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SPD Remscheid: „Aufs Programm kommt es an!“

Pressemitteilung des SPD Unterbezirks Remscheid

Immer mehr Menschen machen sich für einen aktiven Klimaschutz stark und setzen sich für die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommen ein. Der Einsatz für den Klimaschutz hat neue Akteure auf die politische Landschaft gezaubert und diese gehörig durcheinander gewirbelt. Für uns als Remscheider SPD ist das Thema Klimaschutz kein Modethema. Aus diesem Grund laden wir im Herbst zu „Klimaschutzwochen" ein. Wir wollen die Menschen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise mitnehmen und erfahren: Welche Maßnahmen wünschen sie sich für einen aktiven Klimaschutz? Welchen Beitrag kann der oder die Einzelne bereits heute leisten - aber auch: Welche Ängste gilt es auszuräumen? Mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungsformaten wollen wir mehrere Facetten des Themas beleuchten und mit verschiedenen Akteuren aus der Politik, der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und mit Ihnen ins Gespräch kommen.Auf die Vernissage: „Die Schönheit schmilzt rasant!“ mit Grönland-Fotos des Remscheider Fotografen Gerd Krauskopf in der SPD-Geschäftsstelle an der Elberfelder Straße (bis 26.10. zu sehen) folgt am

Mittwoch, 25. September, 19 Uhr, Caritas-Geschäftsstelle, Blumenstraße 9.
„Wie kann Energie für alle bezahlbar bleiben?“
Energie muss für alle bezahlbar bleiben – auch und gerade nach einer „Energiewende“. Doch bereits heute gibt es Haushalte, die mit zu hohen Stromrechnungen zu kämpfen haben. Energieschulden fallen nicht vom Himmel – sie haben eine Geschichte, an dessen Ende meist „der Saft abgedreht“ wird und man buchstäblich „im Dunkeln“ sitzt. Wie dieser Herausforderung begegnet werden kann, wollen wir an diesem Themenabend zum Thema Energieschulden vorstellen. Im Mittelpunkt der Diskussion wird die Frage von Energie und sozialer Teilhabe stehen. Wir freuen uns, dass Tobias Schönhals, Projektleiter Stromsparcheck der Caritas Remscheid, uns an diesem Abend einen Einblick in seine Arbeit geben wird. Eine Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Stadtmitte / Hasten.

Die weiteren Veranstaltungen der „Klimaschutzwochen“:

Dienstag, 1. Oktober, 19 Uhr, MK-Hotel am Hauptbahnhof, Bismarckstraße 39.
„Was kann jede*r Einzelne für ein besseres Klima tun?“
Den „erhobenen Zeigefinger“ mag niemand – und doch ist bei vielen unserer Gewohnheiten der mahnende Zeigefinger manchmal angebracht. Bei der Frage, wie man das Klima schützen kann, wird oft und gerne mit dem Finger auf andere gezeigt – doch zeigen hierbei eben auch vier Finger auf einen selber zurück. Im Rahmen dieses Diskussionsabends soll es um die Frage gehen, inwieweit jede*r Einzelne das eigene Verhalten auf den Prüfstand stellen kann – anhand der drei großen „M‘s“: Mode, Mobilität & Moral. Eingeladen sind Vertreter*innen von Foodsharing-Initiativen ebenso wie von „Fridays for Future“ aus Remscheid.  Eine Veranstaltung des SPD-Unterbezirks Remscheid und der Jusos in Remscheid.

Donnerstag, 10 Oktober, 18 Uhr, Schaberger Bahnhof, Schaberg 6, 42659 Solingen
„Schaberger Gespräch“: Junge Leute und der Klimaschutz
Dominierte vor noch nicht allzu langer Zeit der Eindruck von der Generation „Null Bock“, wenn es um das Verhältnis von Jugend und Politik ging, staunen heute nicht wenige über die sogenannte „Fridays for Future“ – Bewegung. Wir wollen uns der Frage stellen, warum junge Leute gerade für den Klimaschutz auf die Straße gehen und wie sie ihre Chancen auf eine nachhaltige Beeinflussung der Politik sehen. An diesem Abend sind „Fridays-for-Future“ – Mitglieder aus dem Bergischen Städtedreieck eingeladen. Darüber hinaus wird der Bundesvorsitzende der Jusos, Kevin Kühnert, erwartet. Der Clou an dieser Veranstaltung ist, dass der Veranstaltungsort nur mit dem ÖPNV gut erreichbar ist – und zwar mit dem „Bergischen Intercity“ – der S 7 (Haltepunkt: Solingen-Schaberg). Eine Veranstaltung der Jusos Remscheid in Kooperation mit den Jusos Solingen.

Samstag, 13. Oktober, Ort: N.N.,
IV. Waldspaziergang der Lenneper SPD
Die Waldspaziergänge sind eine feste Institution der SPD aus der Hansestadt. Auf ihren Spaziergängen beschäftigen sich die Mitglieder der Lenneper SPD mit den Themen Artenvielfalt und nachhaltige Forstwirtschaft. Bei den Erkundungstouren in den vergangenen Jahren wurde immer wieder deutlich, dass sogenannte „Hitzerekorde“ und Regenmangel bereits deutliche Spuren im heimischen bergischen Wald hinterlassen haben. Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Waldspaziergang geben, an dem neben SPD-Mitgliedern auch interessierte Nichtmitglieder teilnehmen können. Nähere Angaben zu Uhrzeit und Wegstrecke folgen. Anmeldungen sind unter UB.Remscheid.NRW@spd.de oder unter Tel. RS 4 600 622 möglich. Eine Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Lennep.

Mittwoch, 16. Oktober, 15:15 Uhr  (Abfahrt!), Friedrich-Ebert-Platz, Bussteig E.
Fair muss her!“
Dass das Bergische Land ein Gigant im Bereich des Fairen Handels ist, wissen (noch) zu wenige. Ein sichtbares Zeichen ist, dass die GEPA – der größte europäische Importeur fair gehandelter Lebensmittel und Handwerksprodukte aus den südlichen Ländern der Welt – ihren Sitz in Wuppertal-Vohwinkel hat. Klimaschutz ist ohne fairen Handel nicht möglich – aus diesem Grund laden wir im Rahmen der Klimaschutzwochen zu einer Besichtigung des GEPA-Zentrallagers ein. Auf dem Programm stehen eine Unternehmensbesichtigung sowie ein Gespräch mit der Unternehmensleitung. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Einkauf. Wir bieten eine gemeinsame Anreise mit dem Bus um 15:15 Uhr vom Friedrich-Ebert-Platz, Bussteig E, an. Kosten entstehen keine! Anmeldungen unter UB.Remscheid.NRW@spd.de oder Tel. RS 4 600 622. Eine Veranstaltung des SPD-Unterbezirks Remscheid.

Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr, Bahnhof Lüttringhausen, Beyenburger Straße 9,
„Mobilität  in unsrer Gesellschaft – Pflicht oder Kür?“
Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehr (kurz: ÖPNV) fast ausschließlich unter Kostengesichtspunkten diskutiert. Seit kurzem scheint sich der Wind gedreht zu haben und anstelle von Angebotsreduzierungen wird über ticketfreien ÖPNV und die Reaktivierung stillgelegter Bahntrassen gesprochen. Ein Schlagwort hat hier besonders Konjunktur: „Mobilitätswende“. Wir wollen uns mit der Frage beschäftigen, was sich hinter dem Begriff „Mobilitätswende“ verbirgt und wie eine solche sozialverträglich gestaltet werden kann. Hierzu sind Vertreter*innen aus Politik, Gewerkschaft, Wissenschaft und Verkehrsverbänden eingeladen. Schon der Veranstaltungsort – der Bahnhof Lüttringhausen – dürfte Interesse an dieser spannenden Diskussion wecken. Eine Veranstaltung des SPD-Unterbezirks Remscheid. 

Samstag, 26. Oktober, 19 bis 22 Uhr, SPD-Geschäftsstelle, Elberfelder Straße 39.
Finissage: „Die Schönheit schmilzt rasant!“
Wir beteiligen uns an der diesjährigen „Nacht der Kultur“ der Stadt Remscheid und öffnen unsere Geschäftsstelle, wo die Ausstellung „Die Schönheit schmilzt rasant!“ des Remscheider Fotografen und Reisejournalisten Gerd Krauskopf noch einmal zu sehen sein wird.

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Kommentare

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Norbert Landen am :

Die Lenneper SPD macht einen Waldspaziergang. Wunderbar! Ich sehe mir die Baustelle Rader Straße an und stelle fest: die ersten Arbeiten waren dem Zugang zum Parkhaus geschuldet. Es sollte doch die Kreuzung verkehrstüchtig gemacht werden. Warum dies alles? Liebe Lenneper und Remscheider SPD, der Wald leidet unter der Klimaveränderung, der Mensch auch. Wann endlich werden auch Sie zu der Meinung gelangen, dass eine Investition wie das DOC nicht in eine bessere Umwelt gehört. Es ist noch nicht zu spät dies zu verhindern. Noch eine Bemerkung: die Schüler-Freitags-Demos begrüßen und gleichzeitig einem DOC zustimmen, das ist uns Wählern nicht zu vermitteln.

Gerd Rothbrust am :

Noch steht das DOC nicht Herr Landen. UND sollten die Gerichte den Bau genehmigen, gibt es eine weitere Möglichkeit für die Anwohner: Fahrverbote! Wenn, wie die DOC-Gegner vermuten, bei den Gutachten „geschummelt“ wurde, könnten reale Messwerte (im DOC-Betrieb) diese Schummelei entlarven. Schon jetzt könnten Anwohner Luftdaten sammeln (siehe „luftdaten.info“), um Veränderungen nachweisen zu können. ;-)

Markus Eschweiler am :

Da kann man Herrn Landen voll zustimmen. Es steht außer Frage, dass das DOC in mehrfacher Hinsicht umweltschädlich ist. Anhand der Faktenlage und des beginnenden Kommunalwahlkampfes ist das trotzige Festhalten der SPD am DOC nicht zu begreifen. Sowohl bei der SPD als auch bei den GRÜNEN wird das DOC außerhalb der Fraktionssitzungen den kritischen Fragen nicht standhalten können. Hinzukommt noch, dass öffentliche Grundstücke, unwiederbringlich, an einen nicht weisungsgebundenen Investor verscherbelt werden sollen. Grundstücke, die dringend für z. B. Kitas benötigt werden. Ein Sahne-Grundstück incl. Gebäude wäre die Katholische Grundschule am Stadion. Obwohl mehrere gerichtliche Urteile noch ausstehen, geht nur die Stadt Remscheid und nicht der Investor risikofreudig in Vorleistung. Sollte das DOC vor Gericht scheitern wird jeder Remscheider die, nicht unerhebliche, Zeche zahlen müssen. Ausgenommen davon sind einige Hauptakteure, da sie Wuppertaler oder Kölner Bürger sind.

Ralf Motte am :

Sehr geehrter Herr Rothbrust, nehmen wir den von Ihnen konstruierten Fall an, und die Stadt hätte bei dem Gutachten ein wenig "geschummelt" und einige hartnäckige DOC Gegner könnten dies nach der Inbetriebnahme gerichtsfest nachweisen. Glauben Sie wirklich allen Remscheidern + Lennepern wäre damit gedient, wenn ein voll ausgebautes DOC ohne Kunden oder auch nur nur mir reduzierter Kundenauslastung (wegen Fahrverboten) dahin darben würde. Ich glaube das sollte keiner wollen, weil es für die Stadt als Ganzes nichts Positives wäre. Ja, Umweltschutz ist wichtig! Aber kann man die gesamte wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt tatsächlich nur auf CO² Vermeidung reduzieren??? Das mag für Leute funktionieren, die ihre Unterhaltskosten nicht mittels wirtschaftlicher Tätigkeit verdienen müßen, alle anderen benötigen Arbeitsplätze! Und davon braucht Remscheid mehr als es jetzt hat, oder bewerten Sie eine Arbeitslosenquote von 7,0 % als niedrig? Gerade von Ihnen als Ingenieur hätte ich eine differenziertere Betrachtung der Umwelt-Problematik erwartet. Ich jedenfalls, kann die eindimensionalen und ermüdenden Appelle von Herrn Landen nicht mehr lesen. Auch der Kommentar von Herrn Eschweiler zu den Hauptakteuren ist kurzsichtig und unterschlägt die unrühmlich lange Entstehungsgeschichte des DOC's. Was ist die Erklärung dafür, das nach dem Bau des Alleecenters kein großes Gewerbeprojekt mehr an den Start gegangen ist? Müssen einige Bürger wirklich alle Projekte (neues Gewerbegebiet am Gleisdreieck, DOC, etc.) mit eigennützigen Argumenten sabotieren? Die Remscheider Politik ist sicher nicht fehlerfrei und schielt wie andere Politiker auch gerne mal nach der Tagesstimmung von jungen Wählern (fridays for future Demo). Das sollte uns aber nicht dazu verleiten, ein großes Projekt für Remscheid mit fadenscheinigen Argumenten zu kritisieren. Wenn Kritik, dann sachlich und vor allem konstruktiv. Nach meiner Auffassung gehört zur Kritik wo immer möglich, ein sachlich angemessener Gegenvorschlag. Der fehlt mir bei den vielen Kritiken zum Gewerbegebiet sowie zum DOC. Ist die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Remscheid so unwichtig, dass man sie sorglos behindern kann? Zählt heutzutage nur noch Umweltschutz? Nach meiner Auffassung fängt Umweltschutz beim persönlichen Verhalten an. Da lese ich von ALLEN Protagonisten (nicht nur die Damen + Herren mit dem Thema DOC, sondern wirklich ALLE) die mit Umweltschutz argumentieren praktisch nichts. Immer sollen die Anderen, insbesondere die „Stadt“ die Umwelt retten. Man selbst macht schon alles richtig. Ich glaube der Umweltschutz wird häufig als Argumentation missbraucht. Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, das ich nicht in Lennep wohne, aber durchaus nachvollziehen könnte, wenn Ortsansässige mit der DOC-Ansiedlung im Zwist liegen. Das wäre aber eine andere Argumentation als mit dem Thema Umwelt. Vielleicht ehrlicher und konstruktiver. Zu guter Letzt eine kleine Entschuldigung an Herrn Rothbrust, auf den nicht alle meine Argumente gemünzt sind. Er war mit seinem obskuren Ratschlag nur der Auslöser für meinen Rundumschlag.

