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Kreuzungsausbau in 18 Monaten ist ambitioniert



Ausbau Ring-/Rader Straße kostet 4,5 Millionen“, überschrieb der Waterbölles am 12. April seinen Bericht über die damalige Sitzung der Bezirksvertretung Lennep. Die Zahl hat sich geändert: Die Gesamtkosten einschließlich einer 220 Meter langen Gabionenmauer auf dem jetzigen Bürgersteig, durch die die Eckgebäude der Geschwister-Scholl-Straße parallel zur Ringstraße Richtung Rader Straße vor dem Verkehrslärm geschützt werden sollen, werden fünf Millionen Euro betragen, wie Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), gestern auf einer Pressekonferenz im Rathaus berichtete. Davon übernimmt das Land 2,1 Millionen Euro. Den Beginn der Bauarbeiten auf der Kreuzung Ring / Rader Straße hatte Zirngiebl vor der BV Lennep für Mai angekündigt. Daraus wird nun der Montag, 3. Juni. Und schon am Sonntag sollen alle erforderlichen Verkehrs- / Umleitungsschilder aufgestellt werden. Davon wird es etliche geben.

„Je vernünftiger die Planung, desto kürzer die Bauzeit“, sagte gestern Gerald Hein, Leiter des Geschäftsstellenbereichs Straßen- und Brückenbau bei den TBR. Und Wolf-Dietrich Spelsberg, Gesellschafter der Remscheider Baufirma August Dohrmann GmbH, die von der Stadt mit den Bauarbeiten beauftragt wurde, hat das ehrgeizige Ziel, die Bauzeit von 18 Monaten möglichst noch zu unterschreiten, um fertig zu sein, wenn das Bauunternehmen sein 125-jähriges Bestehen feiert. „Eine Riesenaufgabe für alle Beteiligten“, so Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Aber er sei zuversichtlich. Schließlich gehe bei diesem Bauprojekt ein „Winner-Team“ an den Start, das schon an der Trecknase manche Herausforderung gemeistert habe. Und auch jetzt wieder werde „für jeden etwas dabei sein; da wird kein Wunsch offen bleiben“, scherzte Zirngiebl. Er hofft auf einen milden Winter, denn sonst sei der Bauzeitenplan wohl nicht einzuhalten.

„Das Winner-Team“ besteht auf Seiten der TBR aus Projektleiter Gunter Breidbach und Bauleiter Frank Schubert, auf Seiten von Dohrmann aus Bauleiter Matthias Förster und Schachtmeister Wolfgang Bödecker. Gerald Hein: „Damit sind wir gut aufgestellt und können die Baumaßnahme entspannt angehen!“ Eine erste Frucht im neuen Projekt hat die bewährte Zusammenarbeit bereits getragen: Die in der BV-Sitzung für den ersten Bauabschnitt angekündigte Behelfsstraße über den Schützenplatz, die den Umleitungsverkehr über die Wupper- und Kölner Straße zur Trecknase aufnehmen sollte, wird es nicht geben. Stattdessen wird ab 3. Juni an der Kreuzung die die Rader Straße zwischen Mühlenstraße und Ringstraße für voraussichtlich sechs Monate komplett gesperrt werden. Aus der Rader Straße wird in dieser Zeit der Verkehr nur nach links Richtung Trecknase und nach rechts Richtung Hackenberg fließen können; die Zufahrt aus der Kreuzung Ringstraße / Rader Straße in Richtung Lenneper Altstadt / Wupperstraße ist nicht möglich, ebenso wenig die Durchfahrt von der Wupperstraße bzw. der Mühlenstraße in Richtung Ringstraße. Die angrenzenden Straßen Brehmstraße, Wupperstraße und Mühlenstraße werden vorübergehend zu Sackgassen werden.

Zur besseren Abwicklung des Verkehrs und zur Orientierung von ortsunkundigen Fahrern werden die Straße „Am Stadion" und die „Rospattstraße" als Einbahnstraßen eingerichtet. Der Fahrverkehr aus der Wupperstraße wird über die „Rospattstraße" in Richtung Ringstraße umgeleitet. Das Einfahren in die Straße „Am Stadion" wird nur in Richtung Wupperstraße zugelassen. (siehe Streckenplan)

Die Bushaltestellen in der Rader Straße beziehungsweise Wupperstraße werden als Ersatzhaltestellen auf die Ringstraße verlagert. Die Umsteigemöglichkeiten der beiden Ersatzhaltestellen vor dem Autohaus und der Funbox werden über eine Querungshilfe ermöglicht.

„Durch den vollständigen Ausbau der Rader Straße in der ersten Bauphase kann im weiteren Verlauf der Baustelle auf den ursprünglich geplanten Ausbau einer provisorischen Behelfsstraße auf dem Kirmesplatz wahrscheinlich verzichtet werden“, sagte Michael Zirngiebl. Die Rader Straße soll im Bereich am Kirmesplatz und am ehemaligen Sportplatz um zusätzliche Fahrspuren erweitert werden.

In den weiteren Bauabschnitten soll die Ringstraße aus Richtung Remscheid in Richtung Lüttringhausen zur Einbahnstraße werden. Die Umleitung in Gegenrichtung erfolgt dann über die Wupper- und Kölner Straße. Michael Zirngiebl: „Diese Umleitungsstrecken haben sich beim Ausbau der Ringstraße mit lärmoptimierten Asphalt bewährt!“

Im Bereich der Kreuzung Ring- / Rader Straße wird der alte, ca. 70 Zentimeter hohe Straßenbelag aus Deck-, Mittel- und Tragschicht (Schotter) ersetzt. Beim neuen lärmoptimierten Asphalt gehen die Planer von insgesamt 17.000 Quadratmetern aus, mehr, als sie für die Trecknase benötigten. Er soll in möglichst langen Bahnen aufgetragen werden, um „Nähte“ zu vermeiden, die den angestrebten Lärmschutz mindern könnten.

