32 (11,6 Prozent) mehr als im letzten Jahr. In Remscheid ist die Relation der Stellen zu Bewerbern im Bergischen Städtedreieck am günstigsten. Hier kommen auf 100 Bewerber rechnerisch rund 94 Ausbildungsstellen, vor einem Jahr waren es 100.

Im Bergischen Städtedreieck sind 1.798 Stellen aktuell noch unbesetzt, das sind 49 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt sind noch 1.835 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, 73 weniger als im April 2018. Nach wie vor konzentrieren sich vier von zehn aller Bewerberinnen und Bewerber aus dem Bergischen Städtedreieck bei der Auswahl des Wunschberufes auf die zehn beliebtesten Ausbildungsberufe, rund 40 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber streben einen Ausbildungsberuf aus der Top 10-Liste an. Auf Platz 1 der beliebtesten Ausbildungsberufe junger Frauen steht erneut die Medizinische Fachangestellte, gefolgt von der Kauffrau für Büromanagement und der Verkäuferin.

Wie bereits im Vorjahr favorisieren junge Männer eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker für PKW-Technik, Maschinen- und Anlagenführer, gefolgt vom Kaufmann – Büromanagement. Die Wünsche der Ausbildungsbewerber verändern sich seit Jahren wenig, lediglich die Rangfolgen variieren.

„Jugendliche entscheiden sich noch immer häufig für Berufe, die sie aus der Familie oder dem näheren Umfeld kennen. Bei fast 330 in Deutschland anerkannten Ausbildungsberufen ist es aber auch gar nicht leicht, die richtige Wahl zu treffen. Allein im Städtedreieck werden an die 200 verschiedene Ausbildungsberufe angeboten, über die viele Jugendliche wenig oder gar nichts wissen. Die unverändert starke Fokussierung auf wenige Ausbildungsberufe verdeutlicht, wie wichtig gute und zeitgemäße Berufsorientierung ist. Die Agentur für Arbeit wird u. a. auch deshalb ab dem kommenden Schuljahr mit der Lebensbegleitenden Berufsberatung ihre Anstrengungen noch einmal intensivieren. Über Berufsorientierung und Berufsberatung zur richtigen Berufswahlentscheidung“, fasst Martin Klebe die Zielsetzung seines Hauses zusammen.

Die Agentur für Arbeit bietet viele Hilfen zum Start und während einer Berufsausbildung an. So können zum Beispiel Kosten übernommen werden, die bei Vorstellungsgesprächen oder Aufnahme eines weiter entfernten Ausbildungsplatzes anfallen – sofern der Jugendliche die Mittel nicht selbst aufbringen kann. Auch während der Ausbildung kann die Arbeitsagentur mit ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) die Azubis unterstützen, wenn die Leistungen in der Berufsschule nicht ausreichen und Nachhilfe benötigt wird. Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, werden zum Beispiel durch eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) für den Berufseinstieg fit gemacht. Im letzten Ausbildungsjahr hat die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die Integration von Jugendlichen in Ausbildung mit rund sieben Millionen Euro insgesamt gefördert (Förderung für Maßnahmen für Jugendliche (Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Berufsausbildungsbeihilfe, Berufseinstiegsbegleitung, Einstiegsqualifizierung, Berufsorientierung).

Jugendlichen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz für 2019 sind, rät der Chef der Arbeitsagentur dringend, Alternativen in Erwägung zu ziehen und sich beraten zu lassen.  Die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal bietet Jugendlichen in allen drei Städten vor Ort ihre Berufsberatung an. Den Termin für das Beratungsgespräch können Jugendliche telefonisch über die gebührenfreie Servicenummer 0800 4555500 vereinbaren. Alternativ geht das auch online unter „www.arbeitsagentur.de/beratungswunsch“.

Betriebe sollten ihre freie Ausbildungsstelle der Agentur für Arbeit melden, um noch einen geeigneten Auszubildenden oder eine geeignete Auszubildende zu finden. Personalverantwortliche erreichen die Ausbildungsvermittlung unter der Rufnummer ihres bekannten Ansprechpartners im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit oder unter der gebührenfreien Hotline 0800 4 5555 20.

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