Gerd Rothbrust am :

„…konstruierter Fall…“ ist der richtige Ansatz Herr Motte! Zum einen, ich werfe gern Steine in ein ruhiges Gewässer: Mal schauen, was passiert, was aufgewirbelt wird. Zum anderen meine „Konstruktion“ eröffnet viele Ansatzpunkte! Zum ersten „schummeln“: Die Befürworter haben Gutachten „gekauft“, bei denen „dehnbare“ Eingangsannahmen entscheidend sind. Zum zweiten: Bei 2,5 Millionen Besuchern ist die Belastung der Anwohner sehr groß. Allerdings Fahrverbote sind unwahrscheinlich, DIE gibt das offene Gelände nicht her. ABER die Anwohner rund ums DOC haben die A…karte gezogen. Zum dritten: Den betroffenen Vereinen ergeht es ähnlich - Versprechen werden nicht eingehalten. Zum vierten: Die entstehenden, minderwertigen Arbeitsplätze fallen kaum ins Gewicht und heben die Negativposten nicht auf. Zum fünften: Beim Umweltschutz, beim CO2 sind wir einer Meinung – das ist an vielen Stellen im Waterbölles nachzulesen. Zum sechsten: Skandalös ist das Verhalten der Verantwortlichen in Verwaltung und Rat. Diese unverschämte Doppelzüngigkeit die das gesamte DOC-Verfahren begleitet ist beachtlich! Sollten die DOC-Gegner bei der nächsten Wahl so handeln wie damals die Lüttringhauser, wäre das fatal für die Parteienlandschaft in Remscheid. Zum siebten: Es stehen Gerichtsentscheidungen aus – die müssen abgewartet werden. Sie sehen Herr Motte, jede Menge Gesprächsstoff… ;-)

Michael Heimlich am :

Ja, ja… das alte Totschlagsargument „Arbeitsplätze genießen Priorität vor Umweltschutz..“ Oder auch 1000 (?) erwartete neue (zusätzliche?) Arbeitsplätze im geplanten DOC (abzüglich wegfallender Arbeitsplätze aufgrund von Kannibalisierung im Einzelhandel der Umgebung, z.B. Allee-Center) versus 1,2 Mio zusätzlicher PKWs jährlich (erwartete DOC-Besucher, 2.5 Mio p.a.) , so der scheinbare Zielkonflikt . Um u.a. auch die jubelnden Sozialdemokraten angesichts von so viel erwarteter Neubeschäftigung in Remscheid auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen und als kleine Erinnerung, für welche Werte die Sozialdemokratie einst angetreten war, hier mal ein paar Zahlen /Fakten /Zitate zum Nachlesen zu den so hochgepriesenen neuen Beschäftigungsmöglichkeiten im DOC. Quelle: Branchenreport Online-Handel 2018 „Im Zeitraum zwischen 2012 und 2017 sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte um rund zwölf Prozent und der Einzelhandelsumsatz um 15 Prozent gewachsen. Der Online-Handel hingegen konnte im selben Zeitraum um 74 Prozent zulegen. Bis 2018 betrachtet entspräche das sogar einem Zuwachs von 92 Prozent.“ Quelle: Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel: Zwischen Preiskrieg, Tarifflucht und Altersarmut, ver.di Bundesvorstand, Fachbereich Handel W-3519-10-0517 Verfasser: Dr. Jürgen Glaubitz Düsseldorf im Mai 2017 „Staat zahlt jährlich 1,5 Milliarden Euro für Niedriglöhne im Handel“ (spiegel.de vom 4.6.2013). Der hohe Anteil atypischer Beschäftigung wirkt sich dramatisch auf die zukünftigen Renten aus. Die Tarifflucht vieler Handelsunternehmen erhöht und verschärft das Risiko der Altersarmut der Beschäftigten zusätzlich. „Beschäftigten im Handel droht Altersarmut“ (spiegel.de vom 6.4.2017)“ „Der Einzelhandel ist eine Frauenbranche, der Frauenanteil beträgt 69 Prozent. Besonders hoch ist ihr Anteil unter den Teilzeitbeschäftigten (rund 90 Prozent). Bei den Vollbeschäftigten beträgt ihr Anteil 54 Prozent (Angaben: IW Köln). Demnach arbeiten derzeit rund 620.000 Frauen im deutschen Einzelhandel in einem sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsverhältnis. Bei den vollzeitbeschäftigten Männern handelt es sich sowohl um Führungskräfte, insbesondere aus dem filialisierten Einzelhandel als auch um gewerbliche Arbeitnehmer aus den Bereichen Versand, Lager und Logistik.“ „• Im Einzelhandel arbeitet nur noch gut ein Drittel der Beschäftigten in Vollzeit. • Das Tarifgehalt der Beschäftigten im Einzelhandel liegt durchschnittlich rund 11 Prozent unter dem der Gesamtwirtschaft. • Die Tarifbindung im Einzelhandel erodiert. Der Handel gehört zu den Branchen mit der niedrigsten Tarifbindung überhaupt. • Viele nicht tarifgebundene Arbeitgeber drücken die Löhne um ein Drittel. • Tarifflucht führt zu Mini-Renten!“ Somit wahrlich keine guten Zukunftsaussichten, weder für die neuen Beschäftigungsverhältnisse im DOC Lennep noch für die Klimaentwicklung in Remscheid!

