Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

In Bebauungsplänen Natur mehr Platz einräumen

Pressemitteilung des Naturschutzbeirates

In der Sitzung vom 11. Juni diskutierte der Naturschutzbeirat (NB) der Stadt Remscheid die Mitteilungsvorlage der Verwaltung zum Thema „Schottergärten“ für die Sitzung des Umweltausschusses (BUKO) vom 15. März. Jörg Fiebig (Nabu Remscheid) stellte den Antrag, Schottergärten grundsätzlich zu verbieten. Nach Diskussion empfiehlt der NB einstimmig, den entsprechenden Fachausschüssen, gemäß der Baunutzungsverordnung, künftig die freien Flächen  in Bebauungsplänen, als  mit Pflanzen, Sträuchern  und Bäumen zu bepflanzen festzusetzen. Sicher nur ein winziger Schritt auf dem Weg zu nachhaltiger Stadtentwicklung.

Das derzeit praktizierte Verfahren, Dach- und Fassadenbegrünungen im Verfahren lediglich nach Klimacheck in der Baugenehmigung festzuschreiben, wurde seitens des Gremiums erneut als nur wenig zielführend angesehen. Die Dachbegrünung größerer Flachdächer würde ihren Beitrag gegen die Klimaerwärmung, bei Starkregen sowie als Lebensraum für Insekten- und Vogelarten leisten. Hier ist die Politik gefragt, die Verwaltung zu beauftragen ,entsprechende Lösungen  zu erarbeiten.  (Gabriele Lipka, Vorsitzende des Naturschutzbeirates)

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Chronist am :

Zur Sitzung der BUKO am 25. Juni hat die Verwaltung eine ungewöhnliche Mitteilungsvorlage geschrieben: Sie besteht aus einem einzigen Satz, der sich auf die Empfehlung des Naturschutzbeirats bez. Schottergärten bezieht. Und dieser Satz lautet: „Der Naturschutzbeirat hat in seiner Sitzung am 11. Juni 2019 eine Empfehlung beschlossen, die hiermit zur Kenntnis gegeben wird.“ Zum Klima-Check heißt es vorweg: „Nicht relevant.“

Norbert Landen am :

Die Verwaltung weiß natürlich, dass der Naturschutzbeirat nur Empfehlungen aussprechen kann. Deshalb ist es der Verwaltung egal, was der Beirat sagt. Die machen ihr eigenes Ding.

Fraktion der Grünen am :

Wir freuen uns über den Vorstoß des Naturschutzbeirats, dem wir gerne folgen. Bei neuen Bebauungsplänen möchten auch wir von den rechtlichen Möglichkeiten Gebrauch nehmen. Der Sinn und Unsinn von Schottergärten beschäftigt uns schon seit einiger Zeit. Naturschutz und Insektensterben sind in aller Munde, und in der Bevölkerung steigt die Kritik an der vermeintlich pflegeleichteren Gartengestaltung mit Kies, Schotter und Steinen. Eine zusätzliche Flächenversiegelung hat schwere Auswirkungen auf das Mikroklima und die Artenvielfalt in unseren Städten, führt zu Erhitzung der Böden und kann bei Starkregenereignissen zu Überschwemmungen führen. So kann es je nach Gartengestaltung gerade bei den derzeitigen Wetterverhältnissen zu Temperaturunterschieden von weit über 20 Grad kommen. Eine naturnahe Gartengestaltung schützt also nicht nur Insekten, sondern auch die Nachbarn!“ „Es ist es uns eine Herzensangelegenheit, dass der Antrag des Naturschutzbeirats durch eine breite Öffentlichkeitsarbeit unterstützt wird. Dazu brauchen wir zielgerichtete Informationen und Aufklärung über die Auswirkungen einer Gartengestaltung ausschließlich mit Schotter, Kies und anderen leblosen Gestaltungsformen. Dazu soll die Verwaltung eine Konzeption zur Beratung und Unterstützung von Gartenbesitzerinnen und -besitzern im Sinne der Biodiversität erstellen. Ein Vorzeigebeispiel und eine Blaupause dafür ist das Projekt „Remscheid brummt“, ergänzt Lars Jochimsen, Baupolitischer Sprecher der Fraktion.

Peter Maar, Peter Maar, Mitglied des Naturschutzbeirates am :

Erstaunlich ist, dass der Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung sich in seiner Aprilsitzung mit der Anfrage der Grünen und der ausführlichen Stellungnahme der Verwaltung überhaupt nicht näher beschäftigt hat. Nach Auskunft der Verwaltung hat dieser Ausschuss die Vorlage lediglich "ohne weitere Aussprache zur Kenntnis genommen". Für dieses Verhalten hatten die Mitglieder des Naturschutzbeirates wenig Verständnis und empfahlen nach eingehender Aussprache einstimmig, dass sich der zuständige Fachausschuss mit dem Problem befasst und es nicht nur bei einer "Kenntnisnahme" bewenden lässt.

David Schichel am :

Sehr geehrter Herr Maar, das Unverständnis des Landschaftsbeirats kann ich nachvollziehen. Allerdings sieht die Geschäftsordnung des Rates genau dieses Verfahren vor. Zu Antworten der Verwaltung auf Anfragen der Politik können Nachfragen gestellt werden, darüber hinaus ist eine Aussprache nicht vorgesehen. Es obliegt der Politik, aus den zur Kenntnis genommenen Antworten Schlüsse zu ziehen und diese in politische Initiativen, z.B. die Beantragung eines ordentlichen Tagesordnungspunktes oder die Einbringung eines Ratsantrags, zu überführen. Die Erfahrung insbesondere aus dieser Ratsperiode zeigen, dass dieses Verfahren eine zielgerichtete politische Diskussion unterstützt. Als Anfragestellerin haben wir Schlüsse aus den Antworten der Verwaltung gezogen, allerdings ist uns der Landschaftsbeirat mit seiner Empfehlung dankenswerter Weise bereits zuvorgekommen.

David Schichel am :

Es handelt sich natürlich um den Naturschutzbeirat, mein Fehler!

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!