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Schönwetter bei deutlichen Stellenrückgängen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im Juli stieg im bergischen Städtedreieck die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juni um 300 auf 25.217 Personen. Gegenüber dem Vorjahr waren 695 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 7,7 Prozent. „Befristungen sind zum Halbjahresende ausgelaufen, Schulabgänger melden sich arbeitslos und in den Sommerferien werden keine neuen Mitarbeiter eingestellt. Deshalb ist im Juli die Zahl der Arbeitslosen saisonal bedingt im bergischen Städtedrei-eck geringfügig angestiegen. Es sind aber weniger Menschen ohne Arbeit als vor einem Jahr. Besonders erfreulich ist der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Dies werten wir als Indiz, dass die Unternehmen ihre Auszubildenden als Fachkräfte verstärkt halten“, beschreibt Martin Klebe, Leiter der Arbeitsagentur im Bergischen Städtedreieck die aktuelle Arbeitsmarktsituation.

Der Stellenmarkt ist je nach Branche unterschiedlich aufgestellt. Obwohl im Städtedreieck insgesamt bis Jahresmitte rund 30 Prozent weniger Stellen gemeldet worden sind, suchen bestimmte Branchen händeringend nach Fachkräften. Ein immer bedeutender werdender Arbeitsschwerpunkt ist daher die Qualifizierung Arbeitsloser, vorzugsweise hin zu einem Berufsabschluss. „Dieses Handlungsfeld wird die Agentur für Arbeit auch personell weiter stärken – auch mit Blick auf die Bedarfslagen der Unternehmen“, erläutert Martin Klebe.

In Remscheid waren im Juli 4.179 Menschen arbeitslos gemeldet, 49 (1,2 Prozent) mehr als im Juni 2019 und 211 Personen (4,8 Prozent) weniger als im Juli 2018. Die Arbeitslosenquote liegt bei sieben Prozent (genau wie im Juni 2019. Im Juli 2018 betrug sie noch 7,4 Prozent). Es meldeten sich 965 Personen im Juli neu oder erneut arbeitslos, 917 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Vergleicht man die Zahlen der Stellenzugänge, so wurden im Juli 140 (38,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr gemeldet. Der Agentur für Arbeit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 115 (5,4 Prozent) weniger neue Stellen gemeldet. Besonders gesucht sind in Remscheid derzeit Fachkräfte und Helfer in folgenden Berufsgruppen: Metallerzeugung, –bearbeitung und Metallbau; Schutz, Sicherheits- und Überwachungsberufe; Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen; Mechatronik, Energie- und Elektroberufe; Verkaufsberufe; Verkehr und Logistik.

Aktuell sind in Remscheid 409 junge Menschen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 31 (8,2 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit deutlich um 43 Personen (9,5 Prozent) gesunken. Aktuell sind 1.492 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, 422 Personen (22,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter deutlich gesunken.

„Die aktuelle Situation auf dem Remscheider Arbeitsmarkt ist noch immer positiv. Aber die Arbeitslosigkeit entwickelt sich in den beiden Rechtskreisen unterschiedlich. Wir verzeichnen einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Rechtskreis des SGB III und einen Rückgang bei den Arbeitslosen im Rechtskreis des SGB II. Bei den neuen Stellen zeigen sich deutliche Rückgänge: im Vergleich zum Vormonat rund 32 Prozent, gegenüber dem Vorjahresmonat sind es sogar 38,6 Prozent. Der Bestand offener Stellen ist inzwischen deutlich unter Vorjahresniveau“, erläutert Martin Klebe.

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Peter Lange, DGB-Stadtverbandsvorsitzender am :

In Remscheid waren 2017 im Jahresdurchschnitt 5069 Menschen in Vollzeit beschäftigt zu Stundenlöhnen von weniger als 10,80 Euro. Das sind 16,3 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten. Besonders hoch ist der Anteil bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ohne Berufsabschluss (36,9 Prozent) und bei Menschen mit Migrationshintergrund (29,7 Prozent). Der Gegensatz von Reichtum Weniger, deren Einkommen immer weiter steigt, und Millionen von Menschen, die trotz Arbeit keine Chance auf ordentliche Entlohnung haben, muss viel wirksamer bekämpft werden. Niedriglöhne schüren soziale Ängste und Unsicherheiten und verhindern eine armutsfeste Alterssicherung. Zentraler Punkt ist die Stärkung der Tarifbindung, denn immer mehr Arbeitgeber sind ohne Tarifvertrag - auch durch so genannte Mitgliedschaften ohne Tarifbindung - in den Arbeitgeberverbänden. Stärkung heißt vor allem Erleichterung von Erklärungen zur Allgemeinverbindlichkeit, Verbesserung der Nachwirkung von Tarifverträgen, sowie die Einführung von umfassenden Tariftreueregelungen im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe. Zugleich muss die Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen erleichtert werden. Denn gerade in den Branchen, die Niedriglöhne zahlen, ist die Tarifbindung extrem gering, wie z.B. Tourismus, Gastronomie, Reinigung. Außerdem muss der gesetzliche Mindestlohn perspektivisch auf ein existenzsicherndes Niveau angehoben werden.

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