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Röntgen-Fortbildung künftig in Röntgens Geburtshaus

Mit dem Erwerb des Geburtshauses von Wilhelm Conrad Röntgen, Gänsemarkt 1 in der Lenneper Altstadt, im Jahr 2011 hat es sich die Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG) zur Aufgabe gemacht, den Ursprungsort des weltberühmten Wissenschaftlers umfassend zu sanieren und so zu gestalten, dass er als ein lebendiges Denkmal und inspirierender Ort regional, national und international genutzt und erlebt werden kann. In diesem Frühjahr 2019 wurde bereits eine Publikumsausstellung im Erdgeschoss feierlich eröffnet. Zum 27. März 2020 wird das Geburtshaus anlässlich des 175. Geburtstags von Wilhelm Conrad Röntgen und des 125. Jubiläums der Entdeckung der Röntgenstrahlen vollständig fertiggestellt sein. Das Haus wird dabei nicht nur das bereits bestehende (bildungs-)touristische Angebot der Region ergänzen, sondern auch eine zentrale Rolle bei der Wahrnehmung wichtiger Aufgaben durch die DRG einnehmen. Zukünftig wird es deshalb einerseits Führungen durch die Publikumsausstellung, Vortragsveranstaltungen zu historischen oder wissenschaftlichen Themen sowie Gremiensitzungen der DRG, assoziierter Fachgesellschaften und Partnern geben. Mit dem „International Roentgen Training and Testing Center“ wird hier andererseits auch eine zentrale Anlaufstelle etabliert für Fortbildungsveranstaltungen, Workshops und Zertifizierungen von Ärzten, Physikern und Medizinisch-Technische Röntgen-Assistent/innen.

Video-Rundgang im Erdgeschoss von Röntgens Geburtshaus im April.

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ist außerdem die Einrichtung der „WCR-Juniorakademie“ geplant, unter deren Dach Bildungsangebote mit einem medizinisch-technischen Fokus für Jugendliche entwickelt und umgesetzt werden. Gestern Mittag traf sich der OB in  Röntgens Geburtshaus mit dem auf dem 100. Deutschen Röntgenkongress neu gewählte Vorstand der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) um Präsident Prof. Dr. Gerald Antoch vom Universitätsklinikum Düsseldorf.

 „Wir sind stolz darauf, den Weg der Sanierung gemeinsam mit der DRG gegangen zu sein“. betonte Dr. Uwe Busch, der Direktor des Deutsches Röntgen-Museums. „Für Remscheid allein wäre das etwas schwierig gewesen!“ Antoch gab das Kompliment höflich zurück und verwies auf die kompetente Präsenz vor Ort: den Museumsleiter, die Architektin (Sophie Welke) und die Untere Denkmalschutzbehörde. Bis März 2020 wird die Sanierung des Hauses rund 1,5 Millionen Euro gekostet haben.

Dass das Röntgenhaus durch die Einrichtung des „International Roentgen Training and Testing Center“ auch für die heimische Hotellerie von Bedeutung sein wird, stellte sich gestern eher zufällig heraus, als von geplanten 100 Zusatzqualifikationen von jungen Röntgenologen die Rede war. Diese Zertifizierungen müssen sie sich dort künftig u.a. in praktischen Prüfungen an Computer-Bildschirmen (simulierte (Katheter)-Untersuchungen) erwerben. Und der Besuch in Lennep dürfte dann in der Regel vor oder nach der Prüfung eine Hotelübernachtung einschließen. Das freute den OB besonders! Mit Museumsleiter Busch war er sich sicher: „Das wertet den Standort zusätzlich auf!“ Vor allem, weil Krankenkassen zunehmend solche Zertifizierungen (bisher freiwillig) von Radiologen einfordern.

Übrigens: Nachwuchssorgen kennen diese Spezialisten nicht, wie Prof. Gerald Antoch verriet: „Die Detektivarbeit am Röntgenbild ist attraktiv!“ Das zeigt sich auch an der Zahl der DRG-Mitglieder; von derzeit 9.700 will die Gesellschaft bis zum Jahresende auf 10.000 wachsen. An neuen Aufgaben werde es Röntgenologen auch künftig nicht mangeln: Bei der Diagnose von Datensätzen / Röntgenbildern komme künftig verstärkt Künstliche Intelligenz“ zum Einsatz. Wissenschaftliche Fortschritte seien vor allem bei Tumor- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erwarten.

Mit dem DRG-Vorstand besichtigte der OB die deutlichen Fortschritte bei der Restaurierung von Röntgens Geburtshaus – und war beeindruckt: „Hier entsteht ein spannender Ort!“ Darauf konnte er kürzlich bei einer persönlichen Begegnung auch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier aufmerksam machen und zur Einweihung am 27. März nächsten Jahres einladen. Ob es dessen Zeitplan zulässt, bleibt abzuwarten. Der Termin der Einweihung stehe jedenfalls, das lasse sich am guten Verlauf der Gebäudesanierung ablesen, war sich gestern DRG-Präsident Prof. Dr. Gerald Antoch sicher. Zumal für den 28. März die Verleihung der Röntgenplakette 2020 feststeht.

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