TBR-Chef Zirngiebl widersprach in der gestrigen Pressekonferenz der häufig zu hörenden Ansicht, die Kreuzung werde wegen des geplanten Designer Outlet Centers (DOC) ausgebaut. Tatsächlich seien erste Pläne für eine „befriedigendere Verkehrsführung“ bereits nach dem Verzicht auf die Umgehungsstraße B 229n (parallel zur Ringstraße) entstanden. Den Anliegern der Kreuzung (Privatleuten und Firmen) kündigte er Hinweiszettel mit Namen und Telefonnummern der Ansprechpartner an. Denn während der Bauarbeiten soll jedes umliegende Haus erreicht werden können.

Der Kreuzungsausbau beschränkt sich nicht nur die auf den Straßenbau. Vielmehr müssen auch Versorgungsleitungen neu verlegt und auch wieder angeschlossen werden. Hierzu waren in den vergangenen anderthalb Jahren umfangreiche Tiefbauarbeiten (Leitungen, Kanäle) erforderlich.

Nach den guten Erfahrungen im Zuge der Baustelle an der Trecknase soll auch während der Baustelle an der Kreuzung Ringstraße / Rader Straße eine (an der Röntgenstraße installierte) Webcam über den Fortgang der Arbeiten und die aktuelle Verkehrslage informieren. Der Zugang zur Webcam wird über die Internetseite der Stadt Remscheid (www.remscheid.de) bzw. der TBR (www.tbr-info.de) möglich sein.

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Kommentare

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Bettina Stamm am :

Ein Ausbau in diesem Umfang wäre ohne DOC nicht notwendig. Der Investor trägt seinen Kostenanteil erst dann, wenn das DOC auch vor Gericht Bestand hat. Ansonsten bleiben die Kosten, wie auch die Kosten für die geplante Lärmschutzwand an der Ringstraße, bei den Bürger/Innen hängen. Es wird jede Menge an Geld und Kapazitäten aufgebracht , um Lennep für den DOC GAU schnellstmöglich vorzubereiten ohne Gewissheit zu haben, wie die Gerichte entscheiden werden. Dabei grenzt es schon an Absurdität, dass die bereits vor Jahren beschlossenen Pläne zur Stärkung des ortsansässigen Einzelhandel, auch um sich gegen das DOC behaupten zu können, immer noch in der Schublade liegen und Eigeninitiative der Händler ausgebremst wird. Noch absurder die Situation in Lennep: Es sind keine Grundstücke für die dringend benötigten Kitas vorhanden, aber es werden zigtausend qm auf unbestimmte Zeit für den Investor vorgehalten. Ganz zu schweigen von den Gebäuden auf den DOC-Grundstücken, für die nicht nur Fördergelder zurückgezahlt wurden, sondern nun seit Jahren verfallen. Aber wenn es sonst nix wird, schafft man mit der Zufahrt zu einem imaginären Parkhaus mit Sicherheit ein ganz besonderes Remscheider Alleinstellungsmerkmal. Die Prioritäten sind klar; Investorenpolitik auf Kosten der Bürger, am Bürger vorbei.

Eija Tirkkonen am :

Was ist von der Versprechung übrig geblieben, der Investor zahle alle Maßnahmen in Lennep, die für das DOC erforderlich sind? Wie es aussieht, zahlt der Investor lediglich 900.000 €, und das auch nur, wenn das Gericht positiv entscheidet. Die Pleitestadt zahlt den Löwenteil. Warum? Beide Baumaßnahmen, Kreuzungsumbau und Lärmschutzwand, sind doch explizit für das DOC, da sie penibel gemäß den DOC-Gutachten ausgeführt werden.Dass der Investor kein Risiko eingeht und auch die 900.000 € nur im Falle eines positiven Gerichtsentscheids zahlt, hatte seitens OB Mast-Weisz damals großes Verständnis hervorgerufen. Wenn OB für das Verhalten des Investors Besonnenheit attestiert, was ist von den millionenschweren Vorleistungen der Stadt zu halten? Wie im Spielcasino setzt die Stadt auf Rot und hofft, dass Schwarz nicht gewinnt. Das Zocken fing mit dem Beschluss zum Bauzeitenplan des DOC Maßnahmen an. Unmittelbar nach dem Beschluss hatte die Verwaltung die dem Investor gehörenden Maßnahmen aus dem Zeitplan wieder entfernt. Übrig blieben die städtischen Maßnahmen. Das Risiko lag einseitig bei der Stadt. Der Zeitplan ist übrigens bis heute nicht aktualisiert worden. Eine weitere Unverständlichkeit ist der Beschluss zur Lärmschutzwand. Die Verwaltungsvorlage wies keinerlei Kostenschätzung aus. Eine Maßnahme, die jetzt mit mit 5 Mio Euro beziffert wird! Offenbar hat die Verwaltung Angst, dass die Ersten die Sinnhaftigkeit des Unterfangens in Frage stellen könnten, wenn die städtischen Kosten den Grundstückspreis übertreffen. Seit wann ist das Projekt DOC eigentlich zu einem reinen Verwaltungprojekt geworden?

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