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PikoPark fördert Lebens- und Wohnqualität am Hasenberg

Naturnah gestaltete Grünflächen tragen in Städten maßgeblich zur Lebensqualität bei. Das Stadtgrün entfaltet dabei Wirkung auf vielen Ebenen: es tut dem sozialen Miteinander gut, hilft bei der Klimaanpassung und fördert die Artenvielfalt. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelten die Stiftung für Mensch und Umwelt", Berlin, und der Wissenschaftsladen Bonn e. V. zusammen mit ausgesuchten Wohnungsunternehmen ein Grün- und Freiflächenmanagement für kleine Grünanlagen („PikoParks). Die ersten drei naturnah gestalteten, wohnungsnahen Außenflächen  entstanden im vergangenen Jahr in Erfurt, Dortmund und Bonn; sie wurden gefördert vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. Es folgte der PikoPark in Speyer. Und seit dem vergangenen Samstag hat auch der Hasenberg in Lennep einen PikoPark. Dafür stellte die GEWAG eine Fläche von ca. 300 Quadratmetern zur Verfügung.

Wo vor wenigen Monaten noch eine monotone Rasenfläche lag, befinden sich jetzt Beete, ein ‚Schneckenberg‘, ein Sumpfbeet, Totholz für Insekten und eine Trockenmauer (als Nisthilfe für Wildbienen). Auf diesem Gelände sollen nicht etwa Thuja, Rhododendron oder Bambus wachsen, denn Schmetterlinge, Bienen und Vögel finden auf solch exotischen und hochgezüchteten Pflanzen nicht das, was sie zum Leben brauchen. Dagegen versorgen heimische Bäume und Sträucher wie Eberesche, Wildrose oder Wachholder und Blumen Vögel, Insekten und andere Kleintiere mit nahrhaften Beeren, Blütennektar und Lebensraum. Das stärkt nicht nur die Vielfalt der Natur, sondern fördert auch die Lebens- und Wohnqualität im Quartier.

Dass dieses Engagement für die Natur am Hasenberg und in anderen Städten vorbildlich ist und das Bewusstsein für die biologische Vielfalt fördert, finden auch die Vereinten Nationen (UN). Deswegen erhielt der “Treffpunkt Vielfalt – PikoPark“  am Samstag, kaum fertig und vorgestellt, auch schon eine Auszeichnung als offizielles „Projekt UN-Dekade Biologische Vielfalt“. Eine Fachjury hatte sich für die Auszeichnung entschieden, da der Wissenschaftsladen Bonn zusammen mit den beteiligten Wohnungsunternehmen in vorbildlicher Weise in urbanen Wohnquartieren Abstandsgrün ökologisch aufwertet und damit neue Lebensräume für die Natur und Begegnungsorte für die Menschen schaffe. „Nicht nur für den Hasenberg, sondern für ganz Remscheid wird der PikoPark Attraktion und Vorbild zugleich sein“, kommentierte das Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, als er Michaela Shields vom Wissenschaftsladen Bonn die Urkunde überreichte – stellvertretend für die weiteren vier Wohnungsunternehmen im Projekt. Zu den Gratulanten gehörten auch Adina Arth, Jugendbotschafterin der UN-Dekade, Wiltrud Willing, Architektin der GEWAG, und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jürgen Kucharczyk. Er hatte ab der Gestaltung des kleinen Parks dadurch mitgewirkt, dass er in einem Felsbrocken ein lächelndes Gesicht meißelte.

Was Anwohner mit fachkundiger Anleitung durch die Naturgärtnerin und Dipl.-Biologin Ulrike Aufderheide (calluna) aus Bonn in Workshops gemeinsam entworfen und dann auch angelegt haben, kann beispielhaft sein für ähnliche Grünanlagen in anderen Wohnvierteln der Stadt. Denn die PicoParks bieten die Gelegenheit, altbekannte oder neue Nachbarn zu treffen und mehr über die heimische Natur zu erfahren. Die Ideen dahinter: PicoPark heißt Pause machen! Ein kleiner Spaziergang, Sonne tanken, den Duft blühender Blumen genießen, auf einer Bank ein nettes Gespräch führen, Natur in direkter Nähe der eigenen Wohnung erleben – all das gibt Energie und steigert das Wohlbefinden. Und weil Gartenpflege gemeinsam am meisten Spaß macht, wird es am Schneppendahler Weg 48 künftig im Frühjahr und im Herbst Pflanz- und Pflegeaktionen, zu denen alle Nachbarn eingeladen sind. Es werden übrigens noch Interessierte gesucht, die Freude an dem naturnahen Park haben und aktiv dabei mithelfen wollen, ihn dauerhaft zu erhalten.

Die Naturgärtnerin und Dipl.-Biologin Ulrike Aufderheide über den Heilziest.

Ulrike Aufderheide erläuterte am Samstag am Beispiel des Heilziest, wie in dem Park der Natur ein wenig auf die Sprünge helfen geholfen wird – durch „Tiere pflanzen“ (siehe kleines Video). Der Heilziest aus der Familie der Lippenblüter wird bis zu 60 Zentimeter hoch und wächst gerne auf trockenen Wiesen und an sonnigen Abhängen oder, wie in diesem Fall, auf einer großen Kräuterspirale. Mit seinen auffälligen roten Blüten an der Stengelspitze lockt der mehrjährige Heilziest vor allem Wollbienen an.

Der WILA Bonn, 1984 gegründet, ist ein gemeinnütziger Verein und anerkannter Träger der Weiterbildung. Er macht Projekte und Bildungsveranstaltungen auf lokaler, überregionaler und internationaler Ebene gemäß dem Leitsatz „bilden - wissen -handeln". Mit seinem transdisziplinären Ansatz bringt der WILA Bonn Wissenschaft und Praxis zusammen und motiviert Menschen, sich aktiv für die Lösung so komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen wie der Energiewende, der Globalisierung oder einer nachhaltigen Stadtentwicklung einzusetzen.

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