Gerd Rothbrust am :

Richtig, Herr Heimlich, deshalb schrieb ich unter „…zum vierten: Die entstehenden, minderwertigen Arbeitsplätze fallen kaum ins Gewicht und heben die Negativposten nicht auf.“ Ich frage mich: Warum ein DOC in Remscheid? Welchen Nutzen hat ein DOC in Remscheid? Welchen nachvollziehbaren „Gewinn“ sieht die Ratsmehrheit, für Remscheid, in einem DOC? Auf der grünen Wiese, neben der A1, wäre ein DOC, mit etwas Unbehagen, noch tragbar – der jetzige Bauplatz ist nicht begründbar! Zudem gilt die politische Devise: Mobilität des Einzelnen, über größere Entfernungen, ist nicht erwünscht! Somit wird ein Siechtum der DOSs, der FOKs, der großen Einkaufzentren, etc. eingeläutet…

Michael Heimlich am :

...und ergänzend zu meinen Ausführungen von gestern, hier noch zum Thema Mini-Jobs im Einzelhandel: "Im Einzelhandel sind die Spuren der Deregulierungspolitik und des Fehlens allgemeinverbindlicher Tarifverträge deutlich zu erkennen. Seit einem Jahrzehnt ist eine Absenkung der Standards für Arbeits- und Einkommensbedingungen zu beobachten. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse werden immer mehr zur Regel. Knapp ein Drittel der 3 Mio. Beschäftigungsverhältnisse im Einzelhandel sind Minijobs, in denen in der Regel ein Niedriglohn gezahlt wird. Minijobs haben deshalb eine besondere Bedeutung: nicht nur als Flexibilisierungsinstrument, sondern auch zur Durchsetzung von Kostensenkungen. Für Minijobs im Handel gelten in der betrieblichen Praxis andere Regeln als für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: Die Entgelte sind niedriger und eine tarifvertragliche Eingruppierung nach Tätigkeit und Qualifikation findet beim Minijob in der Regel nicht statt." (Quelle: Lieselotte Hinz, Landesfachbereichsleiterin Handel der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in NordrheinWestfalen (NRW)- Minijobs im Einzelhandel"

Markus Eschweiler am :

Da wird ein charismatischer und ehrlicher Sozialdemokrat wie Willy Brandt bemüht um von so eigennützigen “Sozialdemokraten“ wie Gerhard Schröder und Walter Riester abzulenken. Auch bei den vorgegebenen Veranstaltungen der “Klimaschutzwochen“ wird das brennende Thema DOC bewusst totgeschwiegen, obwohl der Umwelt- und Klimaschutz bei der SPD mindestens seit 1961 großgeschrieben wird. Eines ist sicher: Spätestens im Kommunalwahlkampf werden die Lokalpolitiker von ihren Wählern mit diesen Fragen konfrontiert werden. Also warum nicht schon jetzt darüber diskutieren.

Ralf Motte am :

Hallo Herr Rothbrust, ich verstehe Ihre Argumentation und bin bei einigen Argumenten ganz nah bei Ihnen. Ihr Argument 3 kann ich im Detail nicht beurteilen, sehe aber die Problematik, das viele Menschen / Organisationen jegliche Veränderung für unzumutbar halten. Argument 4 würde ich anders gewichten. Erstens werden Arbeitsplätze mit mittlerer und geringer Ausbildung benötigt und zweitens werden dort höchstwahrscheinlich viele Teilzeitjobs angeboten, die von vielen Frauen gesucht werden. Argument 6 ist auch schwierig für mich im Detail zu beurteilen, weil ich nicht alle Facetten der sehr, sehr langen Entstehungsgeschichte des DOC (zuerst Lüttringhausen und ab dem Jahr 2013 Lennep) nicht mehr komplett auf dem Schirm habe. Wann ist das Projekt DOC Lüttringhausen eigentlich entstanden? Ich weiss es nicht genau. Bei allem Für und Wider und bei allen Fehlern die gemacht wurden möchte ich auf die hohe Anzahl gescheiterer Wirtschaftsprojekte in Remscheid hinweisen: 1. DOC-Ansiedlung in Lüttringhausen Blume ist gescheitert; Warum? 2. Industriegebiet in Lüttringhausen-Blume ist gescheitert; Warum? 3. DOC in Lennep wird selbst nach 7 Jahren Projektzeit und einer positiver Bürgerbefragung von wenigen Bürgern mit fragwürdigen Argumenten torpediert. 4. Über das Industriegebiet am Gleisdreieck stehen auch große Fragezeichen. Mit ein wenig Abstand von Detailfragen und Fehlern muss man sich doch bei dieser langen Liste fragen: Was kriegt man in Remscheid noch auf die Reihe???? Tun wir uns mit dieser ständigen Nörgelei wirklich langfristig einen Gefallen? Welchen Sinn macht es, wegen Fehlern in der Vergangenheit, die Zukunft zu blockieren? Wo sind die positiven Gegenvorschläge? Wenn Sie oder jede / jeder Andere eine bessere Idee für die Zukunftssicherung von Remscheid haben, rufen Sie bitte sofort den Oberbürgermeister an, damit er sich darum kümmern kann! Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe auch Kritik an Rat und Verwaltung, ich bin nicht gegen eine ausführliche öffentliche Diskussion, aber irgend wann muss jedes Problem einmal zu Ende diskutiert sein! Und das ist meines Erachten im Fall DOC Lennep gegeben. Es macht keinen Sinn sich ewig im eigenen Saft zu drehen und Einzelinteressen höher zu gewichten als das Gemeinschaftsinteresse. Im Übrigen würde ich gerne wieder positives zur Zukunftsentwicklung von Remscheid lesen. Bitte helfen Sie mit Ihrer Kreativität und Energie diesen Aspekt stärker ins Spiel zu bringen!

