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Onschöülege Menschen muossten sterwen

Zur Bombennacht in Remscheid (30./31. Juli 1943) schrieb damals Karl Zimmermann (geb. am 24.9. 1867 auf dem Büchel), auf Remscheider Platt das folgende Gedicht. Der Waterbölles veröffentlicht es als ein Dokument aus jener Zeit und ihrer Menschen.
 

O li’ev Remsched

O li’ev Remsched, du ming Hi’emetstadt,
wie li‘eschte müöd, wie bößte matt.
Vam Hankwieser bis üöwer denn Bergesröcken,
li’et alles tot on kleng en dusend Stöcken.
Vam Haumpe (hinter der Unterführung) bis tum aulen Matt
Li‘e t alles, alles pleisterplatt.
Wenkeswar, Schenken on Speck,
 lie’et üöwerall em di’epem Dreck.
Antiker Uhren on anger Gri’eden (Möbel)
Sind en Brocken unteri’en geri’eten.
Von dr Quaatschen ( Ecke Nord- und Freiheitsstraße, Wirtschaft  Angermund) bis no dr Schöttendelle
wor dr Satan am Chreßbüöm opstellen.
Von Stakekelsen bis  no dr decken J’et
Nohm he en ienem Stri’ek.
Em Stiänberg, Roth on Siepen
Huot mr uoch denn Döüwell pipen.
Em Salem on  dr Strohte vam Pitter
Tuog drüöwer hehjr dat forschbar Ongewitter.
En den Bezerken Medde, Süd on Nordren
Woren die Bi’ester dre’ivi’el Stoind am morden.
Üöwerall schmi’et dr englische Philister
sing Bomben on och noch Brangkanister.
All die Hüser woren am brennen,
jonk on ault soh dr duor de Strohten rennen.
Met rasender Wuot
Störmden dr Ostwenk uonch noch en de Gluot.
Manch i’ener, der alles on alles het verloren,
stong nack on barbes äs wör he gestern iäsch geboren.
Onschöülege Menschen muossten sterwen,
üöwer Dusend an der Tal,
he schmi’et Phosphor tum verderwen,
on mnach i’ener storv en gruoter Qual.
He li’et ki’enen Duoden am Kernhof schlopen,
he wor wie en Veröckden do am toben.
Alles schmi’et he krüz on quer duri’en,
Denkmöler, Büöm on och noch Gebi’en.
Met Geduold wellen vier us Schecksal dragen,
on och netr üöwer et Ilenk klagen,
We’il dat Lewen mot emmer widder gohn,
dförwen vier nit stell bliewen stohn,
On et de Tiet och jez nit guot,
dann ruopen vier doch met frechem Muot,
sulang et Hatte schli’et tröü ongerm Kamasohl,
haulen vier en Remscheid pohl,
bis uß nette Hiematstadt
wi’er erschingt in auler Pracht.

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