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Auf der Suche nach den verschollenen Monaden

An der Einfahrt zur Stiftung Tannenhof standen fast sechs Jahre lang sieben verhärmt wirkende Skulpturen, so genannte Monaden. Plötzlich waren sie verschwunden. Der Waterbölles fragte bei der Verwaltung der Stiftung nach und bekam die Antwort, es sei nur bekannt, dass die Kunstwerke „durch den Gönner oder die Künstlerin wieder abgeholt wurden.“

Der Mäzen war ein millionenschwerer Unternehmer aus Nordrhein-Westfalen, der ungenannt bleiben wollte; er hatte der Stiftung die Skulpturengruppe aus dem Jahre 2008 als Leihgabe überlassen. Und die Künstlerin ist Ariana von Mauerstetten aus Düsseldorf. Sie hatte die lebensgroßen Skulpturen damals aus Bronze in mehrfacher Anzahl gießen lassen. Eine Figurengruppe steht im Skulpturenpark der Neu-Ulmer Kunst GmbH. Doch wo  sind die sieben Monaden aus Lüttringhausen geblieben, an denen wiederholt Unbekannte ihr Mütchen gekühlt hatten? Das fing mit einer Bananenschale auf der Bronze-Schulter an. Dann bekam eine Figur einen Hut. Oder eine Figur trug plötzlich eine Jacke. Das war noch Schabernack. Doch bei Vandalismus konnte dann niemand mehr lachen. Die Künstlerin Ariana von Mauerstetten erinnert sich: „Nach der ersten Sprühattacke konnte die Farbe noch entfernt werden. Beim zweiten Mal waren die Figuren dann über und über mit Farbe übersprüht worden!“ Das habe sie damals wie einen Angriff auf sich selbst empfunden.

Der/die Unbekannte(n) kamen in der Nacht zum 10. Juli 2014, nachdem die deutsche Fußballmannschaft bei der Weltmeisterschaft Brasilien mit 7:1 besiegt hatte. Fußballfans voller Überschwang? Es waren jedenfalls die Farben Schwarz, Rot undf Gold, die am Morgen die Monaden „zierten“. Die Polizei kam, ermittelte wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt. Ohne Ergebnis. Die Monaden wurden demontiert. Die Bronze-Kupfer-Legierung war durch den Farbauftrag stark beschädigt worden. Gut also, dass der Mäzen dass Kunstwerk bei der Allianz versichert hatte. Deren Sachverständiger entschied auf Totalschaden. Die Versicherung zahlte die Schadenssumme aus – und behielt die Kunstwerke ein. Wo sie geblieben sind? Der Waterbölles  hat die Pressestelle der Allianz angeschrieben. Deren Antwort von Mittwoch: " Gerne teilen wir ihnen mit, dass sich die Skulpturengruppe „Monaden“ seit diesem Schadenfall in unserem Besitz befindet. Aktuell sind die Skulpturen fachgerecht eingelagert. Über das weitere Vorgehen (z.B. Leihgabe, Ausstellen oder Verkauf) haben wir noch nicht final entschieden."

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Kommentare

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Johann Max Franzen am :

Vielen Dank, Herr Kaiser, für Ihre umfangreichen. Die Skulpturen haben mich sehr beeindruckt. Ihre Blicke waren zum "Ausgang" gerichtet. Es ist schade, dass diese Skulpturen verschandelt und dann entfernt wurden.

Lothar Kaiser am :

Es wäre interessant zu erfahren, für welchen Betrag die Allianz-Versicherung das Kunstwerk verkaufen würde. Vielleicht fände sich ja ein Mäzen aus Remscheid, der es in die Stadt zurückholen würde. Zum Beispiel auf dem Rathausplatz. Als Kontrast zu Holzpaletten mit leeren Weinflaschen!

Johann Max Franzen am :

Herr Kaiser, da gebe ich Ihnen Recht. Leider habe ich keine Beziehungen in diesen honorigen Geldkreisen. Ich würde es sehr begrüßen, aber dann müssten die traurigen Blicke der Skulpturen gen Rathaus gerichtet sein.

Lothar Kaiser am :

Der Waterbölles hat inzwischen in Erfahrung gebracht, dass die Allianz-Versicherung die Skulpturengruppe „Monaden“ fachgerecht hat restaurieren lassen. Für Kaufinteressenten hält der Waterbölles die Telefonnummern der beiden Kunsthistorikerinnen der Allianz in Köln parat, wo das Kunstwerk besichtigt werden könnte.

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