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Strategien für einen „neuen Honsberg“ heute abend

Das YouTube-Video des Waterbölles vom 18. März mit Jorge Sobejano, Selina Feduchi und Álvaro Molins

Pressestelle der Stadt Remscheid

Im Auftrag der Stadt Remscheid, der „Montag Stiftung Urbane Räume“ und der Wohnungsaktiengesellschaft GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft haben Jorge Sobejano, Selina Feduchi und Álvaro Molins vom spanischen Büro „Taller de Casquería“ Strategien für einen „neuen Honsberg“ erarbeitet. Vorausgegangen war im März eine Projektwoche mit einer kollektiven Licht-Aktion zusammen mit Bewohner/innen des Stadtteil, Mitarbeiter/innen der Verwaltung und weiteren Akteuren, um Ideen für die gemeinwohlorientierte Zukunft des Honsbergs zu entwickelt. Heute Abend ab 18 Uhr wird die „Honsberg-Strategie“ im Gemeinschaftshaus Neuer Lindenhof öffentlich vorgestellt.

„Made by Honsberg“ heißt die Strategie, welcher die Idee der selbsttragenden Erneuerung durch eine produktive, kreative und vielfältige Stadtteilgemeinschaft zugrunde liegt. Sie baut auf den Gedanken kooperativer Arbeit unter Nutzung von Gemeinschaftsgütern und umfasst vier Handlungsfelder: Tooling Up Honsberg, Neues Wohnen und Arbeiten, Stadtteilidentität, Gemeinschaft. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen gemeinsam mit den Menschen vor Ort so zu verändern, dass alle die Möglichkeit haben, sich in die Gemeinschaft einzubringen. Die Strategie will Angebote für neue Nutzergruppen schaffen und Leute dafür begeistern, auf den Honsberg zu ziehen. Heute leerstehende Wohnungen sollen umgebaut, saniert und auf neue Nutzungen angepasst werden, um sie wieder mit Leben zu füllen.

Co-Working Häuser, Wohnateliers, Hausgemeinschaften, familien- oder WG-taugliche und altengerechte Wohnungen sind Beispiele für zeit- und bedarfsgemäße Formen des Wohnens und Arbeitens. Wichtigster Eckpunkt ist aber dass die Mieten bezahlbar bleiben und niemand verdrängt wird. Der Umbau der Immobilienbestände soll überdies lokal Arbeitsplätze schaffen und den Stadtteil aus sich selbst heraus erneuern. Mit dem Handlungsfeld „Tooling Up Honsberg" soll der Honsberg zu einem produktiven Stadtteil werden. „Taller de Casqueria“ empfehlen die Bildung von Honsberger Gilden und die Bereitstellung von Open Equipment (Gemeinsam genutzte Werkzeuge und Räume) sowie Infrastruktur (z.B. Breitband-Internet). Auf dem Honsberg soll also in Zukunft nicht nur gewohnt, sondern auch wieder gemeinsam gearbeitet, Handwerk gelernt und produziert werden.

Die Gilden erstellen Produkte, beispielsweise Baubeschläge, Vorsatzbalkone oder Architektur-Textilien, die zunächst für die Bestandssanierung im Quartier verwendet werden. Die Gilden-Produkte werden das Erscheinungsbild von Honsberg prägen, Identitätsbildung und Lokalstolz im Stadtteil fördern und so zu einem neuen Stadtteilimage beitragen. Empfohlen werden Gemeinschaftswerkstätten als Orte von Protoypen-Entwicklung, Produktion und Ausbildung. Diese sollen Honsberger Designern, lokalem Handwerk, Studierenden der Rheinischen FH sowie Bürgerinnen und Bürgern offenstehen.

„Taller de Casqueria schlagen auch vor, im Süden des Quartiers einen neuen, starken Gemeinschaftsort zu schaffen. Dort soll eine offene Stadtteilküche die kulinarischen Kulturen und die Menschen aller auf dem Honsberg vertretenen Nationen bei Essen und Trinken zusammenbringen. Dieser Küche könnte ein Stadtteil-Nutzgarten angeschlossen sein, der saisonal frische, selbst angebaute Nahrungsmittel liefert.

Die drei Kooperationspartner Stadt Remscheid, Montag Stiftung Urbane Räume gAG und GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid tragen jeweils ein Drittel der Planungskosten (pro Partner 10.000 Euro) Die Stadt Remscheid finanziert ihren Anteil partiell aus Fördermitteln. Die Montag Stiftung Urbane Räume prüft zurzeit ein Engagement auf dem Honsberg im Rahmen ihres Programms „Initialkapital für eine chancengerechte Stadtentwicklung".

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Kommentare

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Gerald Wolf am :

Die Ideen sind allesamt sehr überzeugend, richtig angepackt könnte aus dem Honsberg ein Musterbeispiel eines modernen, urbanen Zusammenlebens- und arbeiten entstehen. Gespannt bin ich letztlich auf die Umsetzung denn ich habe die Befürchtung dass das Ganze wieder eine sehr zähe Geschichte wird, so wie ich unseren extrem rückständigen Stadtrat kenne, dessen einziges Heil in der Zubetonierung von Grünflächen besteht um das nächste halbleere Industriegebiet zu erschließen. Was hier ständig völlig verpennt wird, ist das Thema Lebensqualität und Leben besteht nicht nur aus Arbeiten. Den Menschen ein Umfeld zu schaffen, in der gerne gelebt wird und in dem auch gearbeitet werden kann, Zersiedlungen stoppen, Grünflächen erhalten, das ist die Zukunft. Die Stadt hat in den Vorschlägen zum Honsberg die große Chance zu beweisen dass sie doch in der Lage ist in vernünftiger Art und Weise zukunftsorientiert zu denken, zu planen und zu handeln.

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