Gerd Rothbrust am :

Hallo Herr Motte, zunächst etwas Grundsätzliches zum DOC: Für mich ist das DOC-Lennep total unbedeutend. Meine Kritik gründet sich auf das ignorante Vorgehen der DOC-Befürworter. Mich ärgert die Scheinheiligkeit mit der die betroffenen Anwohner „abgewickelt“ werden. Die genaue DOC-Biografie habe ich auch nicht mehr parat. Alles begann wohl mit der DOC-Idee. Es folgte die Bauplatzsuche. Ausgesucht wurde die Blume. Der Bauplatz Blume wurde durch eine Bürgerbefragung abgesichert. Begraben wurde dieses Projekt durch den „Heimatbund Lüttringhausen“, Hauptverantwortlicher der damalige Vorsitzende. Somit hatte das DOC-Projekt keinen Bauplatz mehr. Nach kurzer Suche stand Lennep fest – allerdings OHNE Bürgerbefragung! Diesmal lief es aber anders: Jeglicher Widerstand wurde strikt ausgebootet. Die Anwohner hatten nie eine Chance. Somit blieben nur die Gerichte – diese Entscheidungsphase läuft. Unabhängig von diesem Ablauf sind die Fragen: Braucht Remscheid ein DOC? Welcher Nutzen entsteht? Rechtfertigen die Minijobs für wenige Frauen die Nachteile? Haben diese Minijobs Bedeutung für die Zukunftssicherung Remscheids? Ist nicht endendes Wachstum/“zubauen der freien Flächen“ zukunftssichernd für Remscheid, ist DAS überhaupt möglich? Jetzt sind wir bei Fragen die nicht nur auf kommunaler Ebene gelöst werden können. Ich müsste jetzt einen Bogen zurück zu Remscheid, zum nörgel, zum „nichts-auf-die-Reihe-kriegen“, zur positiven Entwicklung, zu Gemeinschaftsinteressen, etc., etc. schlagen: DAS ist mir nicht möglich, denn es ist kein Remscheid-spezifisches Dilemma.

Klaus Runge am :

Die wundervollen Vorsätze der Remscheider Stadtverwaltung und der Remscheider Ratsparteien CDU, FDP, Grüne und SPD, ab sofort zum Kampf gegen den Klimawandel zu blasen, aber gleichzeitig den DOC-Milchmädchentraum Umsetzen: - Das ist Brettern auf der Autobahn freitags zwischen 17 und 18 Uhr mit 210 km/h, - aber mit angezogener Handbremse. P.S. „Die Erstellung einer Kosten-Nutzen-Analyse für den Traum (u. a. eine DOC-Umweltbilanz) ist nicht vorgesehen. [Ergebnisbericht der Stadt zur zweiten Offenlage des DOC-Bebauungsplans, Dez 2016, S. 686]

Michael Heimlich am :

Sehr schöne Zusammenfassung, Herr Rothbrust! Ergänzend frage ich mich dann noch, was bei folgendem Termin denn so auf der Agenda steht, das DOC in Frage zustellen aus Klimaschutzsicht bzw. wg. "Mode, Mobilität u. Moral" wohl nicht...oder etwa doch ? "Dienstag, 1. Oktober, 19 Uhr, MK-Hotel am Hauptbahnhof, Bismarckstraße 39. „Was kann jede*r Einzelne für ein besseres Klima tun?“ Den „erhobenen Zeigefinger“ mag niemand – und doch ist bei vielen unserer Gewohnheiten der mahnende Zeigefinger manchmal angebracht. Bei der Frage, wie man das Klima schützen kann, wird oft und gerne mit dem Finger auf andere gezeigt – doch zeigen hierbei eben auch vier Finger auf einen selber zurück. Im Rahmen dieses Diskussionsabends soll es um die Frage gehen, inwieweit jede*r Einzelne das eigene Verhalten auf den Prüfstand stellen kann – anhand der drei großen „M‘s“: Mode, Mobilität & Moral. Eingeladen sind Vertreter*innen von Foodsharing-Initiativen ebenso wie von „Fridays for Future“ aus Remscheid. Eine Veranstaltung des SPD-Unterbezirks Remscheid und der Jusos in Remscheid."

Eija Tirkkonen am :

Als die Bürgerbefragung 2011 zum DOC abgehalten wurde, war ich überzeugt von dem Standort direkt an der Autobahn. Kein Projekt wird durch die Jahre unantastbar, sondern erfordert immer wieder auf den Prüfstand der wandelnden Rahmenbedingungen gestellt zu werden. Sonst würden wir immer noch Atomkraftwerke bauen. Lennep war meinem Verständnis nach zu klein, um eine Fläche vergleichbar von 4 zusätzlichen Hertiekaufhäusern aufnehmen zu können. Dass man dann den Flächennutzungplan auch bei den benachbarten Grundstücken ändern musste, um das DOC hineinzupferchen, war für mich planungsrechtliches "no go". Das Prinzip, das Neue hat dem Bestand anzupassen, wurde für das DOC ausgehebelt. Ein planungsrechtlicher wilder Westen. Als dann ein Versprechen nach dem anderen in die Luft auflöste, und die Straßenbaukosten für das DOC auf die Bürgerschaft übertragen wurden und werden, war mir klar, warum die Verwaltung nie eine Kosten-Nutzen Analyse präsentiert hatte. Ist das im Interesse des Allgemeinwohls? Sehr geehrter Herr Motte, die Planungsschritte folgen der Gesetzgebung, die Öffentlichkeitsbeteiligungen mit anschließender Abwägung aller Interessen vorschreibt. Dass die Wertung der berechtigten Stellungnahmen nicht zur Optimierung der Planung geführt hat, rief selbstverständlich Klagen auf die Tagesordnung. Wollen Sie im Namen der Allgemeinheit das Klagerecht entkräften? Liegt der Schuld bei Klagenden, wenn die Gerichte langsam sind? Ich empfinde es als ungeheuerlich, dass man das Recht zu klagen gegen das Allgemeinwohl ausspielt.

Gerd Rothbrust am :

Hallo Frau Tirkkonen, „…Sonst würden wir immer noch Atomkraftwerke bauen.“ hört sich ja gruselig an. Sie übersehen, dass sogar die Europa-GRÜNEN den Bau von Kernkraftwerken in Europa nicht mehr ausschließen!“ ;-)

Bettina Stamm am :

Andersrum : Mit fragwürdigen Argumenten wurde das DOC legitimiert. Aus diesem Grund haben die Gerichte die Klagen der „ständig nörgelnden Lokalsaboteure “ auch anerkannt. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob ein „Gemeinschaftsinteresse“ tatsächlich dem Gemeinwohl dient. Zumindest ist es beim DOC nicht nachvollziehbar belegt. Eigennutz bzw. Einzelinteressen und Gemeinwohl schließen sich nicht aus. Und wer weiß; vielleicht sind es ja die ausgerechnet die Gegner dieses Projektes die zum größtmöglichen Glück einer größtmöglichen Zahl von Menschen beitragen. Die Blume ist 2012 an der Bezirksregierung gescheitert. Der Regionalrat hatte dem Beschluss der Bezirksregierung zugestimmt; übrigens mit den Stimmen der Remscheider Vertreter der CDU, SPD und FDP im Regionalrat.

