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Mit sehr viel Liebe willkommen geheißen

Mein Name ist Wienke Dirks, ich bin  19 Jahre alt (im, Foto oben rechts). In Uganda hieß ich eigentlich immer Wienka. Ich bin gerade frisch von meinem Aufenthalt im Projekt „Our children and our future“ aus Uganda zurück in Remscheid. Aus geplanten sechs Monaten in Afrika wurden acht,  und ich möchte ein wenig über diese Zeit erzählen.

„Sechs Monate Afrika!? Uganda? Was willst du denn da?“ Das durfte ich mir vor meiner Abreise oft anhören, aber ich wollte unbedingt eine neue Kultur und neue Menschen kennenlernen. Mit dem Abi war ich durch und meine Zukunftspläne waren bislang eigentlich nur unklare Ideen. Durch Freunde kam ich dann auf das Projekt OCAOF und war sofort gefesselt. Die Idee reifte, für eine längere Zeit in Uganda zu leben. Das Projekt passte zu mir, da gern ich mit Kindern zusammenarbeiten und gleichzeitig Erfahrungen als Lehrerin sammeln wollte

Somit war es entschieden, und die Reise in das ferne Uganda ging Ende September 2018 los. Nach 18 langen Stunden wurde ich mit offenen Armen empfangen, und obwohl ich aus der Ferne kam und nicht die erste Freiwillige war, haben die Kinder und Mitarbeiter mich mit so viel Liebe willkommen geheißen, dass es mich überwältigt hat. Zusammen mit meiner Mitfreiwilligen Jessica habe unvergesslich schöne Momente im kleinen Paradies Kamukongo erleben dürfen.

Da war zum einen die Mithilfe im Kinderheim, und drei Mal in der Woche ging es in die „Kitamba Secondary School“, die auch zum Projekt gehört. En dortigen Deutschlehrer haben wir im Unterricht, bei den Korrekturen und vielem anderen unterstützt. Den Unterricht kann man nur teilweise mit dem hier bei uns in Deutschland vergleichen. Die Klassen sind mit durchschnittlich 60 SchülerInnen deutlich größer, weshalb meistens Frontalunterricht stattfindet.  Ich bin immer noch sehr beeindruckt, mit welcher Motivation die SchülerInnen dort Deutsch lernen und immer nach noch mehr Übungen oder neuen Wörter fragen. Da habe ich mich dann umso mehr mitgefreut, wenn die Note der nächsten Klassenarbeit wieder etwas besser ausfiel. Ziemlich schnell ist mir klargeworden, dass ich mir selbst auch Deutsch beibringen muss, denn ich wollte die Fehler nicht nur korrigieren, sondern auch erklären können. Denn Deutsch als Fremdsprache ist leider alles andere als einfach.

Im Kinderheim, meinem Zuhause in Uganda, brauchte ich etwas Zeit, um mich einzuleben und in alle Abläufe reinzukommen. Danach hieß es dann: waschen, kochen, spielen, toben, tanzen, singen und Neues entdecken…. Besonders während der Schulferien haben wir viele lustige Dinge erlebt, dass kein Tag dem anderen glich. Ob es nun das tägliche Schälen von Maniok, das Waschen der Kleidung oder der Weg zur Farm war, wir haben immer gesungen und gelacht, besonders viel über komische unaussprechliche deutsche Wörter wie Kartoffelpüree oder meine nicht immer perfekte Aussprache der regionalen Sprache Luganda. Eine besondere Sache durfte dabei eigentlich nie fehlen: Mein kleiner Musiklautsprecher und mein Handy mit ugandischer Musik. Ich konnte eigentlich nie in den Hof kommen ohne von jemand „Wienka musici“ zu hören. Jedes Mal haben alle, besonders die Jüngeren, dazu getanzt, und bei einigen Songs haben wir uns auch einige Choreografien ausgedacht. Im Kinderheim fühlte ich mich nie allein oder gelangweilt, weil immer irgendjemand irgendwo herumschwirrte.

Besonders gefreut habe ich mich über den Besuch meines Bruders über Weihnachten. Diese Zeit haben wir auch dazu genutzt, um das Land etwas zu erkunden. In einem der vielen Nationalparks erlebten wir Zebras, Nilpferde und Giraffen aus nächster Nähe. Ugandas Natur ist sehr beeindruckend, da sie entgegen aller Vorurteile gegenüber Afrika sehr grün ist. Die letzten Wochen vergingen dann leider wie im Flug, und auf einmal war der Tag meiner Abreise gekommen. Mich durften einige der Kinder mit zum Flughafen begleiten, was für sie eine wunderbare Erfahrung war. Unter Tränen haben wir uns voneinander verabschiedet, aber ich kann jetzt schon sagen, dass ich zurückfliegen werde, um alle wieder in den Armen halten zu können. Ich bin sehr dankbar, all diese Erfahrungen gemacht zu haben und könnte ganze Bücher mit lustigen Geschichten füllen. Bisher gab es keinen Tag, an dem ich nicht an Uganda gedacht habe, und das wird sich auch so schnell nicht ändern.

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