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Gedenken zum 76. Jahrestag des Luftangriffs

Pressemitteilung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Nordrhein-Westfalen

In Zusammenarbeit mit der Akademie der Kulturellen Bildung findet vom 22.  Juli bis 2. August 2019 in Remscheid eine internationale Jugendbegegnung  des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt. 25 Jugendliche und  junge Erwachsene aus Deutschland, Frankreich, Italien und der Türkei  nehmen daran teil. Am 26. und 31. Juli erinnert die Gruppe  an die Toten des Luftangriffs auf Remscheid am 31. Juli 1943.  Interessierte sind herzlich zu dem Gedenken auf dem Parkfriedhof  Bliedinghausen und in der Akademie der Kulturellen Bildung eingeladen.

Am 26. Juli ab 10 Uhr unterstützen die Jugendlichen die Technischen  Betriebe und legen aktiv Hand an bei der Pflege der Kriegsgräberstätten  auf dem Parkfriedhof Bliedinghausen. Dort sind unter anderem Menschen  bestattet, die beim Luftangriff auf Remscheid am 31. Juli 1943 gestorben  sind. Unter den Toten sind sowohl Opfer aus der Zivilbevölkerung als auch  Zwangsarbeitskräfte, die in Remscheider Betrieben eingesetzt waren. Die  Jugendlichen helfen dabei, die Kriegsgräberstätte als einen würdigen  Erinnerungs- und Gedenkort zu erhalten.

Anlässlich des 76. Jahrestages des Luftangriffs lädt die Gruppe für den 31.  Juli um 16 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Parkfriedhof  Bliedinghausen ein. Anschließend präsentieren die Jugendlichen ab 17 Uhr  ihre Ergebnisse aus verschiedenen Workshops, in denen sie zuvor  künstlerische Techniken erlernt und kreative Formen der Erinnerung  entwickelt haben. Die Präsentation findet in der Akademie der Kulturellen  Bildung statt.

Die Jugendbegegnung wird organisiert vom Volksbund Deutsche  Kriegsgräberfürsorge e.V. in Kooperation mit der Akademie der Kulturellen  Bildung des Bundes und des Landes NRW. Erasmus+ Jugend in Aktion und das  Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)  fördern die Begegnung. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist  anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Jugendliche und junge  Erwachsene aus ganz Europa zusammenzubringen und sie über die Folgen von  Krieg und Gewaltherrschaft zu informieren gehört zu den Kernaufgaben des  Volksbundes. (Jana Moers)

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Stadt Remscheid am :

Ale Remscheiderinnen und Remscheider sind herzlich dazu eingeladen, der Opfer des Luftangriffs auf Remscheid am Dienstag, 30. Juli, um 18 Uhr im Ehrenhain Reinshagen gemeinsam mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in Stille zu gedenken. Am 30. Juli 1943 wurde um 23.30 Uhr der Luftalarm für das Remscheider Stadtgebiet gegeben. Nach der Bombardierung unserer Bergischen Nachbarstädte in den Wochen und Monaten zuvor sollte nun auch Remscheid das Ziel der Bomberverbände werden. Am frühen 31. Juli 1943 erreichten die Flugzeuge unsere Stadt. In knapp drei Stunden zerstörten 295 Tonnen Sprengbomben und 483 Tonnen Brandbomben das, was zuvor von Generationen erschaffen worden war. Der von deutschem Boden durch das NS-Regime entfesselte Weltkrieg erreichte auch unsere Stadt. 1.063 Menschen verloren in dieser Nacht ihr Leben. Zahllose Verletzte waren zu beklagen. Zahllose Bürger verloren ihr Obdach, Hab und Gut. Als die Morgendämmerung anbrach, offenbarte sich ein Bild der Zerstörung, des Schreckens und des Grauens, das sich über die Remscheider Innenstadt gelegt hatte. Über sieben Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Frieden, Freundschaft und Freiheit sind heute scheinbar selbstverständlich. Aber die Erinnerung an die Nacht des 30. auf den 31. Juli 1943 hilft zu begreifen, dass scheinbar Selbstverständliches vergehen kann, wenn es nicht immer wieder bewusst bewahrt und erneuert wird. Die Opfer – unter ihnen Bürgerinnen und Bürger, verschleppte Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene – mahnen uns, für Frieden, für Toleranz und für Verständigung einzutreten.

Lothar Kaiser am :

Um zu zeigen, dass das „MyViertel“ (Alte Bismarckstraße) gastfreundlich ist, organisierten Anwohner des Viertels am vergangenen Samstag ein gemeinsamen Grillen und Feiern für die 25 Jugendliche, die zurzeit in Remscheid an dem Jugendcamp des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Nordrhein-Westfalen, teilnehmen. Chapeau, Marvin Schneider und die übrigen Akteure!

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