Michael Mahlke am :

Als ich noch Juso-Vorsitzender war und in der SPD (vor mehr als 30 Jahren), wollte ich mit den damaligen Grünen Fahrradwege in der Stadt umsetzen und die Schiene stärken. Damals haben in der SPD, der CDU und in der FDP alle im Stadtrat und in der Stadt auf die Stadtkerntangente gesetzt, so dass wir mehr als 30 Jahre danach drei Autobahnauffahrten haben und sonst nichts, und nichts was für die Bürger und die Umwelt wirklich gut wäre, nicht mal Züge nach Köln und Düsseldorf oder mehr Grünflächen in den Stadtteilen, nur einen teuren und ausgedünnten ÖPNV vor Ort. Jetzt beobachte ich mit zunehmendem Staunen wie dieselben, die das hier alles vermasselt haben, sich als vermeintliche Retter aufspielen. Die können es nicht und die neuen Grünen auch nicht. Denn es geht um die Basics, die hier nicht funktionieren. Vielleicht muss man das Prinzip des Geldschöpfens auch auf den Strassenbau ummünzen. Genau wie für Kitas und Religionen Vereine gegründet werden, damit man an Fördertöpfe kommt, muss man vielleicht Vereine für Strassen gründen, um Fahrradwege gebaut zu bekommen, die dann gefördert werden. So würde sich ein Fahrradweg auf der Burger Straße geradezu anbieten, weil dort das Sana ist, große Arbeitgeber und dann die Naherholungsgebiete kommen. Stattdessen passiert da nichts. Ich glaube, dass in Remscheid Probleme nie gelöst werden, sondern für die Betreuung der Probleme dann Sozialarbeiter eingestellt werden. Das ist dann die Lösung .....!

Eija Tirkkonen am :

Es ist in der Tat eine merkwürdige Annahme, dass ein Großprojekt von einem finanzstarken Investor ein Vorhaben für das Allgemeinwohl sei. Wenn Sie, Herr Motte, die Rechtstaatlichkeit wegen zu langsam mahlenden Mühlen in Frage stellen und mahnen, die begangenen Fehler zu begraben, entziehen Sie den Betroffenen die gesetzlich vorgeschriebene Entschädigung: Faktisch schlagen Sie einen intsitutionellen Raubzug vor. Was ich zusätzlich zu der schmerzlich ungleichen Kosten- und Risikoteilung zum Nachteil der Stadt Remscheid als niederträchtig empfinde, ist die Aufkündigung der Solidarität. Ich kann nur hoffen, dass der Versuch, die Mehrheit gegen die betroffene Minderheit aufzuhetzen, misslingt. Ist Spaltung und Unsolidarität der neue Inhalt der SPD? Eine neue EU-Direktive entkräftet übrigens alle Verschwiegenheitsklauseln in Verträgen. Die Gewichtung liegt bei Vermeidung und Ahndung von Misständen.

Ralf Motte am :

Sehr geehrter Herr Heimlich, ich bin wirklich beeindruckt über Ihr Kenntnisse zum Einzelhandel und zu Tariffragen und vermute das es etwas mit Ihrer beruflichen Erfahrung zu tun hat. Es hört sich doch sehr dozentenhaft und nicht realitätsnah an. Die von Ihnen so verpönten Teilzeitjobs werden von jungen Frauen händeringend gesucht. Gerade bei der zur Zeit stark ansteigenden Anzahl junger Mütter, würde dies auf großes Interesse stoßen. Im übrigen, würde ich die Entscheidung, ob es sich um attraktive oder nicht attraktive Arbeitsplätze handelt, mal den Menschen überlassen, die sich dafür interessieren. Die Bezahlung wird automatisch steigen, je weniger Menschen sich dafür interessieren. Der Markt regelt schon ein paar Dinge. Wenn man Ihren Text so liest, muß glauben das alle Angestellten im Einzelhandel diese Arbeit unter großer Pein ertragen und dabei total unglücklich sind. Ich nehme die Angestellten im Einzelhandel komplett anders war. Selbst zu äußerst ungünstigen Arbeitszeiten wie Freitags- + Samstagsabend erlebe ich nur wohl gelaunte und freundliche Verkäufer. Vielleicht lebe ich in einer anderen Stadt als Sie? Was Sie vortragen ist Statistik und nicht das echte Leben!!! Glauben Sie wirklich, daß weniger Arbeitsplätze unter allen Umständen für Remscheid besser wäre? Ich denke, das wird nicht einmal ein Gewerkschaftler sagen. Machen Ihnen 7% Arbeitslosigkeit am Ende eines Konjunktur-Booms keine Sorgen? Wie soll das erst aussehen wenn wir in die Rezession abgleiten? WO ALSO SEHEN SIE ALTERNATIVEN ZUM DOC? Tausend zusätzliche Industrie-Arbeitsplätze fände ich persönlich auch attraktiver! Vielleicht können wir mehrere große Mittelständler von Radevormwald, Hückeswagen oder Wermelskirchen abwerben. Dafür bräuchten wir aber erst einmal ein neues, großes Gewerbegebiet mit guter Autobahnanbindung. Ich hätte da einen konstruktiven Vorschlag: Lüttringhausen-Blume!!!! Aber da haben wir den Heimatbund Lüttringhausen als großen Kritiker. Daher richtet sich mein Appell an ALLE, aber insbesondere an die Kritiker: Wer eine bessere Idee für die Zukunftssicherung von Remscheid hat, sollte bitte sofort den Oberbürgermeister anrufen, damit er sich darum kümmern kann!

Michael Heimlich am :

