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Sven Wolf zu Alleestraße und Friedrich-Ebert-Platz

In der gestrigen Ratssitzung nahm der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf zu den Tagesordnungspunkten Alleestraße und Friedrich-Ebert-Platz ausführlich Stellung.  Abgesehen von den einstimmigen Beschlüssen, das bisherige Sanierungsgebiet „Innenstadt-Mitte“ aufzuheben und die Verwaltung mit einer vorbereitenden Untersuchung im Bereich Alleestraße zu beauftragen (Ziel: die förmliche Festsetzung eines Sanierungsgebietes) gab es in der Sitzung in Sachen ZOB/Ebertplatz und Alleestraße fast nichts zu beschließen. Die Verwaltungsvorlage „Um- und Ausbau Friedrich-Ebert-Platz“ diente lediglich der Information des Rates. Fast nichts, denn der Antrag der Linken, die Verwaltung mit einer Bürgerbeteiligung zum Aus- und Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes zu beauftragen, wurde bei zwei Enthaltungen der W.i.R. angenommen, nachdem klar geworden war, das sich am Urheberrecht des prämiierten Architekten nicht mehr rütteln lässt, was  Fritz Beinersdorf, der Fraktionsvorsitzende der Linken, bedauernd einräumte.  Er hätte lieber eine formale „Bürgerwerkstatt“ beschlossen gesehen.

Doch damit waren die übrigen Fraktionen nicht einverstanden. Wolf Lüttinger (FDP): „Bürgereinfluss auf die grundlegende Planung kann es nicht mehr geben. Das aber würde die Formulierung ‚Bürgerwerkstatt der interessierten Bürgerschaft suggerieren!“ Das sagten auch David  Schichel und Beatrice Schlieper von den Grünen. Zugleich betonten sie erneut, dass sie einem ähnlichen Architektenwettbewerb heute nicht mehr zustimmen würden. (Mehr über die Diskussion in der Ratssitzung über den Friedrich-Ebert-Platz im Laufe des Tages). Nachfolgend dokumentiert der Waterbölles die Rede von Sven Wolf:

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf. Foto: Lothar Kaiser„Wenn wir heute erneut über unsere Innenstadt, also die Alleestraße und den Friedrich-Ebert-Platz sprechen, dann müssen wir uns alle gemeinsam der Realität stellen. Der Einzelhandel hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert. Der Onlinehandel wächst nach Angaben des Handelsverband Deutschland derzeit jährlich um rund zehn Prozent und hat 2017 bereits ein Volumen von 48,9 Milliarden Euro erreicht und 2018 53,4 Mrd. Erfreulich ist, dass auch der stationäre Einzelhandel sich ein zweites Standbein im Onlinehandel eröffnet und dort im Vergleich 2016/2017 mit 12,8 Prozent stärker wächst als der originäre Onlinehandel. Damit verändern sich alle Innenstädte in Deutschland. Das heißt aber auch, dass wir uns hier in Rage reden oder uns auf den Kopf stellen und mit den Beinen wackeln können, die Alleestraße wird nie wieder so aussehen wie noch in den 70er, 80er oder 90er Jahren.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir hier im Rat nur den Rahmen setzen, in dem sich Händler ansiedeln oder nicht. Wir müssen also jetzt zwei Aufgaben bewältigen: Dem oberen Bereich unserer Alleestraße einen Rahmen geben, um den Einzelhandel zu erhalten. Für den unteren Bereich unserer Einkaufsstraße müssen wir gemeinsam eine kluge neue Aufgabe für die Menschen in unserer Stadt suchen.

Den mutigen Schritt und Vorschlag des technischen Beigeordneten Peter Heinze für ein Sanierungsgebiet werden wir als SPD-Fraktion mitgehen. Denn bereits seit Jahren diskutieren wir in unserer Fraktion, wie wir zwischen Markt und mittlerer Alleestraße mehr Leben auf die Straße bekommen und dies auch ohne Geschäfte - Wohnen in der Innenstadt, schöne Aufenthaltsräume oder öffentliche Einrichtungen sind Stichworte, die ich nennen will.

Den Plan zur Revitalisierung müssen wir zügig umsetzen, besonders was die Zugänge zur Alleestraße und Räume zum Wohlfühlen angeht. Daneben waren wir uns hier einig, dass der Friedrich-Ebert-Platz als große zentrale Fläche innerhalb der Stadt einen wichtigen Impuls für die ganze Innenstadt setzt.

Heute fehlt dem Platz Qualität. Qualität für diejenigen, die Busse nutzen, die den Platz überqueren oder dort einfach nur warten. Ein Mitglied unserer Fraktion hat dies in der Debatte sehr leidenschaftlich klar gemacht. Sie warte dort sehr oft, das sei alles andere als schön!

Nach Abschluss des Wettbewerbs besteht jetzt die einmalige Chance, einen großen Sprung hinsichtlich Qualität zu machen. Dazu haben wir die Zusagen vom Verkehrsverbund, den Stadtwerken und der Städtebauförderung Gelder zu erhalten. Wir nehmen daher gerne den Bericht zur Kenntnis und sind gespannt auf die weiteren Beratungen. Denn wir wünschen uns einen modernen Platz für einen modernen ÖPNV. Wir wünschen uns einen mit Bänken, Bäumen und deutlich mehr Grünflächen ausgestatteten schönen Ort zum Verweilen. Das wird unserem innerstädtischen Klima guttun! Wir werden heute den Beschlüssen zur Alleestraße zustimmen und nehmen den Zwischenbericht zum Friedrich-Ebert-Platz gerne zur Kenntnis.

Zum Antrag der LINKEN darf ich sagen: Ja, alle Remscheiderinnen und Remscheider sollen nochmal eingebunden werden, wenn es in die konkreten Umsetzungen geht. Das ist ein gutes Zeichen! Das habe ich in den letzten Tagen immer wieder gemerkt, wenn ich bei Sommer- oder Stadtteilfesten auf das Thema angesprochen wurde. Das Thema beschäftigt die Menschen unserer Stadt und wir müssen gute Antworten geben, die überzeugen!“

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