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Auch kleinste Naturschutzgebiete sind wichtige Oasen

„Die Grünflächen in Remscheid sind die kleinsten Naturschutzgebiete Remscheids!“ Das ist die Kernbotschaft der  Aktion „#schutzstattschmutz“, die „Botschaftern der Natur“ (jungen Leuten in den Kostümen von Bienen, Schmetterlingen und Maikäfern) an den blühenden Grünstreifen an der Kreuzung Eisernstein in Lüttringhausen sowie in Remscheid am Zentralpunkt und an der Hochstraße am kommenden Freitag zwischen 14 und 17 Uhr eröffnen. Und auch am darauf folgenden Tag von 10 bis 13 Uhr soll an dort an Autofahrer druckfrische Flyer verteilt werden. Darin appellieren die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) an das Verantwortungsgefühl und Umweltbewusstsein der Remscheider Bevölkerung. Und zu eben diesem Zweck werden in den nächsten drei Jahren in vielen Grünanlagen und Park der Stadt 50 Zentimeter hohe Hinweisschilder, die mit Grafiken von Biene, Schmetterling oder Käfer an die bekannten Naturschutz-Schilder im Remscheider Grüngürtel erinnern.  Insgesamt sollen etwa 200 derartige Schilder aufgestellt werden, berichteten gestern auf einer Pressekonferenz bei den TBR an der Nordstraße Markus Wolff und Frank Ackermann gemeinsam mit Peter Bürger und Frauke Rentz von der Wuppertaler Agentur „bürger albrecht partner“, die die Kampagne für die TBR ausgearbeitet hat.

Remscheid beherbergt 955 Grünflächen, davon sind 80 Parks und Grünanlagen: Diese sind mit ihrem Busch- und Baumbestand das Zuhause vieler, oft bedrohter Tierarten. Mit sorgfältiger Pflege unterstützen die TBR hier die Artenvielfalt, und die wiederum ist eine Lebensversicherung für Menschen wie Tiere. Jede Grünfläche in Remscheid leistet dazu ihren Beitrag. Und auch die 519 Verkehrsinseln, Rand- und Rasenstreifen im Stadtgebiet können ökologisch wichtig sein. Meist führen sie  ein unbeachtetes Dasein. Es sei denn, auf den Verkehrsinseln werden Wildblumen ausgesät. Und das taten die Mitarbeiter TBR in den letzten Jahren verstärkt. Mit allgemein positivem Echo aus der Bürgerschaft! Doch das „straßenbegleitende Grün“, schön anzuschauen, ist weit mehr als bunt bepflanzte Blühwiese und sommerliches Dufterlebnis, sondern die Natur in der Stadt sorgt als aktive Stressminderer bei Menschen auch für psychisches Wohlbefinden und ist obendrein eine Oase für Tiere und Pflanzen.

„Grünflächen sind Lebens- und Schutzraum. Rücksichtsloses und unbedachtes Verhalten bringt auch die Ökosysteme unseres Stadtgrüns in Gefahr. Der dramatische Rückgang der heimischen Insektenarten ist Teil des weltweiten Phänomens, das nicht nur unsere Artenvielfalt bedroht, sondern die Nahrungsversorgung der gesamten Menschheit gefährdet. Das „grüne Netzwerk“ in unserer Stadt bedarf daher jetzt umso mehr unserer Wertschätzung und Schutzes – durch jeden einzelnen von uns“, findet sich auf der Internetseite schutzstattschmutz.de, die ab sofort direkt oder über die Homepage der TBR zu erreichen ist. „Die naturbelassenen Randstreifen und Blühwiesen sind wertvolle Futterstellen. Sie versorgen eine Vielzahl von Insekten mit pestizidfreiem Nektar. Allen voran so wichtige Pflanzenbestäuber wie Bienen, Schmetterlinge und Hummeln – überlebensnotwendige Helfer für gut 60 Prozent unserer Nahrungsmittelproduktion – und natürliche Nahrungsquelle für unsere heimische Vogelwelt.“