Sehr geehrter Herr Motte, ich habe hier nur zitiert, mit ein bißchen Erkenntniswillen kann sich das jeder im Übrigen auch selbst aneignen durch gezielte Eigen-Recherche, so auch die handelnden Lokalpolitiker, wenn Ihnen den an Transparenz gegenüber dem Wähler gelegen wäre . So gesehen werden daher die dort von mir wieder gegebenen Argumente auch von ihnen nicht entkräftet bzw. dann widerlegen sie diese doch mit anderen Fakten. Im Übrigen, wenn, wie sie behaupten, viele junge Mütter solche Jobs suchen, heisst das ja noch lange nicht, dass die Arbeitssuchenden mit den dort vorherrschenden, prekären Arbeitsbedingungen letztendlich auch zufrieden sind, vielleicht bleibt diesen ja auch aufgrund ihrer persönlichen finanziellen Situation auch gar nichts Anderes übrig. Aber was "doziere" ich hier eigentlich wieder. Eigentlich müssten die Sozialdemokraten doch auch selbst darauf kommen können, was denn langfristig ihre potentielle Wählerklientel bedrückt bzw. langfristig bewegt oder diesen langfristig nutzt .Ich möchte mich jedoch jetzt hier nicht noch weiter über die gesamt gesellschaftlichen Folgekosten von prekären Beschäftigungsverhältnissen auslassen. Im Übrigen ist meine bisherige Lebenserfahrung diese, dass wenn "der Markt etwas regeln soll" meist die /der Schwächere in diesem "freien Spiel der Kräfte" auf der Strecke bleibt. In Bezug auf das geplante DOC in Remscheid, muss ich Ihnen leider mitteilen, dass mich der persönliche Kontakt zum OB Mast - Weisz in diversen Ratssitzungen und Bürgergesprächen überhaupt nicht weiter gebracht hat. Ich habe eher den Eindruck gewonnen, dass das DOC ein Prestige-Projekt u. A. auch seinerseits ist, aber auch von diversen Lokalpolitikern, z. B. der Grünen, der CDU und der FDP im Remscheider Stadtrat. Umweltschutz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit spielt bei diesen handelnden politischen Akteuren bezogen auf dieses Projekt überhaupt keine Rolle, so meine Erfahrung! Fridays for future " is nice to have", aber das DOC ist halt die "heilige Kuh" in Remscheid! Last not least: Hat Herr Mast - Weisz und viele andere Lokalpolitiker denn den Mut gehabt, die Bürgerinnen und Bürger zu den jetzigen geplanten DOC - Standort in Lennep zu befragen? Das sagt doch eigentlich alles über die Qualität der Kommunikation zwischen Ratsspitze und den Bürgern, oder? Ich glaube deshalb, den Anruf beim OB kann ich mir sparen.

Ralf Motte am :

Sehr geehrte Frau Tirkkonen, natürlich ist der Standort Blume ideal für so ein Outlet Center. Da bin ich ganz bei Ihnen. Positiver Nebeneffekt wäre auch, das es dann schon viele Jahre am Markt und damit etabliert wäre. Die Zweifel über den sich verstärkenden online-Handel hätten wir uns dann gespart. Warum die Blume für das DOC und oder für ein neues Gewerbegebiet so tabu ist (für beide Zwecke wirklich ideal gelegen), habe ich bis jetzt nicht im Detail verstanden. Ein neutraler kurzer Faktenbericht würde mich wirklich sehr interessieren. Wie von Ihnen erwähnt würde dort auch eine bauliche Überarbeitung unkomplizierter sein. Wie auch immer, so wie ich die Politik verstanden habe, ist dort in absehbar Zeit NICHTS zu realisieren. Nun zu Lennep: Es ist durchaus vorstellbar, das man hier in einigen planungsrechtlichen Fragen fünf hat gerade sein lassen. Ich weiss es nicht. Ich kann diese Fragestellung nicht beurteilen, glaube aber das die Abweichungen anscheinend tolerabel sind, sonst wären sie doch sicher justiziabel? Ich finde den Standort Lennep als Besucher eindeutig attraktiver!!! Für die am stärksten betroffenen Anwohner muß man dann nach Lösungen suchen. Wegen der Anwohner-Problematik, die ich ausdrücklich nicht leugne, aber deshalb das ganze Projekt in Frage zu stellen, wäre aus meiner subjektiven Sicht unangemessen. Darüber kann man und sollte man juristisch streiten, aber das muß auch einmal ein Ende haben! Ich denke das hat wie alles in Remscheid schon wahnsinnig lange gedauert. Im übrigen sollte man juristische Verfahren in Ruhe ablaufen lassen und nicht von außen anheizen. Wie Sie allerdings aus meinen bisherigen Zeilen schließen konnten, daß ich die Rechtsstaatlichkeit in Frage stelle und institutionellen Raubzug unterstütze bleibt Ihr Geheimnis. Wenn ich nicht Ihre Kommentare schon seit einiger Zeit lesen würde (manche haben mir gefallen) und somit Ihre Art zu argumentieren kennen gelernt hätte, wäre ich geschockt und beleidigt gewesen. So weiss ich, das ist Ihre charmante Überdeutlichkeit. Ihre Anmerkungen zu „Aufkündigung der Solidarität“ und „ die Mehrheit gegen die betroffene Minderheit aufzuhetzen“ verstehe ich nicht ansatzweise. In diesem Forum bin nach meiner Wahrnehmung der einzige der für das DOC Position bezieht und das auch erst in 3 Beiträgen. Allein unter dieser Rubrik „SPD Remscheid …..“ habe ich 7 Gegenredner. Wo ist da wohl die Mehr- und die Minderheit. Entweder ich habe Sie missverstanden oder einer von uns beiden hat ein Wahrnehmungsproblem? Wie auch immer, ich bin immer noch der Meinung, wenn man Plan A zerreißt, sollte man über einen Plan B verfügen. Wie sieht Ihr Plan B aus?

Eija Tirkkonen am :

Sehr geehrter Herr Motte, das Verfahren zum DOC dauert in Remscheid nicht länger als Großprojekte in anderen Städten. Der Rat hat dem DOC zugestimmt, was noch nicht heißt, dass das Vorhaben gesetzeskonform wäre. Das wollen die Klagenden vom Gericht ja erst prüfen lassen. Wenn der Gerichtsentscheid negativ ausfällt, ist das Projekt illegal. Dann hat die Stadt zu viele "Fünfer gerade gebogen". Ihre Redewendung klingt vielleicht lustig, aber bedeutet konkreten Schaden, den man den vom DOC Betroffenen zufügt. Die Stadtbediensteten, die für ihre Arbeit bezahlt werden, müssen immer auch für den worst case vorbereitet sein, sprich Plan B. Also warten wir es einfach ab, wie der Investor.

