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100.000 Euro pro Jahr für Projekte zum Radverkehr

Dem Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung legte die Verwaltung gestern ihr 245 Seiten umfassendes Radverkehrskonzept vor – mit beinahe ebenso vielen Seiten im Anhang. Als Radverkehrsmasterplan für das Gesamtstadtgebiet von Remscheid soll das Konzept die Grundlage für alle künftigen Radverkehrsmaßnahmen im Stadtgebiet sein. Bis zum Herbst soll das Radverkehrskonzept die verschiedenen politischen Gremien durchlaufen haben und am 26. September vom Rat beschlossen werden. Anschließend soll das Konzept in einer öffentlichen Veranstaltung für Bürger vorgestellt werden. Für die Folgejahre wird dann jeweils eine Maßnahmenliste von den betroffenen Verwaltungseinheiten erstellt und mit den jeweils betroffenen politischen Gremien abgestimmt. Seit diesem Jahr stehen der Verwaltung jährlich 100.000 € für Maßnahmen des Radverkehrs zur Verfügung. Sie schlägt nun hinsichtlich einer Detailplanung vor, die folgenden Projekte anzugehen:

  • Hauptroute Innenstadt bis Lennep (Hier sind im Konzept eine Reihe von Detail-Vorschlägen enthalten, die umsetzungsreif weiter zu planen sind).
  • Markierung von Schutzstreifen am Tenter Weg im Bereich Balkantrasse als Teil der Hauptroute Innenstadt bis Lennep
  • Weiterführung der Balkantrasse in Richtung Lüttringhausen (Hier soll zunächst die  neue Radweg-Brücke und die Rampe zwischen Balkantrasse und Alte Kölner Str. weiter geplant werden).
  • Radwegekonzept Großhülsberg (für die Umsetzung wurde ein Förderantrag innerhalb des Projekts „Grün statt Grau“ gestellt, auf Wunsch des Fördergebers muss hierfür noch die Entwurfsplanung nachgeliefert werden (wird zurzeit durch ein Büro erarbeitet). Sobald eine Förderung zugesagt wird, kann in Abstimmung mit TBR und Straßenverkehrsbehörde eine Umsetzung vorbereitet werden.
  • Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für den Radverkehr (Untersuchung von Einbahnstraßen für jeden Einzelfall in Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde).
  • Reaktivierung der früher vorhandenen Radfahrstreifen am Bahnhof Lennep als Schutzstreifen.
  • Schaffung von sicheren Abstellplätzen für Fahrräder in allen städtischen Einrichtungen (Hier sollen sowohl öffentliche Stellplätze als auch separate Stellplätze für Mitarbeiter geschaffen werden).
  • Schaffung von Abstellboxen für Fahrräder zur kostenpflichtigen Vermietung am Bahnhof Lennep. Im Anschluss soll eine Prüfung für die anderen Haltepunkte erfolgen.

Die Aufgabe des Radverkehrskonzeptes ist es, in den nächsten 15 Jahren „die bisherigen Ansätze des Radverkehrsnetzes zu einem kohärenten Gesamtnetz zusammenzufügen, Vorschläge zum Schluss bestehender Lücken zu erarbeiten und ein attraktives Angebot für Radverkehr zu skizzieren.“ Nach Angaben der Verwaltung handelt sich zunächst um ein Rahmen-Konzept, auf dessen Basis dann konkrete Einzelmaßnahmen entwickelt werden sollen: „Auch die im Konzept teilweise enthaltenen Vorschläge mit größerem Detaillierungsgrad sind noch zu umsetzungsreifen Maßnahmen zu entwickeln. Die Maßnahmenvorschläge konnten im Rahmen der Bearbeitung des Konzeptes nicht bis in die Tiefe auf ihre bauliche, liegenschaftliche sowie straßenverkehrsrechtliche Machbarkeit hin untersucht werden.“

Bevor die Mitglieder des Bauausschusses und Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung ab 17 Uhr getrennt tagten, hatten sie sich um 16,30 Uhr im Großen Sitzungssaal getroffen, um sich von der Raum- und Verkehrsplanerin Caroline Huth des Dortmunder Büros „Planersocietät“ das umfangreiche Radverkehrskonzept in einem präzis-informativen PowerPoint-Vortrag erklären zu lassen. Die Vorlage selbst hatten viele Ausschussmitglieder ob ihres Volumens noch gar nicht gelesen; sie wurde deshalb auf die erste Sitzung nach der Sommerpause (10. September) vertagt.

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Am Dienstag hatten sich die Mitglieder des Bauausschusses und Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung gemeinsam von der Raum- und Verkehrsplanerin Caroline Huth vom Dortmunder Büros „Planersocietät“ über das umfangreiche Radverkehrskonzept für Remscheid informieren lassen. Gestern nun folgte im Entwicklungsausschuss ihr Kollege Johannes Pickert. Er verwies auf die schwierige Topografie der Stadt und ihre oft zu schmalen Bürgersteige, von denen deshalb keine Radwege abgetrennt werden könnten. Deswegen seien stattdessen vielfach markierte Seitenstreifen auf den Fahrbahnen als Radwege vorgesehen. Auch berichtete er, dass sich die Planungen zugunsten der Radfahrer auf die Autofahrer an Ampelkreuzungen negativ auswirken könnten durch eventuell längere Rotphasen. Auch dürften einige Parkstreifen wegfallen, um Platz für Radwege zu schaffen. Aus jährlich 100.000 Euro aus dem Stadtsäckel könnte dank Förderprogrammen des Landes leicht ein Investitionssumme von 400.000 Euro werden.

Heinz Wäscher am :

Der geplante Schutzstreifen am „Tenter Weg” ist aber ein wenig kurz geraten - kann der nicht noch nachträglich bis Grenzwall verlängert werden wenn die Gerätschaften zur Fahrbahnmarkierung sowieso schon einmal vor Ort sein werden?

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