Müll in der Natur schadet allen – und kostet die Almeinheit, jeden einzelnen Steuerzahler, Geld, das dann anders wo fehlt. Markus Wolff: „Die Beseitigung von achtlos weggeworfenem Abfall kostete die TBR alljährlich rund 200.000 Euro!“ Damit das Stadtgrün ein optischer Genuss bleibt, muss es jeder Bürger, jede Bürgerin dieser Stadt sauber und intakt halten. Und das gilt für alle – ob als Parkbanksitzer, Fußgänger, Jogger, Skate­boarder, Zweirad- und Autofahrer sowie Chill- und Grillfan in, auf und entlang der städtischen Grünflächen. Der persönliche Abfall gehört ausnahmslos in den Müll! Ob im Auto, in die Behälter vor Ort oder, zurück zu Hause, in den Abfalleiner oder die Mülltonne.

Und das gilt für Essensreste und Exkremente, schon um Krankheiten vorzubeugen. Zitat von schutzstattschmutz.de: „Weggeworfene Verpackungen von Fast Food- und Fertigprodukten sind nicht nur ein Müllproblem. Die darin häufig verbleibenden Essensreste sind Teil der gut 80 kg Lebensmittel, die jeder von uns im Schnitt pro Jahr wegwirft. Ein gefundenes Fressen für in der Stadt lebende Wildtiere und freilaufende Vierbeiner. Mit Lebensgefahr: Denn landet auch der unverdauliche Müll im Magen, endet es nur für glückliche Haustiere beim Tierarzt. Zudem führen die „Futterplätze“ Wildes und Zahmes zusammen. Durch deren Hinterlassenschaften werden Erreger übertragen und Würmer wechseln ihren Wirt. Auf Spielplätzen sind das gern am Boden spielende Kinder – mit ernsten gesundheitlichen Folgen!“

Apropos Müll in der Landschaft: 40. 000 Tonnen Müll werden in Form von Coffee-To-Go-Becher pro Jahr in Deutschland einfach weggeworfen. 80 Kilogramm Lebensmittel wirft jeder einzelne Bundesbürger pro Jahr weg. Und bei 346.000 Tonnen Hundekot pro Jahr in Deutschland sollte klar sein: Auch die Exkremente des eigenen Vierbeiners gehören in die Mülltüte. „Alles andere ist nicht nur kackfrech, sondern auch extrem rücksichtslos!“, stellte die neue Kampagne fest. Das gilt auch für die Autofahrer, die ihren Aschenbecher an roten Ampeln aus dem Seitenfenster entleeren. Jeder weggeworfene Filter einer Zigarette enthält, wissenschaftlich nachgewiesen, 7.000 Schadstoffe, davon 70 krebserregend und 250 hoch giftig. Merke: „Wer Kippen gedankenlos oder sogar bewusst ins Grün schnippt, ist eine Giftschleuder. Er oder sie verschmutzt und schädigt zuerst die Umwelt, und dann uns alle!“

Für den Schutz der Natur gibt es längst best-practice-Beispiele weltweit, und eine ganze Reihe davon finden Interessierte ab sofort unter https://schutzstattschmutz.de/beitraege/#erfolgsgeschichten. Ebenso wie ein Gewinnspiel, bei dem als 1. Preis eine Fahrt mit einem Heißluftballon über das Bergische Land lockt.

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Chronist am :

Dass die Umwelt-Kampagne „#schutzstattschmutz“ der Technischen Betriebe Remscheid mit ihren „Appell-Schildern“ auf Verkehrsinseln bei der Bevölkerung gut ankomme, berichtete TBR-Geschäftsführer Michael Zirngiebl auf Anfrage von Karl Heinz Humpert (CDU) gestern im Haupt- und Finanzausschuss. Durch die Tafeln erhöhe sich die Wertschätzung der Bürgerschaft für die städtischen Grünflächen. Zirngiebl: Mein Eindruck ist: Das öffentliche Erscheinungsbild ist besser geworden!“ – Sicher auch wegen der hübschen Wildblumenwiesen auf so mancher Verkehrsinsel im Stadtgebiet!

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