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Kein langes Warten auf Nachfolge von Dehnke

Frank Dehnke geht nach Friedberg in Hessen“, berichtete der Waterbölles am Mittwoch, 29. Mai, um 13.03 Uhr als erstes lokales Medium in Remscheid. Für Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz war das allerdings damals keine Neuigkeit mehr. Schon Tage, bevor der Vorstandsvorsitzende der Remscheider Stadtsparkasse seinen neuen Arbeitsvertrag mit Sparkasse Oberhessen in Friedberg (Hessen) hatte  der 49 Jahre alte Hückeswagener den OB als Vorsitzenden des Sparkassen-Aufsichtsrates über seinen beruflichen Wechsel informiert. Zum Jahreswechsel wird Dehnke sein Amt in Hessen antreten. Und bis dahin wird er die Stadtsparekasse Remscheid wohl noch einige Male bei öffentlichen Anlässen vertreten. Aber die Ankündigung des Weggangs kam – auch für die Mitarbeiter/innen der Sparkasse – so überraschend, dass sich der OB und Dehnke heute zu einer gemeinsamen Pressekonferenz veranlasst sahen, um dazu Stellung zu nehmen. Dabei betonte Burkhard Mast-Weisz: „Schade, dass Du gehst. Viel Glück für die neuen Herausforderungen!“ Der Aufsichtsrat werde bemüht sein, die Nachfolge alsbald zu regeln. An der Dreier-Spitze mit zwei Vorstandsmitgliedern und einem Stellvertreter werde man aller Voraussicht nach festhalten. Ebenso an der Selbständigkeit der Remscheider Sparkasse. Der Weggang von Frank Dehnke sei kein Grund für Spekulationen über eine Fusion mit einer anderen Sparkasse (Wuppertal).

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Kommentare

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Tobias Dehler am :

Die Argumentation des Oberbürgermeisters hinsichtlich einer nicht notwendigen Fusion zu einer Bergischen Sparkasse erschliesst sich mir nicht. Auch wenn ein Vorstandswechsel kein Fusionsauslöser ist, gehört die Frage eines solchen interkommunalen Instituts meiner Meinung nach ernsthaft diskutiert. Wir haben eine Bergische Volksbank, eine Bergische IHK, eine Bergische Universität aber keine Bergische Sparkasse. Warum? Gerade die Remscheider Sparkasse ist deutlich nicht mehr in der oberen Hälfte der Sparkassen in Deutschland (Platz 250/403) angesiedelt. In einem Markt der, wie der deutsche Bankenmarkt, so umkämpft und fragmentiert ist glauben wir, dass wir unsere kleine Stadtsparkassen erhalten können? Die Digitalisierung und Automatisierung der Finanzwelt beschleunigt sich aktuell rasant und schreit nach Skaleneffekten. Die entstehen aber nicht zwischen Hasenberg und Hasten. Geschäft können die Sparkassen mit Ihrer Regionalkompetenz vor allem im Immobilien- und Geschäftskundenbereich erzielen. Dafür bedarf es aber nicht drei Vorständen, drei Verwaltungen, drei komplexen Reportings an die EZB, etc. Was die Sparkassen brauchen ist mehr Beraterinnen und Berater draußen "im Feld". Da sitzt doch der potentielle Ertrag. Laut Sparkassen-Rangliste 2016* käme eine Bergische Sparkasse (W-SG-RS) auf eine Bilanzsumme von knapp über 11 Mrd. Euro und würde damit auf Platzt 14 hinter der Stadtsparkasse Düsseldorf landen. Ich vermute, dass dies eine zukunftsfähige Größe sein könnte. Zur Info hier die Bergischen Bilanzsummen und Plätze 2016 (von 403): Wuppertal 7.144.525 € (Platz 32) Solingen 2.462.042 € (Platz 152) Remscheid 1.470.241 € (Platz 250) Wermelskirchen 667.765 € (Platz 351) Radevormwald-Hückeswagen 575.298 € (Platz 362) *Quelle: https://www.dsgv.de/content/dam/dsgv-de/sparkassen-finanzgruppe/downloads/Sparkassenrangliste-2016.pdf

Gerd Rothbrust am :

Skaleneffekte (=Größenvorteile) versus „klein aber fein“, ich sehe in der Zentralisierung kaum Verbesserungen. Jetzt sitzt der „Remscheider OB“ im Verwaltungsrat und vertritt dort Remscheider Interessen. Wer sitzt in Verwaltungsrat einer „Bergischen Sparkasse“ und vertritt dort welche Interessen? Wie werden die Gewinne aufgeteilt, was ist mit dem Angestellten, etc., etc.?

