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August 2009: Der Waterbölles blättert zurück

Von li. n. re.: Dieter Orth, Vorsitzender des Hastener Verkehrsvereins,Gerhard Röttger, Vorsitzender der IG Hasten, Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein. Foto: Lothar KaiserÜberarbeitete Pläne für den Lindenberg-Platz auf Hasten/Feldstellten vor zehn Jahren Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Gerhard Röttger, Vorsitzender der IG Hasten, und Dieter Orth, Vorsitzender des Hastener Verkehrsvereins, im Werkzeugmuseum vor. Weil Hastens zentraler Platz „in den letzten Jahren immer mehr von seiner Attraktivität eingebüßt“ habe. Ideenskizzen und Strategien zur Aktivierung, Nutzung und Pflege des Platzes waren bereits im Jahr 2007 auf der „Hastener Meile“ vorgestellt und im März 2008 mit Bürgern und Vertretern der Bezirksvertretung und des Rates diskutiert worden. Gemeinsames Ziel war es, die Aufenthaltsqualität neu zu definieren und ein vielfältiges „Leben auf dem Platz“ zu ermöglichen. Wenn man den Platz heute betrachtet, kann man den Eindruck gewinnen: Es kreißte der Berg und gebar ein Mäuslein! Hausbesitzer Georg Gast war im August 2009 letzter Redner des Abends – und verriet nicht, ob und wann er seine Gebäude abreißen oder renovieren lassen wird. Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein damals: „Herr Gast, Sie können morgen anfangen zu renovieren!“ Verhandlungen über einen Verkauf der Immobilien (das frühere Stahllager Südwestfalen und das Miethaus daneben) an die Stadt hatten zu keinem Ergebnis geführt.

Stadtführung mit Besichtigung des Bunkers Honsberg.Nachdem Anfang 2009 die Arbeit Remscheid gGmbH ihr bisheriges Möbellager aus dem Honsberger Bunker in die ehemalige OBI-Filiale an der Königstraße verlagert hatte, konnten im August 2009 rund 20 an Heimatgeschichte interessierte Remscheider und Remscheiderinnen unter der Führung von Claudia Holtschneider und Harald Neumann den Bunker erstmals besichtigen. Sie erfuhren damals von Markus Bertram aus Wuppertal, dass die Gründung eines der Gründung eines Vereins zum Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes und zum Aufbau eines Museums für Kino- und Luftschutzgeschichtegeplant sei. Und so geschah es dann später auch. In aller Stille.

Was wird aus der Kölner Straße in Lennep. Frischen Wind in eine jahrelange Diskussion brachte im August 2009 auf Einladung der Grünen deren Mitglied Klaus Lellek.  Im Röntgenmuseum stellte er damals seine Pläne vor: „Mein Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität im Zentrum Lenneps wieder zu steigern. Dazu müssen wir den Verkehr beruhigen, Grün schaffen und dem fortschreitenden Funktionsverlust wirksam begegnen.“ Und: „Wir Lenneper Bürger sollten selbst Ideen entwickeln, um unseren Stadtteil neu zu beleben.“ Moderiert wurde die Veranstaltung von der grünen Fraktionsgeschäftsführerin Jutta Velte: „Wenn die Lenneper endlich zusammenhalten würden, könnte man einiges bewegen, ohne viel Geld ausgeben zu müssen!“
Im Röntgenmuseum fand im August 2009 auch ein „Runder Tisch Lennep“ statt mit Einzelhändlern, Gastwirten, Hausbesitzern und Kommunalpolitikern. Dabei forderte Klaus Kreutzer, der Vorsitzende des Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V., nicht länger von Alt- und Neustadt zu sprechen, sie womöglich gegeneinander aufzuhetzen, sondern für ein „besseres Image von Gesamt-Lennep“ zu sorgen. Die Bürger müssten sich mit „Lennep insgesamt“ identifizieren.

Am 10. August 2009 schloss sich die Stadtverwaltung Remscheid dem Service-Center der Stadt Wuppertal an. Anrufe bei der Stadt Remscheid unter 1600 werden seitdem in Wuppertal entgegengenommen. Dafür wechselten mehrere Mitarbeiter aus Remscheid zum Team in Wuppertal. Das Wuppertaler Service-Center sei ein voller Erfolg, hieß es damals. Doch wer als Bürger seinen Ansprechpartner genau kennt, ist in Spitzenzeiten besser beraten, die gewünschte Telefonnummer bei Google herauszufinden. Im Internetportal der Stadt Remscheid wäre das übrigens verlorene Liebesmüh.

