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Sängerfahrt des LMC führte in die Niederlande

Pressemitteilung des Lüttringhauser Männerchors von 1855

Zum ersten Mal in seiner 164-jährigen Geschichte führte die alljährliche Sängerfahrt des Lüttringhauser Männerchores (LMC) in die Niederlande. Für drei Tage erwartete die Sänger ein unterhaltsames und kontrastreiches Programm. Übernachtet wurde in Delft in einem kleinen, typisch holländischen Hotel in der Mitte der wunderschönen Altstadt, gelegen im Schatten der 1351 fertiggestellten Nieuwen Kerk, deren 109 Meter hoher Turm das Stadtbild überragt.

Delft gehört zu den ältesten holländischen Städten, ist Sitz einer Technischen Universität mit 20.000 Studenten und hat ca. 100.000 Einwohner. Bei einer Grachtenrundfahrt und einer Stadtführung lernten die Sänger das von Grachten durchzogene Stadtbild kennen, das von Brabanter Gotik und Patrizierhäusern der Renaissance geprägt ist. Die Stadt ist auch wegen ihrer zahlreichen Keramikmanufakturen bekannt, die das berühmte Porzellan „Delfter Blau“ herstellen. Mit seinem riesigen historischen Marktplatz und den zahlreichen, an Grachten gelegenen kleinen Straßen zählt Delft  neben Amsterdam mit mehr als einer Million Besuchern jährlich zu den meist besuchten Städten der Niederlande.
 

Das Kontrastprogramm zu Delft: Rotterdam. Während Delft sich trotz seiner 100.000 Einwohner das für holländische Städte typisch gemütliche Stadtbild  bewahren konnte, erwartet die Besucher in Rotterdam, mit 650.000 Einwohnern die zweitgrößte holländische Stadt, ein ganz anderes Besuchserlebnis. 1940 wurden große Teile von Rotterdam durch die deutsche Luftwaffe fast vollständig zerstört. Seit dem Wiederaufbau ist die Stadt für ihr futuristisch-modernes Stadtbild bekannt. Einen ersten Eindruck von der imposanten Architektur zahlreicher Gebäude konnten sich die Sänger bei einer Hafenrundfahrt verschaffen. Rotterdam verfügt über den größten Seehafen Europas, und bei der 75 Minuten dauernden kleinen Schiffsreise konnte folglich nur ein kleiner Teil der riesigen Hafenanlagen besichtigt werden.

Ein weiteres Erlebnis war der Besuch in der Rotterdamer Markthalle, die 2014 von Königin Maxima eingeweiht wurde und deren Bau 175 Mio. Euro gekostet hat. Das Gebäude ist 40 Meter hoch, 70 Meter breit und120 Meter lang und wird von einer riesigen, bunt bemalten Gewölbedecke überdacht. Aber nicht nur die Architektur ist beeindruckend. Auch das Angebot an Speisen, Früchten, Getränken und Köstlichkeiten aus aller Welt ist überwältigend. Da fiel es den Sängern nicht leicht, sich für eine kleine Mahlzeit an einem der weit mehr als 100 Verkaufsstände oder in einem der Restaurants zu entscheiden.

Wie es sich für eine Sängerfahrt gehört, kam die Geselligkeit natürlich auch nicht zu kurz. Neben den gemeinsamen Abendessen hatten die Sänger keine Probleme, die Abende in fröhlicher Runde ausklingen zu lassen, denn gemütliche Kneipen und Restaurants finden sich in der Delfter Altstadt in großer Zahl. Und stimmungsvoller Gesang kam dort überall sehr gut an. Die Sänger ließen es sich auch nicht nehmen, auf dem Marktplatz vor historischer Kulisse ein kleines Konzert zu geben, das von den zahlreichen Passanten mit Freude aufgenommen wurde. Ein Mittagessen an Niederrhein mit typisch deutscher Küche  beendete drei erlebnisreiche Tage und eine Sängerfahrt, die alle begeistern konnte. (Peter Maar)

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