Heinz Wäscher am :

Die Antworten findet man u. a, in den veröffentlichten Jahresabschlüssen der Stadtsparkasse im elektronischen Bundesanzeiger (bundesanzeiger.de) wenn man in der erweiterten Suche den Begriff „Stadtsparkasse Remscheid” eingibt.

Karsten Neldner am :

Warum hat der "Remscheider OB" dann nicht die Interessen der vielen Remscheider vertreten, die jetzt in ihren Stadtteilen ohne Geldversorgung dastehen - keine Filiale und kein Geldautomat. Gerade für ältere Menschen, die überwiegend kein Online Banking machen ist das ein großes Ärgernis.

Gerd Rothbrust am :

Ich war bei keiner Sitzung des Verwaltungsrates dabei: Somit weiß ich es nicht. Allerdings die Bilanzsumme der Sparkasse Wuppertal (7,1 Mrd. €) ist knapp 2 Milliarden Euro höher als die Gesamtsumme (5,2 Mrd.) der Sparkassen Solingen, Remscheid, Wermelskirchen und Radevormwald-Hückeswagen! Welche Interessen würden wohl in einer Bergischen Sparkasse vertreten?

Tobias Dehler am :

Der durchschnittliche Kunde besucht eine Filiale heute ein Mal pro Jahr. Bargeld kann mittlerweile bei fast allen Supermärkten abgehoben werden und wer möchte kann sich (gegen eine Gebühr) Bargeld nach Hause liefern lassen. Abgesehen davon ist Kartenzahlung heute fast überall möglich. Sicherlich gibt es Kundinnen und Kunden denen die Ausdünnung des Filial- und Automatennetzes weh tut. Sparkassen, die aber nicht nur profitabel sein müssen, sondern auch noch in Form von Spenden und Co. das Stadtleben mitfinanzieren, müssen eben Geld verdienen. Das geht entweder durch mehr Umsatz oder Reduktion von Kosten. Da der Markt lokal begrenzt ist, geht die Entwicklung auch über die Kostenseite. Anderseits kann man auch fragen warum all die Kunden, die bestimmte Dienste nicht mehr regelmäßig nutzen, diese für einen zunehmend kleineren Kundenkreis subventionieren sollen.

Gerd Rothbrust am :

Die Problematik „elektronische Bank“ hatten wie hier schon im September 2018 angeschnitten. Die „elektronische Bank“ müssen die Arbeitnehmer ausbaden: In den Banken werden sie entlassen, in den Supermärkten zusätzlich belastet! Zudem wer hebt schon größere Beträge an einer Supermarktkasse ab, wie ist es mit Überweisungen, Daueraufträgen, etc. – auch an der Supermarktkasse? Eine weitere Gefahr beim „elektronischen Geldmarkt“ ist: Bargeld wird überflüssig! UND gehen Sie einmal am Monatsanfang zur Bank, dann sehen sie den „durchschnittlichen Kunden“ in einer langen Schlange anstehen… Geldverdienen schön und gut, die Folgen sind überall sichtbar: Arbeitsplätze wandern in Billiglohnländer, Automatisierung/Arbeit 4.0/etc. vernichtet Arbeitsplätze, „die Schere“ öffnet sich weiter… Kurzsichtiges Gewinnstreben ist nicht nachhaltig, es zerstört Gesellschaften!“

Horst Klaeuser am :

