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Bewässerung durstiger Bäume ist nicht möglich

Zur Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 25. Juni hatte die CDU-Fraktion vier Fragen nach dem Zustand der Bäume in Remscheid gestellt. Aktueller Anlass: Befürchtete Folgen der (wachsenden) Bodentrockenheit. Die Antworten hat die Verwaltung jetzt vorgelegt.

Frage 1. Sind aufgrund der Trockenheit Schäden am Baumbestand an unseren Straßen, in unseren Gärten und Parkanlagen sowie in öffentlichen Einrichtungen (Schulen, Kitas, Spielplätze etc.) zu verzeichnen?
Antwort: Baumschäden, die ausschließlich bzw. monocausal auf die Trockenheit zurückzuführen sind, sind den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) nicht bekannt. Allerdings ist zu erwarten, dass die Trockenheit des vergangenen Jahres auch in Remscheid bei vielen Bäumen zu deutlichen Vitalitätseinbußen mit verminderter Widerstandskraft gegen biotische (Pilze, Bakterien, Insekten) Baumschädlinge sowie abiotische Baumschäden (Sturm, Astbruch, Trockenheit, Ozon- und UV-Empfindlichkeit etc.) geführt hat. Exaktere Aussagen hierzu sind allerdings nicht vor Sommer 2019, d.h. nach den ersten Hitzeperioden möglich. Die Erfassung auch dieser Schäden wird ein Bestandteil der regelmäßigen Baumkontrollen sein.
Problematisch ist hierbei sicherlich auch, dass die Niederschläge im Winter/Frühjahr nur ausgereicht haben, um den Boden oberflächennah bis in eine Tiefe von ca. 25 bis 30 Zentimetern mit Feuchtigkeit zu versorgen. Die tieferen Lagen – aus denen die Bäume hauptsächlich ihren Wasserbedarf decken – sind immer noch trocken,

Frage 2. Wie sieht es mit Baumerkrankungen infolge der Schwächung der Bäume aus?
Antwort: Die Baumerkrankungen nehmen seit Jahren signifikant zu. Betroffen sind vor allem die folgenden Bauarten: Esche, Buche, Ahorn, Platane, Rosskastanie und Eiche. Meist äußert sich dies in einer multiplen Erkrankungssituation, die z.B. bei der Esche bereits seit dem Jahre 2017 fast zu einem Totalausfall infolge des Eschentriebsterbens geführt hat.

Frage 3. Müssen wir mit finanziellen Mehraufwendungen im Bereich der Baumpflege rechnen, um die Verkehrssicherheit von Bäumen zu erhalten?
Antwort: Die TBR haben bereits für das Jahr 2019 einen Mehrbedarf für zusätzliche Baumkontrollen und Maßnahmen in einem Volumen von ca. 100.ooo € im Budget geplant. Ebenso wurde bereits vor einigen Jahren eine weitere Stelle eins Baumkontrolleurs eingerichtet. Aufgrund der absehbar nur noch begrenzt verfügbaren freien Unternehmerkapazitäten erwägen die TBR mittelfristig zudem den Aufbau einer eigenen Baumpflegekolonne, die mit entsprechendem Gerät und Fachpersonal auszustatten ist.

Frage 4. Sind im Stadtgebiet Extremstandorte von Bäumen bekannt, welche bei wiederkehrender Trockenheit zu wässern sind?
Antwort: Grundsätzlich sind im Innenstadtbereich Baumstandorte denkbar, die von Fahrzeugen aus oder mit sog. Wassersäcken über einen längeren Zeitraum zu bewässern wären. Als Folge des Dürrejahres 2018 war dieses Bewässerungssystem im Laufe des Jahres jedoch frühzeitig ausverkauft und nicht verfügbar.
Aufgrund des tatsächlichen täglichen Wasserverbrauchs von innerstädtischen Großbäumen bei Temperaturen über 30 Grad (mehrere Tausend Liter pro Tag), der verkehrstechnischen Beschränkung während der Maßnahmen (Staubildung) sowie der nur eingeschränkten positiven Wirkung (häufig zu starker Wasserstrahl, zu kleine Baumscheiben führen lediglich zu Oberflächenabfluss, das Wasser gelangt nicht an die Baumwurzeln) wird von einer Bewässerung von Fahrzeugen aus abgesehen. Unabhängig davon verfügen die TBR weder über geeignete und ausreichende Fahrzeugtechnik bzw. -kapazität, noch über entsprechend ausreichend und qualifiziertes Personal. Konsequenterweise sollte man zunächst eher eine Diskussion über notwendige Baumscheibengrößen im Innenstadtbereich führen. Weiterhin sollten bei neuen Baumscheiben Bewässerungs- und Belüftungssysteme eingebaut werden.

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