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Der Juli war sehr trocken und extrem heiß

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Der Juli war im Wuppergebiet sehr trocken und heiß. Regen gab es an den Messstellen im Wuppergebiet nur an neun bis elf Tagen. So blieben die Regenmengen auch im Juli wieder deutlich unter dem Durchschnitt. Damit war der Juli der vierte Monat in Folge mit Regenmengen unter dem Durchschnitt. Die Temperaturen waren weitgehend hochsommerlich und kletterten am 25. Juli sogar über die 40 Grad-Marke. Dies zeigen die Auswertungen des Wupperverbandes.
In der Wuppertaler Kläranlage Buchenhofen fielen 21 Liter pro Quadratmeter statt der durchschnittlichen 101 Liter. In der Kläranlage Solingen Burg lag der Wert bei 25 Liter, üblich sind dort 111 Liter. An der Bever-Talsperre in Hückeswagen wurden 33 Liter erreicht, im Schnitt sind es dort 116 Liter. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen Lindscheid wurden 37 Liter gemessen, im Schnitt sind es 108 Liter.

Sehr heiß war es am 25. Juli. Die Temperaturen kletterten auf bis zu 42,2 Grad Celsius in Wuppertal-Barmen, 39,7 Grad Celsius an der Großen Dhünn-Talsperre und 41,3 Grad in Leverkusen.
Laut DWD wurde mit 42,6 °C in Lingen im Emsland der alte deutsche Spitzenwert um mehr als zwei Grad übertroffen.

Siefen und kleine Bäche können bei Trockenheit wenig bis gar kein Wasser führen. Die Wupper und die Dhünn erhalten in Trockenphasen Wasser aus den Talsperren am Oberlauf. Diese so genannte Niedrigwasseraufhöhung ist eine zentrale Aufgabe der Talsperren. Der Wupperverband gibt aus der Wupper-Talsperre im Verbund mit Bever-, Brucher- und Lingese-Talsperre, so viel Wasser ab, dass am Wuppertaler Pegel mindestens 3,5 Kubikmeter pro Sekunde fließen. Dies sorgt dafür, dass ausreichend Wasser in der Wupper ist und unterstützt das Ökosystem, das im dicht besiedelten Tal der Wupper vielen menschlichen Nutzungen unterliegt.

Aus der Trinkwassertalsperre Große Dhünn wird in Trockenphasen Wasser an die Dhünn abgegeben. Die Talsperre hatte sich in den Wintermonaten langsamer gefüllt als die Wupper- oder die Bever-Talsperre. Daher hatte der Wupperverband vorsorglich schon Anfang des Jahres beantragt, die Wasserabgabe an den Unterlauf der Dhünn zu reduzieren. So soll der Wasservorrat in der Trinkwassertalsperre geschont werden. Am Pegel der Dhünn in Leverkusen fließen weiterhin mindestens 700 Liter pro Sekunde. Die Bezirksregierung hat im Juni erneut eine entsprechende Ordnungsverfügung erteilt. So kann der Wupperverband auch im Zeitraum Ende Juni bis Ende August die reduzierte Wasserabgabe an die Dhünn beibehalten.

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