Die allzu große Nähe einer Stadtverwaltung zum Vorstand einer Stadtsparkasse könnte aus "hygienischen" Gründen manchem ein Dorn im Auge sein. Das ist nachvollziehbar. Letztlich macht es sich für eine Stadt wie Remscheid seit Jahrzehnten bezahlt, wenn ein gut geführtes Finanzunternehmen seinen Sitz in der Stadt hat, wo auch das Geld verdient wird und die Kunden sitzen. Um Kultur, ehrenamtliches Engagement, Sportvereine und anderes mehr wäre es in Remscheid viel ärmer bestellt, hätten wir nicht die Stadtsparkasse Remscheid, die schon satzungsgemäß Gelder in unsere Stadt auszuschütten hat. [um es sehr deutlich zusagen, die Volksbank hinkt in diesem lokalen Engagement kaum hinterher!!] Ich weiß im übrigen sehr konkret, was es bedeutet, wenn lokale Geldinstitute auch lokal verwurzelt sind. Über mindestens 20 Jahre engagiere ich mich ehrenamtlich auf unterschiedlichen Ebenen und suche (und finde meist) wunderbare Partner für Projekte und Veranstaltungen. Wer ist verlässlich, generös immer dabei? Die Stadtsparkasse [und ja auch: immer die Volksbank!] Und wer regelmäßig nicht? Die Großbanken! Darauf sollte eine letztlich kleine Stadt wie Remscheid nicht verzichten, Synergie hin, Kosteneinsparung und Ranking her. Wie Wuppertaler Granden mit ihren Nachbarn in Remscheid und Solingen umgehen, kann man an vielen Beispielen der letzten Jahre ablesen. Mein persönliches Fazit: Finger weg von einer Stadtsparkassenfusion im Bergischen Land. Denn eins haben wir in etlichen Finanzkrisen auch gesehen: Größe allein ist kein Schutz.

Tobias Dehler am :

Ich geben Ihnen, Herr Kläuser, der ich selbst auch Kunde der Sparkassen in Remscheid und Wuppertal bin, absolut recht. Die Sparkassen und Volksbanken übernehmen viel regionale Verantwortung für unterschiedlichste Zwecke, und das tut unseren Städten gut. Ob im Kindergarten meines jüngeren oder der Grundschule meines älteren Sohns – ohne sie wären einige Aktivitäten nicht möglich. Ich selber bin kein Banker, finde die Branche aber spannend. Wer sich mit den aktuellen Entwicklungen beschäftigt wird merken, dass die strukturellen Umbrüche in unserer sehr speziell strukturierten deutschen Bankenlandschaft, vielen, vor allem kleineren Instituten, durch das Zinsumfeld, die Kostenstruktur, die Regulation, etc. die Existenz immer schwerer machen. Der technologische Wandel tut sein Übriges dazu. Gerade weil ich die Sparkassen schätze möchte ich, dass sie uns langfristig erhalten bleiben. Im Bergischen Städtedreieck leben knapp über 600.000 Menschen. Wir sind schon im regionalen Wettbewerb allein im Vergleich zum Ruhrgebiet und Rheinland nur eine kleine - aber feine ;-) - Region. Ich bin der festen Überzeugung, dass gerade für den Erhalt wichtiger Strukturen (wie der Sparkassen) zukünftig die lokale Perspektive durch eine regionale, in unserem Fall bergische, Perspektive ersetzt werden muss. Es ist ja nicht so, dass es die nicht auch schon in Ansätzen gäbe. Bspw. in Form des gemeinsamen Servicecenters der Sparkassen Remscheid und Solingen. Ich fände es schade, wenn irgendwann die Notwendigkeit einer bergischen Sparkasse durch die Schieflage einer der städtischen Sparkassen entstehen würde. Abgesehen davon ob sie dann noch kämen oder nicht schlimmstenfalls das betroffene Institut abgewickelt würde und die restlichen Akteure den Markt unter sich aufteilen würden. Daher würde ich die offene Diskussion einer möglichen (!) Fusion (der OB hätte das Thema ja nicht angesprochen wenn es keines wäre), zu einem Zeitpunkt wo noch nicht die normative Kraft des Faktischen für die Entscheidung sorgt, sehr begrüßen.

Lothar Kaiser am :

Lieber Horst, das kann ich aus der Sicht unserer Stiftung für gemeinnützige Projekte in Remscheid nur bestätigen.

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