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Mit Menschen jüdischen Glaubens verbunden

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat dazu aufgerufen, am morgigen Samstag, 1. Juni, zum Zeichen der Solidarität mit Jüdinnen und Juden die Kippa zu tragen. Dazu hat die Synodalbeauftragte des Kirchenkreises für das jüdisch-christlichen Gespräch, Pfarrerin i.R. Dr. Anna-Barbara Bänkler-Falkenhagen, nach Rücksprache mit anderen Beteiligten am jüdisch-christlichen Gespräch eine kurze Erklärung verfasst. Superintendent Hartmut Demski: „Dr. Anna-Barbara Bänkler-Falkenhagen unterstreicht darin die Bedeutung einer solchen Geste und weist daraufhin, dass Jüdinnen und Juden dieses Zeichen durchaus als einen Ausdruck der Solidarität und  Verbundenheit verstehen. In vielen Häusern wird es zwar gar keine Kippa geben, und schon insofern eine Beteiligung an der Aktion nicht möglich sein; aber allein schon das Gespräch über dieses Thema und der Aufruf zu einer solchen Geste ist wertvoll. Mit Erschrecken erkennen wir, dass ein solcher Aufruf in unserem Lande offenbar wieder sinnvoll und nötig ist. In manchen Kirchenkreisen gibt es aus diesem Anlass jährlich einen Kippa-Tag.“ Hartmut Demski hat die Pfarrerinnen und Pfarrer im evangelischen Kirchenkreis Lennep gebeten zu prüfen, ob sie den kurzen Textes (siehe unten) am Sonntag im Gottesdienst verlesen wollen.

Aufruf zum Kippa-Tragen: „Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung Felix Klein hat dazu aufgerufen, als Zeichen der Solidarität mit Juden „in Berlin und überall in Deutschland“ am Samstag Kippa zu tragen. Auf diese Weise engagiere man sich „für die uneingeschränkte Religionsfreiheit und gesellschaftliche Vielfalt“, sagte er zu den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Außerdem rief er zur Teilnahme an der am gleichen Tage stattfindenden Gegenveranstaltung zur Al-Kuds-Demonstration in Berlin auf. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, wertet solche Solidaritätsaktionen als sinnvoll, hält sie aber nicht für ausreichend.

Der Berliner Kulturjournalist Jens Balzer, der u.a. für die ZEIT und den Deutschlandfunk schreibt, weist darauf hin, dass auch jüdische Kommentatoren diesen Vorschlag kritisierten und erklärten, „Kippa zu tragen sei allein Sache der Juden“. Dagegen führte er in einem Interview mit radioeins von rbb aus: „Es geht ja zunächst darum, dass hier zu einer Geste der Solidarität aufgerufen wird, und egal, wie gelungen man diese Geste nun findet, man muss doch festhalten, dass die Solidarität mit den Juden und gegen den Antisemitismus bitter notwendig ist.“ Das Tragen der Kippa ist als Geste der Solidarität mit den Juden und gegen den Antisemitismus gemeint, nicht als Geste gegen andere Menschen. Als christliche Gemeinden wissen wir uns in großer Solidarität mit Menschen jüdischen Glaubens verbunden, nicht nur am kommenden Samstag, sondern an jedem Tag, nicht nur mit Kippa, sondern auch ohne.“ (Dr. Anna-Barbara Baenkler-Falkenhagen, Synodalbeauftragte des Kirchenkreises für den jüdisch-christlichen Dialog)

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