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Das Verbindende soll am 10. August gefeiert werden

„Ab 1. August Groß-Remscheid“ prangte heute vor 90 Jahren auf der Titelseite des Remscheider General-Anzeigers. „Lennep und Lüttringhausen gehören von heute an zu Remscheid. Ebenso treten heute die verschiedenen Grenzregulierungen in Kraft. (...) In diesem Augenblick begrüßt Remscheid die 25.000 neuen Gemeindemitglieder ehrlich und herzlich und reicht ihnen die Hands zu gemeinsamer Arbeit. Mögen Lennep und Lüttringhausen sich mit der gleichen Unvoreingenommenheit und demselben Verantwortungsgefühl in den Dienst des neuen Gemeindewesens stellen, wie es Remscheid von sich mehrfach bekundet hat.“ Zitiert wird sodann aus dem Willkommensgruß des damaligen Remscheider Oberbürgermeister Dr. Hartmann: „Gewerbefleiß du Bürgersinn, die alle drei Städte groß gemacht hat, sollen auch die Stützen des Gemeindewesens werden. Möge unsere große Bergstadt ... stark werden und einer Zeit wirtschaftlicher Sicherheit und Wohlfahrt entgegensehen zum Segen unserer gesamten Bürgerschaft.“ Und der Artikel endet mit den Sätzen: „Nun zieht Remscheid Teile des Kreises, mit dem es einstmals verbunden war, an sich. Der lebenden Generation erwachsen damit größere Aufgaben als dereinst. Ihre Aufgabe ist es, den Vätern, die sich durch Weitblick und zugleich kluges Maßhalten, durch Fleiß und Sparsamkeit auszeichneten, nachzueifern, dann braucht uns trotz der Lastenschwere der Gegenwart um die Zukunft nicht bange zu sein, dann wird auch das g r ö ß e r e  R e m s c h e i d im Kranz der deutschen Städte einen a c h t u n g s g e b i e t e n d e n ,  e h r e n v o l l e n P l a t z  einnehmen.“

Wie es zu dieser Eingemeindung kam, beschreibt der Remscheider Journalist Dr. Gerd Courts in seinem  zweiten Buch „Remscheid so wie es war“, siehe Waterbölles vom 24. Juli 2019: „"Kulturelle Mitte" - von Eingemeindeten nicht bestritten“. Zitat: „Die städtebauliche Vision vom Zusammenwachsen der drei ehemals selbständigen Gebilde blieb Wunschtraum, wird heute, da Grünzonen längst den Vorzug vor lückenloser Flächenbebauung haben, wohl auch nicht mehr betrieben. Und doch kann man nicht sagen, dass die Zusammenlegung von Remscheid, Lennep und eines Teils von Lüttringhausen ein einziger großer Irrtum gewesen wäre.“

Nun also bald 90 Jahre Großstadt Remscheid! Für Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz kein „Dinner for One“ in Anspielung auf dem Silvester-Dauerbrenner im Fernsehen, sondern eine „Party für alle“, wie er gestern betonte. „Nichts gegen Qartiersidentitäten. Die gibt es auch in Hasten, Honsberg, Goldenberg, Hasenberg“, so der OB. Und natürlich gebe es auch Eifersüchteleien (etwa, wenn bei finanziellen Förderungen). Doch die Remscheider Stadtteile, auch Lennep und Lüttringhausen, hätten auch viel, was sie verbinde. Und das gelte es am 10. August zu feiern.

Abgesehen von der Ausstellung zur Stadtgeschichte, die von Jörg Holtschneider zusammengestellt wurde und die ab 10. August für mindestens zwei Wochen im Remscheider Rathaus zu sehen sein wird, geht das Programm des Jubiläumsfestes auf die Gebietsreform von 1029 nicht weiter ein („Weil sie schon so weit zurückliegt und es kaum noch Zeitzügen gibt“, so Andreas Meike, der Leiter des Stadtmarketing der Stadt). Ein Hauch der 1920-er Jahre wird allerdings am 10, August sehr wohl durchs Rathaus wehen, was Kleidung und Musik betrifft. Und im ersten und zweiten Stock werden die aktuellen Schilder an den Türen vorrübergehend ersetzt durch Repliken, die verraten, wer in den Amtsstuben vor 90 Jahren gearbeitet hat und welche Ämter es damals gab. Das Arbeitszimmer 43 wird dann den Assessor Dr. Borcherding (war später Bürgermeister von Wermelskirchen) als „Juristischen Hilfsarbeiter“ ausweisen, weil er nur eine befristete Stelle innehatte. Borcherding (alias Dr. Urs Diederichs, Museumsleiter a.D.) wird am Jubiläumstag interessierte Bürgerinnen und Bürgern die „Amtsstuben von einst“ in zwei halbstündigen Führungen näherbringen.

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