Foto: Lothar KaiserWo im Juni 2009 noch gegenüber der Bushaltestelle Ehringhausen die Ruinen der einstigen Präzisionsfabrik Strasmann standen, türmten sich zwei Monate später Berge von Schutt, Geröll und zersplittertem Holz. Mitten drin dieser Baum-Veteran, der (wie andere) laut Bebauungsplan nicht angetastet werden durfte. Die Vermarktung des neuen Baugelände lief damals echt schleppe an. Ob der Baumriese  diese Zeit heil überstanden hat?

Fehlanzeige bei Visionen für die Zukunft Remscheids“, überschrieb der Waterbölles am 13. August 2009 seinen Bericht über den Der 75."Presseclub" in der Denkerschmette. Im Mittelpunt standen damals galt die drei OB-Kandidaten Beate Wilding (SPD), Jochen Siegfried (CDU) und Gunther Brockmann (W.i.R.). Sie mussten einräumen, keine großen „Spielräume“ zu haben: Denn damals führten Rat und Verwaltung die Stadt schon seit 15 Jahren mit Nothaushalten. Beate Wilding: „Remscheid nimmt pro Jahr 250 Millionen ein und gibt 300 Millionen aus.“ 90 Prozent aller städtischen Ausgaben ergäben sich aus Pflichtaufgaben der Kommune. „Was nicht finanziert werden kann, wird erst gar nicht geplant!“ Das war damals ein kleiner Seitenhieb auf die CDU und ihre Forderung nach einer Umgestaltung des Ebertplatzes.

Von „Bäumen beiderseits der Freiheitstraße“ und vom Abbruch vieler alter Miethäuser träumten vor zehn Jahren in der städtebaulichen „Planungswerkstatt Stachelhausen“ mehrere Planer. Doch das Preisgericht, das im August 2009 der B.A.S. Kopperschmidt & Moczala GmbH, Weimar, zum Gewinner des Planungswettbewerb um die neue „grüne Honsberger Mitte“ kürte, sei realistisch geblieben, sagte anschließend Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein: „Ein entscheidendes Auswahlkriterium war die schnelle Umsetzbarkeit der Entwürfe.“ Für das Gelände unterhalb der „Kraftstation“ hatte der Preisträger einen kleinen Park mit Kiosk und einen Kinderspielplatz vorgeschlagen mit Zugängen nicht nur von der Honsberger Straße aus, sondern auch über eine neue Treppe, die von der Freiheitstraße auf den Hof der „Kraftstation führt, und einen neuen Weg, der das Gelände zwischen Jugendzentrum und „Destille Frantzen“ erschließt. Das nimmt nun, zehn Jahre später, ganz langsam Gestalt an.

Einwewieunhg des Pirnaplatzes an der Unterfpühreung. Fotoi: Lothar KaiserKommunalpolitiker aus Rat und Bezirksvertretung Süd sowie Mitglieder des Partnerschaftskomitees Remscheid – Pirna e.V. warten dabei, als vor zehn Jahren Überbürgermeisterin Beate Wilding und der stellvertretende Bürgermeister der Partnerstadt Pirna, Prof. Dr. Hans-Peter Schwerg, am Brücken-Center ein Straßenschild enthüllten. Es machte aus dem bisherigen „Südstadtplatz“ den jetzigen „Pirnaplatz“. Dass der Name „Pirna“ im Stadtbild Remscheids auftauche, sei „längst überfällig“ gewesen, betonte dabei die OB.

Millionen für "Ärzte-Zentren" in Remscheid und Lennep standen im August 2009 in Aussicht. Für das Baufeld 6 am Hauptbahnhof und eine städtische Grünfläche unterhalb der Parkpalette an der Ecke Bergstraße/Poststraße (Parkhaus) in Lennep interessierte sich damals die Kölner HCC Der  Remscheider Hauptbahnhof ist mit der Trasse des Werkzeugs verbunden. Foto: Lothar KaiserHealth Centers Consulting GmbH. In gut einem Jahr werde es unter dem Namen „medecum“ ein größeres Facharztzentrum mit 15 bis 20 Praxen und rund 100 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen am Remscheider Hauptbahnhof geben und ein kleineres mit vier bis sechs Praxen an der Bergstraße in Lennep (darunter voraussichtlich die im Stadtteil derzeit fehlende Orthopädie), hieß es damals. Doch weil die Nachfrage unter der Remscheider Ärzteschaft gering blieb, fielen beide Projekte ins Wasser.

 Den Eisenbahnschienen folgend, verbindet ein Asphaltband das bisherige Ende der "Trasse des Werkzeugs" an der Weststraße/Papenberger Straße mit dem Remscheider Hauptbahnhof. Der Anschluss des Hauptbahnhofs an die Werkzeugtrasse erfolgte im August 2009 quasi klammheimlich, weil, so die Stadtverwaltung, der endgültige Ausbau noch ausstehe. Darauf warteten Spaziergänger, Radfahrer und Skater damals nicht.

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