Eija Tirkkonen am :

Bei der Öffentlichkeitsbeteiligung zum DOC war mein Hauptanliegen, dass die Darstellung des DOCs wie in den Präsentationsplänen des US-Architekten als Festsetzungen in den Bebauungsplan wiederfinden sollte. Vor allem der Anteil der Grünfläche sollte planungsrechtliche Vorgabe werden. Dies geschah nicht und ich erhielt auch keine Antwort. Zweites Beispiel, was passiert, wenn man mit Vorschlägen an der Rathaustür klopft: Als ich noch in der FU aktiv war, hatte ich bei den türkischen Gemeinden nach dem städtischen Angebot an religionsgerechten Altenpflege nachgefragt und erfahren, dass ein großer Bedarf vorhanden ist. Also wollte ich die Befürchtungen und Wünsche der betroffenen Bevölkerungsgruppe dem Rathaus weitergeben. Keine Antwort. Gute Vorschläge werden im Rathaus nur parteigebunden ernst genommen. Man erinnere sich an die vielfältigen Vorschläge und Engagement der Wirtschaftsjunioren für die Alleestraße. In dieser Stadt glaubt eine Partei, das Monopol über Ideen für die eigene Außenwirkung schützen zu müssen. Steuerung durch Bremsklotz. Das DOC Verkehrsgutachten für Lennep offenbart eins: Das DOC drosselt die Entwicklungsfähigkeit des Stadtteils. Zum Beispiel ein Gewerbebetrieb wie Barmag wäre nicht mehr möglich, weil die Straßenverhältnisse dies gar nicht aufnehmen könnte. Lennep ist durch das DOC eingefroren.

Peter Lange am :

Ich zitiere aus einem Artikel des Nachrichtenmagazins Focus vom Juli: „Derzeit verursacht die Textilindustrie jährlich 1,2 Billionen Tonnen CO2 und damit mehr als internationale Flüge und Kreuzfahrten zusammen. Die Modeindustrie als Teil der Textilbranche ist allein für fünf Prozent der globalen CO2 Emissionen zuständig.“ Wer in Remscheid über Maßnahmen gegen den Klimawandel diskutiert, muss meiner Ansicht nach auch über das DOC-Projekt und seine schädlichen Folgen für die Umwelt reden.

Gerd Rothbrust am :

Um wieder einmal etwas Grundsätzliches über CO2 zu sagen: JEDES „Leben“ auf der Erde produziert/verbraucht CO2 (CO2-Kreislauf der Erde)! Der Mensch z.B. (Stückzahl ca. 8 Milliarden) atmet 3,04 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr aus. Nur durch Atmen - Gesamtsumme CO2-„Leben“-Mensch: Essen/bewegen/heizen/sicher schlafen/etc./etc. Wenn heute 22 Uhr alle 80 Millionen, in Deutschland lebenden Menschen, tot umfallen, somit CO2-Produktion = Null, würde das am Klimawandel NICHTS ändern! Denn der CO2-Ausstoß würde von 550.000.000.000 t/Jahr auf 539.000.000.000 t/Jahr sinken – UNBEDEUTEND! Aber was tun die Deutschen: Sichere 17.800 Vollaststunden/Jahr Kraftwerksenergie sollen abgeschaltet werden und durch unsichere 2280 Volllastenstunden/Jahr „grüner“ Energie ersetzt werden. Für EINEN 600 MW KKW-Block muss eine 48 qkm PV-Anlage oder 335 (9,5 MW) – 750 (4 MW) Windräder errichtet werden. Diese Berechnung gilt nur für Piek-Leistungen, was zusätzliche Probleme bringt. Als zusätzliches Sahnehäubchen: E-PKW, E-LKW, E-ÖPNV, E-Wärme (Wärmepumpe, Nachtspeicher, Infrarot, E-Heizung). Man sieht: Alles ist gut durchdacht und durch die FfF-"Gemeinde" gestützt… Ich kann diesen CO2-Fetischisten die TAB-Studie 141 empfehlen. Zum einlesen das Fazit der Studie: „Aufgrund der nahezu vollständigen Durchdringung der Lebens- und Arbeitswelt mit elektrisch betriebenen Geräten würden sich die Folgen eines länger andauernden und großflächigen Stromausfalls zu einer Schadenslage von besonderer Qualität summieren. Betroffen wären alle kritischen Infrastrukturen, und ein Kollaps der gesamten Gesellschaft wäre kaum zu verhindern. Trotz dieses Gefahren- und Katastrophenpotenzials ist ein diesbezügliches gesellschaftliches Risikobewusstsein nur in Ansätzen vorhanden. Die Folgenanalysen haben gezeigt, dass bereits nach wenigen Tagen im betroffenen Gebiet die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit (lebens)notwendigen Gütern und Dienstleistungen nicht mehr sicherzustellen ist. Träte dieser Fall aber ein, kämen die dadurch ausgelösten Folgen einer nationalen Katastrophe gleich. Diese wäre selbst durch eine Mobilisierung aller internen und externen Kräfte und Ressourcen nicht »beherrschbar«, allenfalls zu mildern.“ (TAB: „Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag“)

Eija Tirkkonen am :

Auch interessant: https://www.capital.de/wirtschaft-politik/ranking-diese-laender-sind-fuehrend-bei-erneuerbaren-energien-66672 Ich glaube nicht, dass irgendjemand durch politische Entscheidungen die Wirtschaft zum Kollaps führen will. Die Diskussion und auch meinetwegen die Radikalität einiger Bewegungen wie FfF führt dazu, dass die Fördergelder in richtige Richtung fließen. Ich habe keinen Zweifel, dass die Forschung Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit entwickeln können, wenn die Forschung die erforderlichen Mittel zur Verfügung hat. Es geht generell das Augenmerk auf unsere Maßlosigkeit zu richten, was nicht nur auf erhöhte CO2 Auslass einschränkt, sondern die Gesundheit in den Entwicklungsländern gefährdet. Gerade bei der Kleiderherstellung werden Unmengen Trinkwasser vergeudet und chemische Giftsroffe in die Gewässer eingeleitet.

Gerd Rothbrust am :

Hallo Frau Tirkkonen, wie war das mit der "Wiederholungstäterin" ... ;-)

Antonio Scarpino am :

Die "Nacht der Kultur" ist DAS kulturelle Spektakel an jedem letzten Samstag im Oktober in Remscheid. Die Remscheider SPD wird in diesem Jahr ebenfalls ihre Türen öffnen. Wir sind von 19:00 bis 22:00 Uhr vor Ort für Sie da! Hier können Interessierte letztmals die Gelegenheit nutzen, die Ausstellung "ARKTIS: Die Schönheit schmilzt rasant!" des Remscheider Fotografen und Reisejournalisten Gerd Krauskopf zu sehen. Ein Besuch in der Remscheider SPD-Geschäftsstelle bildet den idealen Ausgangspunkt für einen Streifzug durch die 31 Veranstaltungsorte auf dem Remscheider Stadtkegel, die sich an der „Nacht der Kultur“ beteiligen. Die Finissage bildet für uns als Remscheider SPD den Schlusspunkt unter unsere sehr, sehr erfolgreichen Klimaschutzwochen, die vor sieben Wochen mit einer Vernissage zum gleichen Thema begonnen haben. Hierauf wollen wir mit den Gästen mit einem Gläschen Sekt oder Saft anstoßen!

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